letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


21
Januar
Drama!
MacBeth von Joel Coen. Hervorragend photographiert und vertont, ein Genuss in schwarzweiß, insbesondere die Architektur! Und die Hexe, die alle drei Hexen darstellt: Grandios, verquer, eindringlich.
Doch das war es auch schon, was mir gefiel. Die Kostüme irgendwie schülertheaterhaft. Die Amerikaner mühen sich eher ab mit ihrem Shakespearetext, als dass sie ihn klar und pointiert intonieren können. Das Ehepaar im Zentrum redet kunstvoll aufeinander ein und nie miteinander. Die Psychologie der Figuren wird kaum gedeutet und durch den kühlen Stil nicht getragen.
MacBeth sei das leichteste Drama, sagt man. Daher wird es im Englisch LK gerne genutzt. Mir scheint eher: Es ist zwar das kürzeste, aber aus das stumpfste. Die Handlung geht vorwärts, einmal gemordet muss MacBeth weitermachen. Das kann nicht gut gehen, die Prophezeihung ist der übliche Orakel-Quatsch und am Ende ist er tot. Es fehlt die Genialität, die Geradlinigkeit lässt keinen Raum dafür: Othello, Hamlet - hier ist Psychologie und Bedeutung über das Stück hinaus. Bei MacBeth metzeln sich ein paar Schotten mit seltsamen Namen ab.
Gut, bei Dramen wird am Ende gestorben und bei Komödien geheiratet - daher ist doch das "wie" und das Drumherum interessant! MacBeth bietet mir hier zu wenig.

 
 
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Last update: 21. Jan, 09:02
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