letzte Kommentare: / Einfach ausprobieren!... damals / Njet. Geil. froschfilm / Wussten Sie schon c. fabry


17
Juni
Don
Wir fahren unter einer Schranke durch, die sich schon senkt. Dahinter steht Don Johnson, dem das missfällt. Ich weiß, dass der Fahrer ein Faible für diesen Don hat, sich aber niemals trauen würden ihn anzusprechen. Ich selber weiß kaum, wer Don Johnson ist. Er kommt zu uns und schimpft, ich verwickle ihn in ein Gespräch, muss dabei aber zugeben, dass ich gar nicht so recht weiß, wer er ist. Er solle mal einen Film nennen, den ich kennen könnte. "Cobra 11" meint er und scheint sich fast zu freuen, nicht an einen Fan geraten zu sein. "Ah, dieser Knight Rider Verschnitt" denke ich. Zufällig habe ich ein Darda-Auto von KITT in der Hosentasche, das lasse ich effektvoll den Hang herunterbrausen. Es ist schnell, aber auch witzlos. Ich sage: "Jaja, als erwachsener muss man heutzutage ja etwas kindisch sein. Aber eigentlich will man damit nur zeigen, wie viel Energie man hat. Wirklich Spaß machen diese Kinderdinge ja doch nicht." Wir verabschieden uns, das Überfahren der Schranke ist verziehen.

 
 
08
Mai
Helium
Zwei männliche Kollegen in ihrem "cis-Urlaub" schaffen es auf Schloss Würzburg, durch geschicktes Einsaugen der CO2-Dämpfe aus ihren Sprite-Gläsern quäkende Helium-Stimmen zu bekommen.

 
 
23
Januar
Project F
Ein Startup namens "Frankenstein" löst das Problem, Logos der Bundesdruckerei von Briefköpfen zu entfernen. Wenn man nur 1% der Briefe dieser Druckerei als Auftrag bekomme, seien schon Millionen gesichert. Und ein Logo entfernen sei keineswegs banal. Man denke nur an McDonalds. Wenn das ikonisch "M" einfach entfernt werde, bleibe oft dennoch ein rotes Quadrat. Auf den Briefen der Bundesdruckerei ist allerdings nur ein verschmiertes schwarz-weiß Logo in Fax-Qualität zu sehen. Ich verstehe das Problem und seine Lösung überhaupt nicht, aber das Startup schwimmt im Geld.

 
 
19
Januar
Abhänge
"Frauen, für die es wahnsinnig gut am Laufen ist, sagen, dass ein Buch auf dem Hintern einer Frau immer mindestens 45 Grad geneigt sein muss."

 
 
06
November
Die Bosheit der Frauen
Wir gingen vom Strand zum Ferienhaus, als ein Auto beim Rückwärtsausparken fast die Böschung herunterrutschte. Natürlich wollten wir helfen. Seile holen, Auto gemeinsam wieder raufziehen. Im Ferienhaus war das äußerst attraktive Mädchen, der ich versprochen hatte, mit ihr die französisch Aufgaben durchzugehen. Ich war gut in französisch. Doch jetzt galt es erstmal, das Auto aus dem Dreck zu ziehen. Dachte ich. Doch sie stellte mich vor die Wahl und spielte sehr beleidigt. Natürlich wollte ich unbedingt an sie ran, das wusste sie auch. Es ging mir darum, das Richtige zu tun. Autorausziehen und Französischnachhilfe verschieben wäre das Richtige, doch so einfach ließ sie mich nicht raus. Ihr divenhaftes Auftreten brachte mich schließlich dazu, den anderen, die schon zum Auto eilten, hinterherzurufen, sie sollten sich bei mir melden, wenn sie meine starke Unterstützung bräuchten. Ich wusste, dass ich schwach war und mein Einsatz nicht entscheidend sein würde. Doch der überaus attraktiven Schnepfe passte auch das nicht. Sie wollte mich für sich alleine, ohne Option auf einen Absprung. Es ging ihr nicht um Lösungen, es ging um ihre Gefühle oder auch um Macht.

 
 
30
Oktober
Kirchen-Channel
Das Problem: Die traditionellen Werbekanäle "konvertieren" nicht gut genug.
Die Lösung der Office-Managerin: Kirche geht immer.

 
 
07
Oktober
Milde Manie
Im Leben mehr Chaos zulassen, dafür vom Aufräumen träumen.

 
 
28
September
Raufasermuseum
Wir fahren mit dem Regionalexpress von Berlin nach Ingolstadt, ich wundere mich, wie nah das ist. Dort besuchen wir das Haus von Don Alfonso, alle Türen stehen offen, im dunklen Haupthaus schauen wir uns um, werfen dann aber unsere Sachen auf ein Bett im neueren, helleren Nebengebäude. Wir schauen nochmal tiefer ins Haupthaus, treffen dort Andrea Diener und den Don, der einen kumpelhaft bayerischen Zungenschlag hat und uns durch Haus und Garten führt. Über seinen Brunnenanlagen muss ich klettern, zu reizvoll ist das schwimmende Gestänge, welches er dort installiert hat. Das Nebenhaus sei ursprünglich sozialer Wohnungsbau aus den sechziger Jahren gewesen, die Stadt wolle jetzt ein Museum daraus machen und mit vier Flutlichtern die historische Raufasertapete beleuchten. Das er nicht lache, niemals werde er das zulassen.

 
 
22
September
Avocadoverarmung
Dass Avocado-Brot immer dick, krustig und gestohlen oder geschenkt ist. Kaufen würde ich das ja niemals.

 
 
17
September
Jugendwort "Nin"
Wir saßen in meinem alten Wohnheimszimmer, für das ich noch immer die 163 Euro Miete zahlte, um mir den Luxus einer Zweitwohnung zu gönnen. Die jungen Kollegen kamen von einem Badespaß, dessen Hauptattraktion daraus bestanden hatte, sich von einer ungewöhnlichen breiten und starken Fontäne meterweit in die Luft schleudern zu lassen. Dabei filmte man sich, naturgemäß, mit einer GoPro Kamera. Beim Betrachten der Filme lobte man sich kreischend: "Ey, voll Nin!"

 
 
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Last update: 22. Jun, 12:23
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