letzte Kommentare: / Ja, so ist das wohl.... froschfilm / Es könnte auch... damals / Danke für die... froschfilm


30
September
Computer Horror
Ich kenne mich ein bisschen aus, mit Computer. Früher habe ich ISA Karten ein gebaut, Interrupts gesetzt und die config.sys Datei optimiert. Eine Weile lang dachte, ich alles würde immer einfacher, die meisten Firmen und Menschen hatten kapiert, wie wichtig eine gute Nutzererfahrung ist. Die Schule meines Sohnes und ein HP Drucker haben mich eines besseren belehrt. Nun gut, an der Schule ist vermutlich einfach ein Bastler am Werk, der ein Shop-System dazu umgebogen hat, dass man damit AGs für die Schüler buchen kann, inklusive doppelter digitaler Signatur und Gutscheinen auf QR Codes, stundenlang verzögerten Bestätigungsmails und wilder Aufregung unter allen Eltern. Warum die Kinder ihre AG Wünsche nicht einfach auf einen Zettel schreiben konnten, wurde nie erklärt.
Dann HP: Es gab sage und schreibe 4 HP Apps auf dem Windows PC und zig widersprüchliche Webseiten, unterschiedliche Bezeichnungen für den Drucker, einen sinnlosen AI Assistent, überall wurden immer grüne Häkchen angezeigt, aber gedruckt wurde nie. Einzig die komplette Entfernung von allen HP Programmen brachte die Lösung.
Die alten Zeiten sind doch noch nicht vorbei. (Ok, vielleicht ist hier auch Windows das Problem, vom iPhone via AirPrint wurde immer problemlos gedruckt.)

 
 
23
September
Herbstfrieden
Immer noch: Die Friedlichkeit des Landes am Morgen, vom langsam gleitenden ICE durch das frühherbstliche Grau betrachtet. Schrebergärten an Bahnstrecken, gibt es etwas friedlvolleres? Die Wut sieht man nur, wenn es wirklich, wirklich zu spät ist. Vermutlich fühlen sich auch die USA im Nebel nicht so gespalten an, wie es sich politisch darstellt. Und vermutlich mögen sich die meisten Menschen auch, quer über alle Lager, solange man die Politik draußen lässt. Liberalismus könnte ein Friedenstraum sein, stattdessen wird er gehasst.

 
 
11
September
Mathe
Der Sohn ist auf einem Mathegynmasium und bekommt folgende Aufgabe:

"Aufgabe 3: Beschreibe den Fehler möglichst mit mathematischen Fachbegriffen. Gib anschließend einen richtigen Rechenweg an."

Eine Teilaufgabe lautet: (5+5/6)*5/12=35/6*0=0

Der Sohn zermartet sich den Kopf. Die Mutter denkt eine Viertelstunde nach. Meine Mutter, die Mathelehrerin überlegt. AI gibt absurde Antworten.

Was ist die Lösung der Mathelehrerin? "Ja, der hat einfach falsch gerechnet!"

 
 
26
August
Reisen bildet
Mein Fazit der Asienreise: Ich liebe europäische Städte. Solche mit altem, gewachsenem Stadtkern, der lückenlos Geschichte ausstrahlt, aber kein Museum ist. Hoffentlich werden sie nicht vollständig zum Museum der Welt.

 
 
21
Mai
Jugend/Mut
Immer die Behauptung, in der Jugend sei man mutig, hätte das Gefühl, die Welt stünde einem offen, man könne alles ändern, es gebe eine Leichtigkeit. Hier wieder. "Wie es war, im Jahr 2001 fünfundzwanzig zu sein" Gerne gepaart mit Berlin Post-Wende Nostalgie. Das mag ja für manche coole Säue so gewesen sein. Bei mir und manch anderen steigt der Mut er mit dem Alter. Also bitte aufhören, dieses Gefühl der Jugendmut als allgemeingültige Wahrheit zu präsentieren.

 
 
28
April
Zeit
Die Zeitung "die Zeit", ich mochte sie mal, in den Neunzigern, sie vertrat angenehm liberale Positionen und öffnete mir intellektuelle Welten. Und es gab den Dilbert Comic und Sondermann im Zeitmagazin, irgendwie unverständlich anders und daher interessant. Herdentrieb, das war ein guter Blog auf Zeit online! Dann gab es eine Phase, in der mir die Zeit alle paar Monate Gratisabos schenkte und mir damit endgültig klar machte, wie dünn sie geworden war. Anstatt erhellender Analysen, werden die graumelierten Herren beschrieben, die in gläsernen Gebäuden dahinschreiten.
Aus Gründen hörte ich jetzt den Zeit-Wirtschafts-Podcast "Ist das eine Blase". Leider ging nichts davon über Zeitungsheadlines hinaus. Dünnlich dümmliche Statements, unangenehme Stimme, nichts gelernt. Dann lieber wieder Dwarkesh Patel der immer schlauer wird.

 
 
24
April
Hobby Linguist
“One issue with French is that it’s syllable-timed, meaning that in French, every syllable is roughly equivalent in length,” he writes. Meanwhile, in English the syllable lengths vary. Sidnam argues that these differences make them ideal fits for specific music genres. French is naturally disposed to the smooth beats of electronica, while English electronic music (like Aphex Twin) tends to sound more “rhythmically chaotic.” English’s variable syllable length makes it a perfect fit for rock’s emphasis on the second and fourth beat."

Aus einem Werbe-Newsletter:
https://medium.com/blog/music-is-in-the-math-that-holds-the-universe-together-58437f74ae33

 
 
13
März
HTML
Ich bin ja wirklich kein Software-Entwickler, aber was war in den Köpfen, die sich HTML ausgedacht haben? Warum denkt man sich eine zwanzigmal kompliziertere Variante aus, Links und tags zu setzen, als nötig? Oder ist das gar nicht offensichtlich und der Markdown-Erfinder war genial?

 
 
25
Februar
Sexus
Männliche cis Geschlechtlichkeit ist vermutlich in sich toxisch. Zivilisation heißt, sich davon lösen zu können. Zivilisation ist ein Erfolgsmodell.

 
 
07
Januar
Hobbylinguist
"Ich mach dich fertig!" meint etwas komplett anderes als "Ich mach mich fertig!". Es meint eher "Ich mach mich total fertig!" anstatt "Ich mach mich nur noch schnell fertig."
Fast so gut wie der Unterschied zwischen umfahren und umfahren.

 
 
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