letzte Kommentare: / Machet die Tore... wuerg / 500 Jahre Reformation... wuerg / Oder der Vorbesitzer... mark793


01
Dezember
Berufserwachsen
Wenn man von jemand erwarten dürfte, dass er „berufsjugendlich“ sei, dann ja wohl PeterLicht. Nur scheint er jetzt entschlossen zu haben, lieber „berufserwachsen“ zu werden. Dafür wird er vom Feuilleton gefeiert, weil er so Kapitalismus- und gesellschaftskritisch ist. Diese kritische Haltung war aber nie besonders erhellend und tiefsinnig, sondern immer nur ein sympathischer Zug an seiner albernen Quatschmusik. Jetzt ist der Quatsch weg und es bleibt nichts Gutes mehr übrig.
Man wirft Erwachsenen oft vor sie steckten in der Midlife-Crisis, wenn sie sich noch jung und wild und albern geben. Das Sehnen nach Jugend ist aber doch total verständlich, wenn man in Erwachsenendingen nicht viel zu bieten hat. Und das haben nur wenige, ist ja auch viel schwerer als jung und wild zu sein. Deshalb: Im Zweifel lieber nicht für den Zweifel, sondern für den Quatsch. Scheißt auf den Midlife-Crisis Vorwurf, wenn ihr nichts ernsthaftes könnt (wie ich).

 
 
24
November
Whisky
Und gestern erzählt dann ein Whiskyliebhaber derart emotional und mitreißend davon, wie er zum Nämlichen wurde, dass ich ihn lieben muss und mir meine doofe Ablehnung von gestern kaum verzeihe. Allerdings: Er liebte den Whisky auf jugendliche Art, nicht professionell, erwachsen, connaisseurhaft. Darum ging's.

 
 
23
November
15
Ich wünsche mir, dass wir alle letztlich so bleiben, wie wir mit 15 waren. Dass wir die selben Ängste haben und ähnliche Träume. Wir sind vielleicht weiser, aber unreflektiert waren wir auch mit 15 nicht mehr. Unverständlich sind mir Menschen, die den Bezug zu ihrem 15-jährigen Ich verloren haben, ob bewusst, indem sie sich qua Entscheidung sehr für Erwachsenendinge wie Whisky interessieren, oder unbewusst, weil sie abgestumpft wurden, durch das Leben.

 
 
21
November
Mittelmaß 3
Mittelmaß auch deshalb, weil ich das genialisch Hingerotzte oft lieber mag als das feinziseliert Ausgearbeitete. Weil ich heimlich davon überzeugt bin, dass die guten Ideen auch ohne Polierarbeit gut sind und die Schweine auch durch Lippenstift nicht schöner werden. Fil.

 
 
19
November
Mittelmaß
Wie ich bei allem, was ich als Hobby betreibe, bewusst oder unbewusst im (hoffentlich ordentlichen) Mittelmaß hängenbleibe: Photographie, Film, die Texte die ich schreibe, die Tänze, die ich tanze. Wie mir mehr Anspruch immer als zu angestrengt oder anstrengend vorkommt, wie ich immer hoffe, mich im Laufe der Jahre noch zu bessern, aber ohne jeweils die nötige Energie aufzubringen, um die letzten 20% zu erreichen, die für Exzellenz nötig wären - weil ich das schon im Ansatz gar nicht möchte. Ich müsste mir bessere Objektive für meine Kamera kaufen, dann wären die Photos schon besser. (Aber richtige Photokünstler können mit ihren Telefonen Kunstwerke schaffen, denke ich.) Ich könnte vor dem Schreiben einen Plot arrangieren, oder Witze suchen, die wirklich zünden. Will ich aber nicht, muss ich auch nicht. Wie Angestrengtheit als das größte zu vermeidende Übel scheint, weshalb ich vermutlich im Powerpoint-Karaoke so gut performe.

 
 
16
November
Alles. Immer.
Es gibt so Leute die sagen, sie wollten alles vom Leben. Meistens machen sie dann irgendwas und sind sprunghaft. Kontinuität und Ruhe haben sie schon mal nicht. Oft wirken sie auch nicht zufrieden, was ja auch klar ist, wer immer alles will, kann ja gar nicht zufrieden sein. Ich habe noch viel mehr als diese Leute. Ich habe eine Familie und damit Erdung und Kontinuität. Ich kann aber alles andere, was sie so machen in Häppchen auch genießen. Ungekehrt können sie keine Familie in Häppchen haben. The grass is always greener on my side.

 
 
15
November
Spendenmoral
Sparsam zu Leben und nach seinem Tod einen Großteil des Vermögens zu spenden ist vermutlich sowohl folgen- als auch gesinnungsethisch besser, als jedes Jahr den gleichen Anteil direkt zu spenden. Man könnte, bei guter Geldanlage, mehr bewirken und man wäre weniger in Gefahr, sich in seiner eigenen Wohltätigkeit zu sonnen. Dennoch wirkt der schnelle Spender großzügiger, vermutlich weil die Einschränkungen seines sparsamen Lebens direkter mit der Spende in Zusammenhang gebracht werden.

 
 
14
November
Tage wie dieser
Drei Menschen lächelten mich auf dem Fahrrad an und zwar ohne dass ich Ihnen irgendwie seltsam im Weg war. Sie scheinen etwas zu wissen oder mich zu verstehen, mit mir etwas lächerlich zu finden, heute.

 
 
24
Oktober
After

Heute, beim Auftragen der Nivearasiercreme wieder daran gedacht. Mist, schon gepostet. Ich sollte mal wieder originellere Gedanken haben.

 
 
23
Oktober
WoE
Ein Wochenende voller Menschen, Möbel und, nein, nicht Mösen sondern Medien.

 
 
Online for 4872 days
Last update: 18. Dez, 08:39
Status
You're not logged in ... login
Schubladen