letzte Kommentare: / Ich habe mit meinem... froschfilm / Haha! Sie haben... kuena / So seltsam ich dieses... sid


18
September
Das gebrochene Herz
Was man will, sind Feste und Freunde mit Herz. Mit dem kühlen Herz der Ironie.

 
 
10
September
The Big K
Wie tief der Kapitalismus oder das Effizienzdenken in mir verankert ist, bemerke ich insbesondere, wenn ich die Adeligen, in den fin de siècle Büchern, die ich gerade konsumiere, innerlich dauernd für ihre Ineffizienz kritisiere, anstatt sie zu für die Freiheit zu beneiden, bei leichten Seelenblähungen "ein paar Tage auf dem Land Ruhe zu suchen."

 
 
22
August
10
Weisheit und Ruhe steht schon lange nicht mehr hoch im Kurs und tut es immer weniger. Das Ideal unserer Gesellschaft ist der pubertierende Teenie, der ist authentisch, der lässt alles raus, impulsiv, viril, vielleicht sogar schon genialisch, so will man sein. Ruhe und Besonnenheit sind LAME! Was für ein Opa-Post!

 
 
17
August
Diktat
Wie ich von den lauen und schönen Sommernächten nur deshalb nicht genug habe, weil sie vermutlich bald vorbei sind. Ihren direkten Zauber haben sie verloren und wirklich malerisch waren sie in Berlin noch nie.

 
 
14
August
Leere Liebe
Die schreiende Freude, die heftigen Umarmungen, das strahlende Lachen. Es kann inhaltsleer sein, man hat sich nicht viel zu sagen, aber die Liebe ist dennoch wahr.

 
 
05
Juli
Flüchte
Die irgendwann mal wahnhaft plausible, aber total irrige Annahme man könne der bösen Erwachsenenwelt dadurch entkommen, dass man Kinder kriege. Natürlich ist das Gegenteil der Fall. Und natürlich ist das gut so.

 
 
25
Juni
Intense
Vielleicht ist Kindsein einfach Leben mit höherer Intensität. Mehr Schmerz, mehr Freude. Und so lernt man mehr. Deshalb gilt Intensität auch als anzustrebendes Ideal. Aber abzustumpfen scheint mir fast ein rationales Postulat zu sein. Alles andere hieße, aus der Erfahrung nicht dazulernen. Wer sich 100 Mal verliebt, kann doch nicht beim 100. Mal das gleiche wie beim ersten Mal empfinden. Vielleicht lernt man auch nur weniger, wenn man älter wird, weil es einfach weniger zu lernen gibt? Weil man die grundlegenden Dinge für sich schon irgendwie geordnet hat. In Extremsituationen sei der Mensch dann doch wieder flexibel, las ich irgendwann irgendwo - das spräche dafür, dass sinkende Lernfähigkeit nicht am Alter, sondern an sinkender Notwendigkeit liegt. Lebensklug ist es vermutlich, mit dem Älterwerden nicht die Extreme zu steigern, um die Intensität konstant zu halten, sondern sich mit den weniger intensiven Genüssen auseinander zu setzen. Das passiert ja auch. Man wird Weinkenner.

 
 
24
Juni
GG
Meine gelegentliche Präferenz für das "genial Gerotzte" rührt (sic!) wohl daher, dass es irgendwie erreichbarer erscheint. Wer genial rotzt, kann ja nichts dafür. Das kommt einfach so raus. Dabei ist der Weg über ehrliche harte Arbeit ja bei Lichte betrachtet viel gangbarer. Man müsste sich nur auf den Hosenboden (sic!) setzen und machen. Und durchhalten.

 
 
16
Juni
Binsenküche
Ich sollte die Dinge weniger Weghabenwollen. Den Prozess bewusster, wenn schon nicht genießen, dann doch wahrnehmen. Weg geht dann ja alles von alleine. Besonders Zeitungen und Bücher.

 
 
29
Mai
Meer
Wenn man am Meer ist und es nicht zugefroren ist, muss man rein. Alte Familienregel von meiner Oma. Und immer gut, auch wenn man oft spontan eher nicht will.

 
 
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Last update: 19. Sep, 21:51
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