letzte Kommentare: / Wenn die immer überall... froschfilm / Mir gehen schnelle... c. fabry / semantische feinstofflichkeit... vert


25
April
Fil
Fil ist deshalb der beste Bühnenkomiker, weil er unlustige Sachen am lustigsten von allen erzählen kann und dabei immer den Spagat aus Planung und Improvisation ideal hält.

 
 
09
April
Allahu Akbar
Gott mag groß sein, wenn es ihn gibt, aber good old Ludwig van Existenz ist verbürgt und er ist groß. Er ist und bleibt für mich der einzige, der es auch derart mit der Darstellung von Größe übertreiben darf, weil er da nämlich mithalten kann und bei allem Pathos ja schon auch zwinkert und seine Scherzi treibt.

 
 
12
März
Sämigkeit
Nicht nur haben Nivea, Philadelphia und Nutella exakt die gleiche Kundengruppe, auch ihre Konsistenz und in Grenzen ihr Geschmack sind Variationen eines Themas.

 
 
22
Februar
Verhältnisse
Kapitalismus bedeutet ja, Dinge zu machen, für die man sich Geld leihen muss. So grandiose Sachen dabei rauskommen, so inhärant unseriös ist das auch, Geld auszugeben, dass man nicht hat. Natürlich haben's die Italiener erfunden. Und natürlich ist Seriosität das falsche Kriterium - weder als Mensch noch als Gesellschaft will man ja seriös sein. Wie es die Kapitalisten/Banker aber geschafft haben, im unseriösesten aller Geschäfte seriös zu wirken und sich (teilweise) sogar selbst dafür zu halten, ist beeindruckend schizophren. Trump musste irgendwann passieren.

 
 
15
Februar
Von hinten
Über Menschen lästern, wenn man nur deren Rückansicht kennt, ist dann doch zu unfair. Für eine ordentliche Portion Vorurteile braucht's wohl mindestens das Gesicht.

 
 
08
Februar
Musterkennung
Am verdrehtesten ist die zwangehafte Mustererkennung menschlicher Wahrnehmung ja wohl eindeutig bei der Interpretation von Kurven und Kanten von Autokarosserien. Welche sinnlichen Merkmale und Körperteile da gesehen werden - jedes Ergebnis maschinellem Lernens das auch nur annähernd in diese Richtung ginge, würde als total fehlkalibriert angesehen. Und auch bei uns ist das ja eigentlich eine völlige Fehlkalibrierung, die von Autokonzernen ausgenutzt wird. Noch irrer ist wohl nur noch die emotionale Deutung von Farben. Steile These: Als wirklich menschenähnlich werden wir künstliche Intelligenzen erst empfinden, wenn sie unsere verdrehten Wahrnehmungen und Schlüsse nicht nur nachahmen, sondern das auch aus den selben Gründen und mit der selben Historie tun. Was bei uns Artefakte sind, müsste bei den AIs auch Artefakte sein und nicht gelerntes Wissen.

 
 
25
Dezember
Diversität
Unter Diversity könnte man auch die Freunde und Verwandten einstufen, mit denen man vermutlich niemals arbeiten würde und die man auch sonst nicht kennenlernen würde. Die Diversität im Meinungsspektrum wird vermutlich größer sein als bei den üblichen Verdächtigen Diversitätsbefürwortern.

 
 
24
Dezember
Trotz
Künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen wird uns in vielen Bereichen helfen und einige menschliche Arbeit ersetzen. Aber, meine These des Tages, wirkliche Intelligenz setzt vermutlich Trotz voraus. Eben genau das nicht machen, was man gesagt bekommt. Und zwar aus eigenem Antrieb machen. Vielleicht kann man sowas in die Lern-Algorithmen auch einfach reinprogrammieren - dann wird aber das Training der Software noch anstrengender und sie notgedrungen auch "böser". Vielleicht verpasst man aber auch den Kern der Sache, wenn Trotz einfach in den Lernalgorithmus fix eingebaut wird. Der Trotz muss sich ja auch zu intelligentem Trotz weiterentwickeln.
Eine vollkommen nette und gleichzeitig hohe allgemeine Intelligenz ist jedenfalls schwer vorstellbar.

 
 
22
Dezember
Relevanz
Wie wir notgedrungen immer Informationen unterbewerten, die wir nicht verstehen. Wir damit alle immer fast alle relevante Information unterbewerten. Vielleicht ist deshalb alles so scheiße - und auch so schön. Weil, dieses "menschliche", was alle immer wollen, das ist ja eigentlich nur Dummheit und Imperfektion.

 
 
21
November
Phil
Ein Freund bemerkt zu Recht die inhärente Aussichtslosigkeit aller Philosophie und wie leicht man Erkenntnisgewinn und Spaß in der Literaturwissenschaft haben könnte. Bücher lesen, die man mag und die irgendwodrauf beziehen, das fetzt.

 
 
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Last update: 25. Apr, 16:05
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