letzte Kommentare: / ja, aber der Klick... froschfilm / Bedeutet manuell... genium / "finanzielles Mitleid"... damals


17
September
Herbste
Jedes Jahr das gleiche, trotz Klimawandel: Ich sehne mich nach noch einem letzten Sommertag, hoffe auf noch ein paar südlichere Tage und freue mich, wenn ich noch einmal Schwimmen gehen kann. Ansonsten: Herbstdepression oder zumächst aufkommende Melancholie, weil das Jahr seinen Höhepunkt überschritten hat und es dem Ende entgegen geht. Diese abgedroschenen Metaphern scheinen so zwingend, dass ich fast nicht glauben kann, wie viele Menschen sich auf Herbst und das graue Wetter freuen. Die Qual der wenigen 40 Grad warmen Tage ist für mich schnell vergessen, aber das Gefühl der kommenden bleiernen Zeit, die auf das Ende zu geht, ist sehr klar.

 
 
16
September
Faszinosum
Die Entzauberung der Menschen mit meinem zunehmendem Alter. Früher schien es sie noch zu geben, die faszinierenden, geheimnisvollen Frauen, die anderen Welten, in denen sie lebten. Oder waren es auch damals eher Projektionen aus Literatur und Film, als echte Menschen? Heute gelingt selbst die Projektion nicht mehr, ich durchschaue die Menschen zu sehr oder, was trauriger wäre, ich treffe keine Menschen mehr, in die ich etwas projezieren könnte. Die Looks sind egal, die irgendwie krassen Charakterzüge haben sich abgeschleift, sind eher anstrengend als faszinierend geworden oder wirken verzweifelt. Lebensmut und Fröhlichkeit, die kann es noch geben, immerhin. Aber fremdartige Faszinosa - dafür habe ich wohl zu viel gesehen, leider.

 
 
15
September
Faust, 1960
Im Abi kein Pflichtstoff mehr, der Faust und deshalb nochmal geschaut. Leider kaum auszuhalten. Ja, der Gründgens Mephisto schaut ikonisch aus und ist hübsch manieriert gespielt. Aber wer kann 2 Stunden dauerhaftes Gehetze und Gebrülle ohne Variation aushalten? Selbst das arme Gretchen heult, schreit und brüllt nur. Ich hatte permanent das Gefühl, die Aufnahme läuft zu schnell, tat sie aber nicht. So kann das niemand mögen. Und ich beginne zu zweifeln, ob man wirklich vom Akzelerationismus oder eher einer ständigen Beschleunigung des Lebens und insbesondere der Medien sprechen kann, anscheinend war in den 60ern alles viel wilder und schneller.

 
 
11
September
Mathe
Der Sohn ist auf einem Mathegynmasium und bekommt folgende Aufgabe:

"Aufgabe 3: Beschreibe den Fehler möglichst mit mathematischen Fachbegriffen. Gib anschließend einen richtigen Rechenweg an."

Eine Teilaufgabe lautet: (5+5/6)*5/12=35/6*0=0

Der Sohn zermartet sich den Kopf. Die Mutter denkt eine Viertelstunde nach. Meine Mutter, die Mathelehrerin überlegt. AI gibt absurde Antworten.

Was ist die Lösung der Mathelehrerin? "Ja, der hat einfach falsch gerechnet!"

 
 
10
September
Hobbylinguist
Today I learned:
Das spezifische Wort dürfen mit der Bedeutung „eine Erlaubnis haben“ gibt es in dieser Form nur im Deutschen.

 
 
09
September
Bemühen
Sich bemühen sich zu freuen. Das klingt so traurig, aber es funktioniert erstaunlich oft sehr gut. Es gibt Grenzen und es geht auch nicht unendlich oft, aber immer mal wieder neues zu probieren, sich zu bemühen sich daran zu freuen: Das kann mehr Freude machen, als alles abzulehen, weil man das eh nicht mag und dann immer bei seinen alten Freuden zu bleiben, die aber leider nicht mehr so richtig kicken.

 
 
08
September
Witze über Namen
Hihi, ein Vogel namens Kakapo! Vom Aussterben bedroht, aber es gibt Hoffnung!

 
 
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Last update: 17. Sep, 12:18
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