letzte Kommentare: / Ja, so ist das wohl.... froschfilm / Es könnte auch... damals / Danke für die... froschfilm


15
Oktober
Charmeverlust
Im mittleren Alter ist jede Anschein von jugendlichem Charme verloren, man muss wohl endgültig etwas können und leisten.

 
 
12
Oktober
Talent macht den Meister
Wie Übung immer überschätzt wird und Talent nie erwähnt. Wie viele Leute krampfig etwas lernen und im Beruf versuchen zu wachsen, aber es gelingt kaum oder der Aufwand steht nicht im Verhältnis zum Ertrag. Das darf man nicht sagen, denn es zeugt von einem statischen Menschenbild. Trotzdem ist es oft wahr. Und: Die Wahrheit darf man sagen!

 
 
08
Oktober
Geister
Egal, wann und wo und wer: Begeisterung ist die Grundlage von allem. Danach kommt Durchhaltevermögen, aber das wird niemals gut genuuug sein, wenn die Begeisterung nie da war.

 
 
06
Oktober
Tode
Es gibt schöne Tode und zum Glück darf man das auch sagen.

 
 
02
Oktober
Spätsommer
Es ist vielleicht: Ein Spaziergang. Wir gehen durchs Viertel und genießen den letzten Spätsommerabend. Viele Menschen sitzen draußen, vor den Cafés und Restaurants, noch ist es war. Doch ihr Murmeln und klappern ist viel ruhiger, gedämpfter als im Frühling, wenn man zum ersten Mal angenehm draußen sitzen kann. Menschen, die sitzen und fröhlich reden - so sieht das Paradies aus

 
 
20
September
Pflichten
Die Alten verschwinden langsam, aber sicher. Die den Krieg noch erlebt haben, noch echte Armut kannten deren Schrullen ihre eigenen sind, keine Zitate. Den Alten wird Tiefe und Seele zugetraut, sie sind rauer, echter, vermutlich traumatisiert, aber ohne es wissen zu wollen. Wiedermal: Fortschritt ist Glätte, Nüchternheit. In vielen Hinsichten besser. Aber mit dem Verlust der Alten geht wirklich etwas verloren, etwas, das nicht in diese Kategorien passt. Nicht nur der Abglanz von, sondern tatsächlich Seele, mit all ihren Lügen und Brüchen, aber eben auch ihrem heißen Sehnen. So wollen wir zumindest glauben, um wenigstens noch etwas romantisieren zu können oder uns Melancholie zu erlauben, die ja immer falsch und nahe am Kitsch ist. Aber die Trauer über den Verlust von echten Menschen als kitschig zu bezeichnen wäre geschmacklos - hier darf man also ungestöhrt rührseelig sein.

[aber eben auch]

 
 
17
September
Herbste
Jedes Jahr das Gleiche, trotz Klimawandel: Ich sehne mich nach noch einem letzten Sommertag, hoffe auf noch ein paar südlichere Tage und freue mich, wenn ich noch einmal Schwimmen gehen kann. Ansonsten: Herbstdepression oder zumächst aufkommende Melancholie, weil das Jahr seinen Höhepunkt überschritten hat und es dem Ende entgegen geht. Diese abgedroschenen Metaphern scheinen so zwingend, dass ich fast nicht glauben kann, wie viele Menschen sich auf Herbst und das graue Wetter freuen. Die Qual der wenigen 40 Grad warmen Tage ist für mich schnell vergessen, aber das Gefühl der kommenden bleiernen Zeit, die auf das Ende zu geht, ist sehr klar.

 
 
16
September
Faszinosum
Die Entzauberung der Menschen mit meinem zunehmendem Alter. Früher schien es sie noch zu geben, die faszinierenden, geheimnisvollen Frauen, die anderen Welten, in denen sie lebten. Oder waren es auch damals eher Projektionen aus Literatur und Film, als echte Menschen? Heute gelingt selbst die Projektion nicht mehr, ich durchschaue die Menschen zu sehr oder, was trauriger wäre, ich treffe keine Menschen mehr, in die ich etwas projezieren könnte. Die Looks sind egal, die irgendwie krassen Charakterzüge haben sich abgeschleift, sind eher anstrengend als faszinierend geworden oder wirken verzweifelt. Lebensmut und Fröhlichkeit, die kann es noch geben, immerhin. Aber fremdartige Faszinosa - dafür habe ich wohl zu viel gesehen, leider.

 
 
09
September
Bemühen
Sich bemühen sich zu freuen. Das klingt so traurig, aber es funktioniert erstaunlich oft sehr gut. Es gibt Grenzen und es geht auch nicht unendlich oft, aber immer mal wieder neues zu probieren, sich zu bemühen sich daran zu freuen: Das kann mehr Freude machen, als alles abzulehen, weil man das eh nicht mag und dann immer bei seinen alten Freuden zu bleiben, die aber leider nicht mehr so richtig kicken.

 
 
07
September
In die (Wohnzimmer) Disco rein
Ein leer geräumtes Wohnzimmer, eine gut blinkende Discokugel, guter, lauter Sound und eine Mischung aus tanzbereiten Teenies, erwachsenen Freunden und eine Beimischung von Menschen, die sich noch gar nicht kennen - dazu eine Playlist die den üblichen Klassikern noch gelegentliche Überraschungen aus weniger bekannten Klassikern hinzuzufügen hat und fertig ist die beste Party des Jahres. Dafür gibt es keine Altersgrenze.

 
 
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Last update: 15. Okt, 17:18
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