letzte Kommentare: / Machet die Tore... wuerg / 500 Jahre Reformation... wuerg / Oder der Vorbesitzer... mark793


13
Dezember
Unternehmenskultur
Riesige Adventskränze aufhängen, bei denen aber keine Kerze jemals angezündet wird.

 
 
29
November
Leistung, Bildung
Warum hatte eigentlich ein Staat wie die USA, in dem sich Leistung vermeintlich lohnte, ein Bildungssystem mit schlechter Leistung, während einer, wo alle gleich sein sollten, Arbeiter und Bauern gar, ein sehr leistungsfähiges?
(Das kann man so pauschalisieren, sag ich mal.)

 
 
26
November
Mögenskriterien
Ich will ja doch irgendwie, dass die Sachen, die ich mag, auch von jungen Leute gemocht werden. Sie sollen am Puls der Zeit sein und nicht hauptsächlich Grauhaarige zum Ausflippen bringen. Das Problem dabei: Die Jugend mag hauptsächlich doofe Sachen.

 
 
27
Oktober
Mach
Ich bin ja Feminist, Frauenversteher, domestizierter Mann, wir teilen Haushalt und Kinder streng 50:50, aber ich liebe die Frauen, bewundere sie, bete sie an, fühle mich magisch angezogen. Bisher habe ich es, ob aus Anstand, Korrektheit oder Verklemmtheit meist vermieden, mit anderen Männern diese Bewunderung zu teilen. Das wird ja auch meist cheesy, es ist schwer die Balance zwischen Bewunderung und geifernder Objektivierung zu halten, schon alleine, schwieriger zu zweit, unmöglich in größeren Runden. Der Anbetung weiblicher Schönheit aber angemessen Ausdruck zu verleihen, kann im Kern nicht falsch sein, man muss nur besonders aufpassen. Bei der Anbetung weiblicher Intelligenz oder Humor oder was auch immer ist die Klischeefalle weniger gefährlich.

 
 
18
Oktober
Räume räumen
Dass man das Konzept "Raum" in Form eines Wohnungszuschnitts kaufen kann, ist zwar nicht erstaunlich, weil man alles kaufen oder mieten kann, aber die Form der Luft zwischen Mauern, die man dann zeitweise nutzen darf, oder auch die Leere, die der Staat seinen Bürgerlein schenkt, das ist schon herrlich abstrakt und gleichzeitig viel konkreter als alles, was wir sonst so tun oder haben.

 
 
02
Oktober
Weib
Warum sind eigentlich nicht schon immer alle Actionhelden weiblich? Das schauen sich doch wohl die meisten Männer und Frauen lieber an.

 
 
03
September
Telefon?
#tvduell Anscheinend rufen sich diese Politiker auch weltweit dauernd an. Das scheint extrem ineffizient, könnten die nicht irgendwie technisch klüger kommunizieren? Immer alles eins zu eins bequatschen, wollen die das etwa so?

 
 
19
Juni
Duz-Vornamen
Einer der ersten Einträge in meiner Textdatei voller dummer Ideen rät mir einen Eintrag über "Duz-Vornamen", "Top-Terroristen" und "Saddam" zu schreiben. Heute duzt sich jeder, aber Saddam würde vielleicht nicht mehr so schamlos nur beim Vornamen genannt.

 
 
17
Juni
Erdnusslocken
Wie mir jemand, auf dessen Urteil ich viel gebe, obwohl es genauso oft daneben liegt wie es ins Schwarze trifft, dabei aber immer mit Verve vorgetragen wird und unbedingt beachtenswert ist, noch in den Neunziger Jahren erklärte, warum Erdnusslocken strikt abzulehnen seien. Ich fand das sofort nachvollziehbar, obwohl sie natürlich gar nicht mal schlecht schmecken und auch keinen böseren Inhalt als Chips haben. Aber so mit Luft aufgeblasene Erdnüsse in dieser dicklich gekrümmten Form - das war eindeutig abzulehnen, auch wenn es schwerfällt für die Ablehnung wirklich Gründe zu formulieren. Ästhetische Urteile fallen mir deshalb normalerweise eher schwer - umso mehr Spaß macht es, wenn Urteile eindeutig und klar zu sein scheinen und ich soweit gehen kann, alle, die widersprechen wollen, als verirrt anzusehen. Ebenso leicht ging es bei Schlipsen und kurzärmligen Hemden und Max Giesinger. Über Socken und Sandalen braucht man ja nicht mehr reden.

 
 
23
Mai
Museumstexte
Ich war im Museum. In der Kolonialismusausstellung, die jetzt rum ist und gut war. Nicht sehr gut, Museen finde ich eigentlich nie sehr gut. Meine Begleiter waren hochgebildete Menschen und Kinder und alle waren sich einig, dass die Erklärungen in so genannter "einfacher Sprache" eindeutig die besseren waren. Sie boten Einordnung und Kontext, waren klar und präzise und sogar amüsant. Sowas gelingt Museumsprosa sonst fast nie. Meistens ist der Text faktengeladen, anklagend und anstrengend. Ein Unding, besonders bei Texten, die man in Großgruppen von Wänden abliest.

 
 
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Last update: 18. Dez, 08:39
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