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29
April
Silbersarg
Wir stehen in einer Wohnung rum, sind gerade im Aufbruch begriffen. Im Hausflur spricht uns jemand pöbelnd an, er brauche einen Sarg. So billig wie von Pappsarg24, aber in Silber. Ein Mann in unserer Runde ist Sarghändler und erklärt, dass man für Silbersärge mindestens 7000 Euro ansetzen müsse. Damit wäre das Thema erledigt, denke ich. Doch der Man ist Händler und kennt kein Aufgeben: "Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder ich schenke dir den Silbersarg" (ich bin erstaunt - was soll den dieser Vorschlag?) "oder wir handeln."
Er beginnt seine Adresse aufzunehmen, stößt dann bei jeder Zeile offensichtlich gespielte Freundenschreie aus und sagt am Ende, so einen hohen Score hätte er schon seit Unzeiten nicht gesehen. (Wir wissen alle, das die Bonität auch über Adressangaben gerankt wird.) Er nennt ihn am Ende sogar einen "Freund" aufgrund dieser Maßzszahl.

 
 
27
April
ich
Wie gut es mich doch beschreibt, dass ich als Kind in der Schule einmal als Miraculix gehen wollte und das auch getan habe. Wie mir die Helden und die Deppen schon damals zu doof waren.

 
 
25
April
Falsches im Richtigen
Zettel schreiben, um sich zu beruhigen und den Tag zu ordnen. Später fast eine Stunde auf den Zettel starren, weil man etwas nicht lesen kann. Eine Tochter haben, die es dann kann.

 
 
24
April
Wasser/Netz
Dass ich es irgendwie nachvollziehbar finde, wenn unser Wasser stotternder aus der Leitung kommt, jetzt, wo das Internet so schnell fließt.

 
 
20
April
Mitte
Wie ich in meiner Vor-Berlin-Zeit immer annahm, Berlin-Mitte könne nicht in der Mitte der Stadt liegen. Das war irgendwie zu einfach. Und eine große Stadt sei gefälligst so gewachsen, dass ihre historische Mitte nicht mehr in der Mitte ihrer aktuellen Grenzen liege.

 
 
19
April
DSL-Mann
Beim dritten Versuch hat der DSL-Mann erfolgreich neues DSL-installiert.
Und irgendwie ist ein Titanic Brief-an-die-Leser von 2008 in meinem Hirn hängen geblieben. Unten der Volltext, Plagiatsklagen sind ja eher out, aber ob sich der DSL-Mann geschmäht fühlt? Er war jedenfalls so ziemlich das Gegenteil von einsam, ein Hallodri geradezu, einer sogar, der "früher kommt", hoho, mich vom Mittagstisch nach Hause hetzen lässt, da eine Wohnung ohne Internet ja fast so schlimm wie eine ohne Strom ist, nur nicht mehr ganz so schlimm wie vor 10 Jahren, als man noch kein Internet im Telefon hatte.

Jetzt also Titanic vom Mai 2008:

Christina Stürmer!


Wohl nur einer Österreicherin ist es möglich, mit solch einem Nachnamen in Deutschland große Erfolge zu feiern. Einer Ihrer jüngsten Hits ist das schöne
Lied »Engel fliegen einsam«. Darin heißt es, wir zitieren: »Weißt du, wie die Dichter dichten? Hast du je einen gesehen? Dichter dichten einsam.« So weit, so (nicht ganz) dicht. »Weißt du, wie die Maler malen? Hast du je einen gesehen? Maler malen einsam!« Auch wieder wahr. Und dann kommt schon der Refrain: »Weißt du, wie die Engel fliegen? Hast du je einen gesehen? Engel fliegen einsam!«

Ja, so was wird gekauft. Deshalb schenken wir Ihnen, Frau Stürmer, noch
drei Strophen für Ihr Lied: »Weißt du, wie die Klempner klempnern? Hast du je einen gesehen? Klempner klempern einsam!« »Weißt du, wie der 1&1-DSL-Mann DSL installiert? Hast du je einen gesehen?« Und: »Weißt du, wie die Melker melken? Hast du je einen gesehen? Melker melken…«, na ja, und so weiter.

Honorar bitte an

Titanic

Zitat Ende.

 
 
14
April
Zeit
Umberto Eco saß draußen in einem Straßencafé, ich fotografierte ihn mit meinem Telefon, aufgrund des Digitalzooms war er kaum erkennbar. Später traf ich ihn beim Baden in einer Plansche, fasse mir ein Herz und frage, was seine These sei, wann Zeit wichtig würde. Er spricht hervorragend deutsch, doch theoretisiert mir etwas zu wild. Meinen hochoriginellen Punkt, Zeit würde dann wichtig, wenn man wenig hätte, kann ich nicht mehr machen. Eine Gruppen von Herren in dunklen Wolljackets schreitet heran und bittet den "Herren Philosophus", wie sie sich ausdrücken, zum Aufbruch. Eco folgt ihn, dreht sich jedoch noch einmal um und nestelt umständlich eine Kamera aus der Tasche, die eher wie ein Diaprojektor aussieht. Er drückt ab und lächelt verschmitzt, um seine Verschrobenheit wissend.

 
 
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