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22
August
Ästhetik des Weichen
Dass man bei Fotos immer schönes Bokeh will, so blasig weiche Hintergründe. Eigentlich ist das ja eine technische Restriktion. Niemand sieht so. Niemand hat auch jemals so gezeichnet. Aber es ist weltweit derart beliebt, dass man es simulieren muss, wenn die Linse eigentlich alles scharf kriegt. Ähnlich wie die Hammond-Orgel.

 
 
13
Juni
Haupt und Zweit
In Sachen Knallertum und Geilheitsranking bei klassischer Musik liegt Beethovens pubertäre Eroica ganz weit oben. Unglücklicherweise hat meine Frau immer die Zweitstimme von den Geigen auf den Lippen und die ist zwar wohl nötig, aber doch ungeiler als die Haupt.

 
 
21
Mai
Dechif
Wie mir das Kritikenlesen nach dem Film meistens mehr Spaß macht, als die Filme. Die guten Kritiker interpretieren ja immer Szenen und finden darin passende Symbole, die ich, glücklicherweise, meist nicht bemerke. Mag schon sein, dass gute Filme oft mehr enthalten, als sich auf den ersten Blick erschließt. Entscheidend ist das aber nicht. Dramaturgie, Handlung, Sprache, Bildinszenierung - das sind schon so viele Ebenen, die so selten gut gemacht werden - da braucht's gar kein Meta.

 
 
29
April
Wunst
Wie ich jetzt ein, höhö, Kunstprojekt, höh, meine Erzählung, habe, ein bisschen auch, um ein Kunstprojekt zu haben. Muss man ja. Beziehungsweise will ich. Die Arbeit selber daran macht zumindest noch nicht so viel Spaß. Ich muss mich überwinden. Wie es sich aber doch gut anfühlt, etwas zusätzliches, irgendwie sinn- und identitätstiftendes zu haben. Wie das wohl bei vielen Künstlern so ist, die aber sonst nichts haben, was dann eher doof ist. Warum sie ihre Projekte dann aber ernster nehmen müssen als ich, was dann (in manchen Fällen) wiederum gut ist.

 
 
06
April
Crank
Ich will doch intelligent amüsante popkulturelle Betrachtungen und keine Kranken- und Suchtgeschichten, die in ihrem Details nur langweilen und kein Identifikationspotenzial bieten.

 
 
31
März
Zwirbel
Die Tatsache, dass die sinnlosen Hirnzwirbel irgendeines anderen interessant sein können. Vermutlich nur, wenn sie neu sind, wir uns aber in ihnen wiedererkennen können. Ich könnte auch so gedacht haben. Oder: Ich hätte gerne auch so gedacht. Oder eigentlich ja geschrieben.

 
 
07
März
Die Sanftheit des Edlen
In jungen Jahren macht ich mich mit meinem Schulfreund und Nebensitzer über die silikongedämpfte Einklappfeder im BMW des Vaters dieses Schulfreundes lustig. Schnelles Einklappen wäre der Luxusklasse nicht würdig gewesen, auch Lichter mussten sich damals schon sanft ein- und ausblenden. Bei Computer galt aber, so wunderten wir uns, noch das Credo, je schneller desto besser. Wir hätten ahnen können, dass es nicht dabei bleiben würde. Heute wuchert man auch im digitalen Premiumsegment nicht mit möglichst schnellen, sondern mit möglichst sanften Übergängen.

 
 
12
Februar
Auslösung
Serienfotografie ist irgendwie Betrug. Zu guter Fotografie gehört es dazu, im richtigen Augenblick ausgelöst zu haben. Kunst ist immer mehr als die sichtbaren Eigenschaften ihres Produkts.

 
 
15
Januar
Swiss Army Fart
Der Furzfilm ist zwar verrückt in der Idee Jetski auf einer Leiche zu fahren, die durch Furzrückstrahlkraft angetrieben wird, und hat recht damit, dass die Jurassic Park Melodie der böseste Ohrwurm ever ist, ansonsten ist er aber echt nur ein Hirnfurz.

 
 
11
Januar
Treppen
Beim Flug durch die Elbphilharmonie fällt mir auf, wie sehr ich Treppen mag. Große, großartige Architektur beeindruckt mich in ihrem Inneren immer durch die Anlage, die Linien, die Raumwirkung ihrer Treppen. Beispiele sind die Philharmonie in Berlin, die berlinische Galerie und auch kleineres wie die Bar Babette. Die sinnlose Großzügigkeit gepaart mit Funktion und Linienführung, die aber nie ganz offensichtlich nur Designeffekt ist, sondern subtiler wirkt. Das könnte es ein.

 
 
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Last update: 23. Aug, 12:33
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