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05
Mai
Das Netz früher
Besser als alle Screenshots von alten Seiten beschreibt dieser Artikel über den "Siemens WebWasher" den Zustand des Internets in den Neunziger Jahren. Und den Zustand von Innovationsabteilungen in großen Firmen noch heute.

 
 
28
April
Hauptsache nichts mit Menschen
Wie ich lieber Blogposts ins Leere sende, als mich in die Kommentarhölle zu begeben.

 
 
22
April
Früher
Gestern, naja, vorgestern schrieb ich über die Blogosphäre früher. Ekkehard Knörer hat den perfekten Namen für einen Merkur-Autoren und schreibt viel schöner und mehr.

[via paragrafien]

 
 
20
April
Bauchflusen
Als die Blogosphäre in der Pubertät war und alles noch aufregend, waren eine Woche Bauchnabelflusen ein Thema. Der Körper musste erkundet werden.

 
 
21
September
Auf dem Rad!
Ich finde eine sechs Tage alte Mail von mir an mich mit dem Inhalt "Auf dem Rad!" Das wollte ich hier wohl der Welt verkünden.

 
 
05
September
Archiv
Wie egal den meisten Leuten ein zentrales durchsuchbares Lebensarchiv sein muss, merke ich daran, dass jeder außer mir freudig neue Messenger und soziale Netze akzeptiert und ich eigentlich immer noch am liebsten nur eMail und mein Weblog haben möchte. Die tollen Features und die bessere UX sind mir die Aufgabe des zentralen Archivs nicht wert, ich mache nur zähneknirschend mit.

 
 
28
Februar
Wohlgeruch
In dem hervorragenden Webtagebuch "The Year Punk Broke" zitiert Joachim Bessing just an dem Tag die Ärzte, am dem ich sie seit mehreren Jahren zum ersten Mal wieder hörte. Und dann auch noch das Lied, wo der Erzähler einer Frau mit seinem Wohlgeruch imponieren möchte, das ebenfalls oben in meiner Playlist war.
Mit das Erste, was im Web findet, wenn man Joachim Bessing googlet ist, dass er "für Wohlgerüche empfänglich" sei. Das Webtagebuch ist trotzdem hervorragend. Herr Bessing hat seit "Tristesse Royale" wirklich schreiben gelernt. Das gibt Hoffnung fürs Alter.

 
 
23
Februar
Escape
Dieser Weblog bleibt so. Auch wenn es jetzt mal wirklich eigentlich Wichtigeres gibt. Mach ich ja auch. Nur anderswo. Hier bleiben Bemerkungen, Befindlichkeiten, Beobachtungen, Banales.

 
 
26
November
Zwobot
Hu, da bin ich gestern in eiligem Pflichtbewusstsein täglich zu posten übers Ziel hinaus geschossen und hab tatsächlich zwei Einträge abgesetzt. Na dann, heute einfach nochmal, hab keine Zeit mir was Neues auszudenken:

Roman
Wie leicht und schnell sich die Dinge romantisieren lassen, wenn man nicht (mehr) dazu gehört. Ich sehe an Unis jetzt (fast) nur noch die romantischen Aspekte, das Streben nach Wahrheit, Bildung, Fortschritt - losgelöst von profaner Umsetzung oder Profitabilität. Ich sehe nicht mehr: Die Lügen, die Verzweiflung, die alberne Sinnlosigkeit. Das heißt, natürlich sehe ich sie noch, ich bin ja nicht blind. Aber ich fühle sie eben nicht mehr, das betrifft mich alles nicht mehr. Nur noch das Schöne rührt mich an.

 
 
27
Juni
Das Schöne
Irgendwie habe ich Glück oder bin für vieles Schlechte blind, zum Aktivisten tauge ich daher kaum. Ich scheine mir der einzige zu sein, der sich von Berlin und den Menschen nicht permanent angepöbelt fühlt, obwohl ich ahne, was Menschen meinen, die es tun. Sexismus oder andere Ungerechtigkeiten kenne ich nur aus (glaubwürdigen) Erzählungen, nicht aus eigner Anschauung. Auch sehe ich im Web fast ausschließlich Anregung, Intelligenz und Vielfalt - über die angebliche Verrohung scrolle ich weg. Diese Sicht aufs Netz, naja, leider eher auf Facebook, wurde kürzlich auch vom Print-Feuilleton geadelt. Fast noch schöner ist dann die Diskussion unter der Diskussion der Diskussions-Diskussion.

[via Befindlichkeiten]

 
 
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Last update: 23. Aug, 12:33
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