letzte Kommentare: / Immerhin merkt das... froschfilm / Schade... c. fabry / Ah, das ergibt Sinn!... froschfilm


16
Juli
Büromotivation
In Ämtern oder beamtenartig organisierten Firmen hängt an Arbeitsplätzen oft der Spruch: "Ich bin auf der Arbeit. Nicht auf der Flucht." Den Spruch halte ich zwar für fragewürdig in seinem Subtext, verstehe aber, was gemeint ist.
An meinem aktuellen Arbeitsplatz (ja, ich habe nach einem knappen Jahr das Homeoffice verlassen) hängt ein Spruch, der mich ständig ablenkt, weil ich nicht weiß, was er sagen will: "Unmögliches machen wir sofort, Wunder dauern etwas länger."

 
 
09
Juni
Stärke
Flache These: Starke Menschen lieben es, Befehlen zu gehorchen. Gelegentlich, naturgemäß. Zumindest haben sie keinerlei Schwierigkeiten sich unterzuordnen. Sie müssen sich nichts beweisen und fühlen sich allgemein nicht unterdrückt. Statt "stark" könnte man auch "privilegiert" schreiben. Alles Gute kommt von nicht mehr von oben, sondern ist ein Privileg und damit tendenziell böse. Einiges ehemals Schlechte bedarf besonderer Berücksichtigung.

 
 
02
Juni
Gewohnheiten
Angeblich gieren alle nach der Freiheit, nach Ausgehen, nach Konzerten. Ich habe mittlerweile schon überhaupt keine Lust mehr auszugehen und zu trinken. Anstrengend und unnötig. So viel besser war mein Leben früher gar nicht. Nach 3 Monaten stellen sich Menschen um, die neue Normalität wird zur Gewohnheit und damit zur echten Normalität und also einfach normal im Sinne von ok. Man leidet nicht mehr darunter, ein Lockdown ist ja kein körperlicher Schmerz. Klar, mehr Leute sehen war irgendwie nett, selten auch bereichernd. Irgendwie aber auch anstrengend. Ich bin gespannt, wie schnell und wie weit die Rückumstellung gehen wird.

 
 
05
Mai
Ruhe in Frieden
"Vor Corona" gab es einigen externen Druck, der jetzt verschwunden ist. Welche Austellung schaue ich mir an, wen lade ich wann ein, was mache ich am Wochenende, wer will ich sein, wie will ich leben. Solche Fragen zu stellen und zu beantworten war geboten. Jetzt ist es geboten, sie nicht zu stellen, möglichst in der Wohnung zu bleiben und dabei zufrieden zu sein. Wie der Mensch so ist, die Zufriedenheit ist eine Konstante. Ob Lottogewinn, Scheidung oder Corona - wenn nicht noch extremere Dinge oder um instabile Persönlichkeiten im Spiel sind, kehren wir schnell zu unserem persönlichen Level an Zufriedenheit zurück. Mindestens das könnten wir im Lauf des letzten Jahres gelernt haben. Fomo und Aktionismus machen uns nicht glücklicher. Mal sehen, wie schnell wir es wieder verlernen werden.

 
 
13
März
Schlaf ist überschätzt
Ausschlafen ist schon lange nicht mehr. Die Kinder verunmöglichen das, irgendwann stellt man sich um und kann es nicht mehr. Wochenende zeichnet sich jetzt nicht mehr durch ausschlafen, sondern nur noch durch morgendliches Rumliegen aus.

 
 
10
Februar
Amateur
Hobbies will man ja nicht. Man will ja wenn, dann auf Profil-Level spielen. Das kann man aber nicht. Deshalb hat man Kinder, dann kann man wieder fröhlich stümpern und trotzdem der Held sein.

[man, man, man]

 
 
05
Februar
Wir Langhaaringen
Spätestens jetzt sind lange Haare bei Männern das Gegenteil von rebellisch geworden.

 
 
21
Januar
Eltern
Die denkbar uncoolsten Veranstaltungen sind Elternabende. Eltern allein sind schon meist qua Rolle eher besorgt und nicht cool. Gemeinsam multipliziert sich das und Wortführer sind natürlich die besonders besorgten. Mit Recht, das ist ja der Sinn dieser Veranstaltungen. Nicht Coolness.

 
 
19
Dezember
Normcore
Die Corona Isolation kann zweierlei bewirken: Man sehnt sich nach all den Freiheiten und sozialen Interaktionen, die früher möglich waren. Man merkt aber auch, wie wenig all das zum Glücksgefühl beiträgt. Am meisten, da sind sind sich alle einig, trägt zum Glücksgefühl bei, sich sinnvoll zu fühlen. Das kann man auch in einem reizarmen Langweilerleben.

 
 
18
Dezember
Cooles Unverständnis
Meine Tochter schaut lieber Filme auf Englisch obwohl sie weniger davon versteht, weil sie das cooler findet. Eigentlich der gleiche Grund wie bei uns.-
Ansonsten helfen Kinder den Erwachsenen beim Bescheidwissen. „Among us“ Kompetenzen hätte ich sonst keine.

 
 
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Last update: 25. Jul, 16:06
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