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27
Januar
Kind/Sinn
Oft wird gesagt: Kinder stiften dem Leben Sinn. Warum wird selten gefragt. Auch eher selten wird in letzter Zeit auf solche seltenen Fragen geantwortet, dass Kinder rundum glücklich machten. Oft wird vielmehr betont, welchen Ärger und wie viel Arbeit sie erzeugen. Dennoch: Sinn.
Sinn wird gestiftet, wenn man sich um etwas kümmert - ob mit Freude oder Missmut ist nebensächlich. Und Kinder sind, kaum geboren, einfach da. Man muss sich um sie kümmern, es geht gesellschaftlich und auch biologisch kaum anders. Ob sie dabei Freude machen, unsere Zukunft (oder die Rente!) sichern oder diese gerade zerstören (die Umwelt!), ist dabei unerheblich. Und selbstverständlich sind Kinder nicht die einzige, oder auch nur eine besonders wertvolle Art der Sinnstiftung: Sich um Kunst und Kultur, Umwelt oder Armut, Mathematik oder Darmverschlüsse zu kümmern kann genauso wichtig, oder wichtiger sein. P.S.: Für Nixchecker mal ein "P.S.": Aus diesem Beitrag kann man rein gar nichts über meine Beziehung zu meinem Kinde ableiten. Nicht mal, dass ich eins habe.
Erfrischend, auch mal so eine Position zu lesen. Denn ich persönlich finde nichts schlimmer, als wenn jemand sein komplettes Lebensglück an den Kindern festmacht. Die werden dann schnell von Kindern zu Erfüllungsgehilfen ihrer Eltern. Womit ich natürlich gar nicht ausschließen will, dass Kinder tatsächlich glücklich machen oder gar allem einen Sinn verleihen könnten. Schade wär's, wenn es der einzige Sinn im Leben eines Menschen wäre, ein Kind zu haben.
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