| letzte Kommentare: / "finanzielles Mitleid"... damals / So wird es oft gesagt,... froschfilm / Das Problem ist... damals | |
|
23
Juni
Nett
"Lieber böse, als langweilig!" sagt meine Mutter des Öfteren und meint es natürlich nicht ganz so. Allerdings: Das genuin Nette, wirklich voraussetzungslos liebe, also Jesus oder Gott ist notwendigerweise lame. Zumindest wenn Menschen es beschwören oder daran glauben. Wenn es Gott wirklich gäbe oder Jesus und die beiden wirklich 100% immer nur nice wären, ok, das würde doch fetzen.
22
Juni
Bürger für Bürger
In meiner Heimatstadt laufen alle Bürger-Aktionen - seien es Hilfsangebote oder kleine Feste - so derart solide und handfest und mindestens Jahrzehntelanger Tradition, dass immer alles ordentlich läuft und keine Überraschungen möglich sind.
In Berlin machen irgendwelche Mütter oder Künstler irgendwas, haben erst mal schnell gebastelt und es wirkt dadurch immer improvisiert, nach ein paar Jahren sind sie wieder weg, es gibt keine Strukturen. So ist es im Großen, wie im Kleinen. Im Großen täte Berlin wohl etwas mehr Stabilität gut, im Kleinen darf es gerne wild oder auch nur tastend bleiben.
19
Juni
Meta
Ein riesenlanger Slack-Thread, dessen einziges Thema ist, sich über riesenlange Kita-Chats aufzuregen. Es sind einige Perlen dabei, aber man sieht mal wieder: Die schlimmen Eltern, das sind immer die anderen.
Was stört mehr? Die echten Eltern, oder die, die sich über angeblich nervige echte Eltern aufregen? In meinem Leben kommen nur die zweiten vor.
18
Juni
Freundschaftsbeweis
Das Beste für enge Freundschaften: Bonden durch gemeinsames und möglichst wildes Zähneputzen
11
Juni
Japan
Ich werde nach Japan gehen und ich gehe mit offener Einstellung dort hin. Alle, die dort waren, schwärmen mir vor. Aber wovon sie schwärmen, das passt nicht zu mir: Alles sei so ruhig, so geregelt, niemand spricht einen an, niemand schaut einen an. Es wirkt wie das Maximum an Verklemmtheit, aber ausnahmslos alle scheinen es zu lieben. Ich bin gespannt, nicht entspannt.
01
Juni
Die rechte Mitte
So viel Ordnung, Ruhe, Fokus und System, dass der Kopf leer scheint und keine Ideen entstehen. So viel Chaos, Termine, to dos, dass man nicht zu Ruhe, Fokus und Ideen kommt.
27
Mai
Wie ihr! Wie die andern!
Dazugehören will ich ja, stets lustig, heissa-hoppsassa! Jedoch: Wo ich dann wirklich dazugehöre, wird mir langsam langweilig, ich kenne die Leute und ihre Meinungen, überraschen und inspirieren kann mich das kaum noch, bei aller Sympathie und bräsiger Dazugehörerei. Wo ich nicht dazugehöre und mich mit einer Mischung aus Nettigkeit und Edgyness aufdrängen will, wirke ich seltsam, vermutlich zu edgy, also verschroben. So wird das nichts!
15
Mai
Furbo
Effektive Altruisten haben ja recht: Vegan essen muss man. Moralisch sein soll man. Man will das aber nicht, aus zwei Gründen: Es ist anstrengend und es kommt auch nicht gut an. Niemand mag Moralisten, lieber mag man Schlitzohren, die ein bisschen tricksen. Von denen will man sich was abschauen. Diejenigen, die immer recht haben, mag man nicht.
11
Mai
Kinderurlaub
Urlaub mit meinen Italienern ermöglicht trotz wilden Chaos echte Entspannung: Weil ich zum Kind werde. Mitlaufen muss, abwarten muss, nur grob verstehe was warum gerade gemacht oder besprochen wird. Aber es ist alles schön, man will mir gut, ich bin für nichts verantwortlich. Besser als Wellness!
22
April
Innere Freude
Wenn wir angeblich unser inneres Kind nie verlieren, also niemand jemals wirklich erwachsen wird, so erwachsen wie die Erwachsenen aus Kinderperspektive schienen, warum werden wir dann langweilig? Spielen weniger, machen weniger Unsinn? Ist das innere Kind nur für die Ängste zuständig, aber nicht für den kindischen Spaß? Erwachsene Hobbies müssen irgendwann mit Ernsthaftigkeit betrieben werden, kindliche Freude über Jahrzehnte wirkt befremdlich. Vermutlich ist das alles gut so und hat seinen Sinn, aber es ist traurig und vielleicht der Grund, warum Menschen nicht gerne altern, zumindest die ehemals lustigen nicht.
... ältere Stories
|