letzte Kommentare: / Ich kriege auf Twitter... mark793 / 10 Minuten nach... damals / Gute Frage damals


30
November
Konzerte
Bei jungen Bands geht Haltung über Können, bei alten ist es umgekehrt. Am besten ist natürlich immer beides, wie bei Ludwig.

 
 
07
November
Kap
Die immergleiche Pollesch Suada über die Leere des Kapitalismus und das Fehlen der Utopie kann man sich zwar einmal im Jahr geben und es kommt auch immer was Nettes dazu, diesmal der Friedrichstadtpalast. Spannender fände ich aber zur Abwechslung eine stilvolle Preisung der Freiheit des Kapitalismus und der Schönheit der Abwesenheit von Utopien. Im Kapitalismus muss jeder seine eigene Utopie schaffen, der Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit gelingt nur wenigen, aber wenn die Mehrheit eben Bio-Fenchel bei Netto kaufen will, dann ist das eben so und nicht besonders traurig. Sehr vieles läuft falsch im Kapitalismus, alles muss besser werden, aber es ist ein Glück, dass er so sinnleer und frei von Utopien ist. Nur seine Preisungen sind meistens leider so geschmacklos.

 
 
04
November
Joke
Der neue Joker also. Konsequent gemacht, keinerlei Fehltritte, sehr fein.
Allerdings packt er mich nicht, er zeigt keine Hintergründe, hat kein Ziel und keine Haltung, auch wenig Action. An solchen Sachen ist er erkennbar nicht interessiert. Wenn man das akzeptiert, bekommt man einen Film, der so genau gearbeitet ist wie nur wenige.

 
 
18
Oktober
Haiku
Die Freude, wenn bekannte Legoteile in völlig neuem Kontext verwendet werden. Da hüpft mein Herz, weil mein Verstand die Schläue der Ingenieure bewundert.
Ähnlich bei großer Kleinkunst, die häufig in strengem formalen Rahmen entsteht.

 
 
12
Oktober
Bon
In der künstlich abgerundeten Stimme der frühen Lieder von Beyoncé kann man die Nachwirkungen der Bonbon-Neunziger förmlich hören. Die Welt ist rauer geworden, seitdem.

 
 
08
Oktober
Erwartungsmanagement
Die Elbphilharmonie in Hamburg ist beeindruckend. So einem Gebäude verzeiht man leicht die verzögerte Eröffnung, insbesondere wo sie so charmant inszeniert wurde. Beim Berliner Flughafen wird das Verzeihen schwieriger, das wird einfach nur ein Flughafen.
Ein Problem hat die Elphi aber doch: Wenn man in Hamburg ist, will man sie angucken, geht dann rein in die Plaza und ist enttäuscht:Die Wände sind ja ganz normale weiße Wände! Und die Lampen sind simple Glaskugeln! Da wäre doch mehr gegangen, da wird innen nicht gehalten, was außen versprochen wird. Vermutlich ist das aber auch wieder klüger gemacht als ich: Die wahre Attraktion ist der Saal, vorher will man etwas tiefstapeln. Und in den Saal läßt man die Schaulustigen nicht einfach so rein.

 
 
30
August
Schöne Künste
Vor allen Hobbies beneide ich die Musik, als Ode an die Schönheit an sich, in ihrer abstraktesten Form, am meisten. Jede, die sich Zeit für Musik nimmt, huldigt der Schönheit - und ich huldige damit ihr. Und mit ihr meine ich jetzt ihn, den Künstler. Gendern kann schön sein, wenn man einfach wild die Geschlechter durcheinander würfelt. Das stört niemals den Fluss, verwundert aber gelegentlich doch, aber zu Recht.

 
 
11
Juni
Routine, Expertise, Inspiration
Gestern beim Reel Big Fish Konzert gewesen. War jut jewesen, lustige Musik mit Hörnern, das kann nicht ganz schiefgehen. Würde die Welt nur aus Leuten wie denen im Publikum bestehen, wäre sie bestimmt ein fröhlicher, friedlicherer, aber auch weniger ehrgeiziger Ort. Doch an die Strahlkraft ihrer Idee glauben die gealterten Indie-Fans nicht mehr, bei aller Muskelkraft, die sie noch ins Springen stecken.
Der Sänger Aaron Barrett tut sehr gut, was er tut. Nur leider wirken seine Augen müde und es reicht nicht zu mehr, als einem Abspulen einiger Songs, zum Glück wenig vom neuen Album, das wohl niemanden mehr ernsthaft interessiert - aber man macht halt weiter.
Was kann man von Konzerten erwarten? Von Bands, die seit knapp dreißig Jahren ungefähr das Gleiche spielen?
Vielleicht doch: Ein wenig Inspiration? Irgendetwas, was den käuflichen Aufnahmen hinzugefügt wird? Wenigstens ein paar persönliche Ansagen? Wenn das fehlt, macht das Konzert nicht viel mehr Spaß, als die Musik auf dem Rad zu hören.
Wenn sich zu viel Routine einschleicht, was fast niemand im Show-Business verhindern kann, gibt es auch noch die Möglichkeit der ganz großen Show. So macht es Deichkind, das funktioniert über den kalkulierten Irrsinn. Aber Aaron Barrett hat diese Optionen nicht und kann daher nicht über sich hinauswachsen. Möge er noch lange weitermusizieren.

 
 
28
Mai
Wilde Maus
Ein schöner Film, leider kein guter Film. Hat "einige schöne Momente", das ist ungefähr so ein Lob wie über eine Stadt zu sagen, sie habe "schöne Ecken". Leider scheitert der Film bei den Figuren und Dialogen. Feinsinniges Milieu zwar und keine plumpen Schablonen wie im deutschen Serienelend, aber Figuren, die bloße Behauptungen sind und deren Ausbrüche zwar in der Logik des Films nachvollziehbar sind, emotional aber nicht funktionieren. So kann auch der Humor nicht zünden, daher ist "Wilde Maus" ein sehr trauriger Film und dabei leider keine Milieustudie.

 
 
11
Mai
Echt
Schreiben und Schauspielen ohne Klischees und plumpe Überspitzungen des Üblichen - das reicht ja schon fast. Daran scheitern fast alle, leider auch im Leben. Es ist vielleicht ein Grund, warum Filme und Bücher aus dem Ausland leichter funktionieren - man hat weniger feine Detektoren für Klischees. E

 
 
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