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07
April
Lego-Leid
Es könnte sein, dass mir Lego gar nicht so sehr gefällt, wie ich das gerne vor mir behaupte. Dass es mich sogar eher ärgert und langweilt, dieses Teilesuchen und zusammenstecken. Ich will es aber doch lieben, gerne mit den Kindern bauen und vor mir selbst konsistent bleiben. Das, was angeblich Menschen nicht können: Über die Zeit konsistent bleiben scheint mir wichtiger als konkrete Freuden. Deshalb auch immer Party, trotz der Langeweile.

 
 
18
März
Smart by Luck
Smoothester move meines Lebens: Ich habe letzte Woche aus Versehen zwei Klopapierpackungen gekauft.

 
 
24
Februar
Flucht
Wahrnehmungsverschiebung: Irgendwie ist die Fluchtpunktperspektive der Welt oder meiner Augen heute extremer als sonst.

 
 
05
Dezember
Seltsamkeit
Die zustimmenden Blicke der Kollegen als ich einen Bug melden will und sage: "Ich hab ein seltsames Verhalten".

 
 
15
November
Reisemüdigkeit
Es gibt keine angenehmere Art zu reisen, als mit dem Zug. Aber auch da gibt es einen harten Punkt, ab dem die Reise körperlich schlaucht. Bei mir sind es exakt 8 Stunden. Werden die überschritten, bin ich nicht mehr fit.

 
 
01
November
Preis/Leistung
Schnell noch eine Salzstange vor dem Essen beweist mir: Nirgendwo sonst ist das Verhältnis aus Genuss und Preis besser. 39 Cent für eine Packung, 100% Genuss. Die besten Dinge im Leben sind doch nicht kostenlos.

 
 
21
Oktober
Genüsse
Was mich am meisten verkrampft, könnte die Tatsache sein, dass ich die Genüsse des Bürgertums allesamt zutiefst verachte, dann aber doch in so bürgerlichem Kontext lebe und mir die pubertäre Auflehnung dagegen so wohfeil-falsch erscheint, dass ich zu ihrem Genuss regelmäßig gezwungen bin.

 
 
15
September
V wie Venezia
Vorteil von Venedig als Drehort: Die Filme altern gut, es gibt keine Autos, deren durchschnittliches Baujahr man erkennen können. Nun gut, man könnte einen Blick für Mode und Farben haben. Aber ich bin ja nicht man.

 
 
16
August
Egalitarismus
Ich habe eine tief verankterte Abneigung gegen jede Form des Elitismus, oder anders formuliert, stark egalitaristische Präferenzen. Menschen, die "wegen der Leute da" ungern S-Bahn fahren, sind mir unsympathisch. Privatstrände, exklusive Feiern, versnobtes Essen, wissenschaftlicher Jargon oder Conaisseurtum beim Wein oder Musik: Nicht mein Ding - alles soll allen zugänglich sein, sonst gefällt es mir nur sehr selten. Guter Mainstream ist mir lieber als geschraubte Kunst, weil er alle vereinen kann. Subgruppen, die sich, oft mit mildem Stolz, selbst als solche bezeichnen, selbst wenn sie niemandem Böses tun, sind mir suspekt. Warum wollen sie sich abgrenzen? Blogger, Rollenspieler sollen alle ihr Ding machen dürfen. Demonstriert werden soll auch. Aber immer wenn nur ein "wir" gegen "die" zu erahnen ist, schwindet meine Sympathie und ich fühle leichtes Unbehagen. Ähnliches Unbehagen allerdings auch, wenn sich alle einig sind. Ich weiß nicht was ich will.

 
 
08
Juli
Fußball ist nicht so meins
Erst nach 10s merken, dass mit Bernd Ulrichs Selbstbezeichnung "Schalker" wohl doch nicht eine ironisch-altertümliches Wort für einen zum Scherzen aufgelegeten Charakter, sondern die Bezeichnung für einen Fußballfan von von "Schalke 04" gemeint ist.

 
 
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Last update: 9. Apr, 15:45
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