letzte Kommentare: / Ich kriege auf Twitter... mark793 / 10 Minuten nach... damals / Gute Frage damals


22
November
Kaputt
Ich höre zum ersten Mal Soloalbum, mag es auch sehr, beim Lesen hat es mich nicht ganz gepackt, aber Hören: Sehr gut.
Auffällig dabei, wie sich die Medienwelt verändert hat. Internet war noch kein ernstes Thema, nur eines für VHS-Kurse. Höhepunkt: Die Schwester spielt Stucki Popsongs am Telefon vor. Wie schön das war, selbst in völliger Einsamkeit spricht er mit seiner Schwester und sie spielt im Lieder vor!

 
 
02
November
Liebe auf den ersten Blick?
Wie der fünfjährige Sohn umständlich fragt, wen ich denn am liebsten hätte, von allen, die ich überhaupt nicht kennen würde.
Ich erkläre ihm, dass man niemand lieb haben könne, den man nicht kennt. Er widerspricht und argumentiert mit dem neuen Mädchen in der Kita, dass er sehr lieb habe, mit dem er aber nicht spielen könne, da er zu schüchtern sei. 1:0 für ihn.

 
 
25
September
Vorurteile lesen
Berühmte Autoren sind Künstler darin, Physiognomien und Gesichter so zu beschreiben, dass die Beschreibung mit Bedeutung aufgeladen wird. Braven Bürgern wie mir wurde anerzogen, keine Vorurteile zu haben. Daher sehe ich in Gesichtern nichts - und wenn ich etwas sehe, verbiete ich es mir sofort, weil es ja im wörtlichen Sinne ein Vorurteile wäre.

 
 
09
April
Bullish
Um schneller zu radeln, höre ich alte Lieder - wenn ich Zeit habe, läuft Marcel Proust. Heute aber: Die Bullshit-Poesie der frühen Songs von Mando Diao. Es ist die perfekte Lösung für Rocksongs. Irgendwelche englischen Phrasen, ein paar Reime, aber keinerlei Sinn. Sinn in Songs, wer braucht das schon?

 
 
14
Dezember
Proust kann's
Ich höre mich weiterhin durch die verlorene Zeit, auch wenn ich gelegentlich, wenn es zu sehr um Tanten und Blumen geht nicht weiß, warum. Bei solchen Stellen weiß ich es dann doch wieder. Wo hat man jemals derart grandios kochende Milch beschrieben?

"Wer völlig taub geworden ist, kann nicht einmal neben sich Milch in einem Kocher erhitzen, ohne mit den Augen, bei geöffnetem Deckel, dem weißen, hyperboreischen, schneesturmähnlichen Reflex aufzulauern, jenem Warnsignal, dem man klüglich dadurch Rechnung trägt, daß man - wie der Herr den Wogen gebietet - den Stecker herauszieht; denn das aufsteigende, spastische Ei der kochenden Milch ist schon dabei, mittels einiger steiler Wölbungen seinen Höchststand zu erreichen, schwillt an, bläht ein paar halb gekenterte Segel, die der Rahm faltig aufgeworfen hatte, entsendet in den Sturm noch eines aus Perlmutt, das der Stromunterbruch zusammen mit allen anderen, wenn das elektrische Unwetter rechtzeitig beschwört wird, um sich selbst kreisen und, in lose Magnolienblüten
verwandelt, endgültig abdriften lassen wird. Hätte der Kranke aber nicht schnell genug die nötigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, würden seine Bücher und seine Uhr bald von der milchigen Springflut verschlungen und kaum mehr aus dem weißen Meer hervorragen, so daß er seine alte Bedienstete zu Hilfe rufen müßte, die ihm, wäre er selbst ein berühmter Politiker oder ein großer Schriftsteller, erklären würde, er hätte nicht mehr Verstand als ein fünfjähriges Kind."

 
 
23
Juli
Heimat
Meine mit den Jahren wechselnden Heimatgefühle: Als Kind war das große Heimatfest noch Jahreshöhepunkt, fast auf einem Level mit Weihnachten. Zu Abizeiten dann Partyanlass, durchfeierte Nächte, draußen im Sommer. Mit etwas Abstand schien es rückständig provinziell und dumpf, doch immer war auch eine Sympathie dabei, es waren und sind immer gute und anständige Menschen gewesen, dort in der Heimat, ich musste ihren Geschmack und Stil nicht teilen um das zu sehen und zu schätzen. Mit den Jahren wuchs dieser Anteil, bis ich die unglaubliche Energie und Liebe, die in dieser provinziellen Form des Feierns liegt, wirklich schätzen konnte, die im Übrigen auch zu einer Perfektion im Detail führt, wie sie anonymere Feiern in Metropolen kaum bieten können, weil man sowas, oh Kitsch lass nach, für Geld nicht kaufen kann. Weiterer Pluspunkt des Alterns: Jetzt kann ich auf die Veranstaltung und insbesondere die Jugend mit einem verklärenden "Hach!" blicken und das macht Freude, denn dazu passt die Position des Beobachters. Und ich bin der Beobachter (TM).

 
 
28
November
Sunk Faces
Strahlend in sich und in Musik versunkene Mädchengesichter.

 
 
22
November
Fahrer
Filmprojekt: Eine 2 Minuten Collage, die nur zeigt, wie sich Tramfahrer freundlich gegenseitig zuwinken. Dabei wird ihre Kollegialität und Wärme als Refugium im bösen Kapitalismus deutlich gemacht.

 
 
25
September
Peng
Die gleiche Strecke wie vor 3 Jahren fahrend, freue mich die genialischen Reimzwirbel von Käptn Peng genau wie früher, weniger seine esoterischen Belehrungen, aber die meint er, so ahne ich, selber nicht völlig ernst.

 
 
09
September
Troy
As a boy
I met Zeus
right in Troy
- we had juice.

 
 
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