letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


22
September
Wenn Sprache krank macht
Niederländisch ist eine Sprache von der man keelpijn (Halsschmerzen) bekommt.
Liebe Leser wenn Sie ihre Schmerzempfindlichkeit testen wollen, dann üben sie sich in der Aussprache folgenden Wortes:

grolsch

g=ch wie in "Buch" und das r schön rollen, also "cchh rrrolls cchh"

Wiederholen sie das Ganze 10 mal in schönem Groningse Dialekt und sie können den nächsten Tag getrost und vom Arzt attestiert krank machen.

 
 
03
September
Kitsch
"Sie weiss nur zu gut, dass dieses Lied eine schoene Luege ist. Und in dem Moment, da der Kitsch als Luege entlarvt wird, geraet er in den Kontext des Nicht-Kitsches. Er verliert seine autoritaere Macht und ist ruehrend wie jede andere menschliche Schwaeche. Keiner von uns ist ein Uebermensch, der voellig gegen den Kitsch gefeit waere. Wir koennen ihn noch so verabscheuen, der Kitsch gehoert nun einmal zu menschlichen Dasein."
Milan Kundera in der unertraeglichen Leichtigkeit des Seins.

Danke dafuer. Jetzt hat mir endlich mal ein Intellektueller den Kitsch erlaubt. Natuerlich weiss ich, wann ich mich dem Kitsch hingebe. Jetzt brauche ich kein schlechtes Intellektuellen-Gewissen mehr dabei haben.

 
 
Willkommen im Leben!
Bela B und Thomas D sagen sie hätten Faust gelebt, wären mit ihm aufgestanden und mit ihm schlafen gegangen. Ich "lebe" VDJ-joining bei der Differenzierung von B- und T-Lymphozyten, diverse Signalwege von Hh über Dpp zu krüppel, knirps und zerknüllt und zähle 100 Dollys vor dem Einschlafen.

 
 
20
August
komische Wissenschaft
Hier ein Auszug aus dem Vorwort des herrlichen Buches "Wider den Methodenzwang" von Paul Feyerabend:
"Im Jahre 1970 zog mich Imre Lakatos, einer der besten Freunde, die ich je besessen habe, zur Seite und sagte mir: "Paul", sagte er, "du hast doch immer so komische Ideen. Warum schreibst du sie nicht nieder, ich schreibe eine Antwort, wir publizieren die Sache und haben einen Heidenspaß." (...)
Das Manusskript meines Buches war im Jahre 1972 beendet und ich schickte es nach London. Dort verschwand es auf geheimnisvolle Weise. Imre Lakatos, der dramatische Gesten liebte, verständigte die Interpol, und in der Tat, die Interpol fand mein Manuskript und schickte es an mich zurück. (...) Bei der Lektüre der vielen ernsthaften und gründlichen Kritiken, die mir nach der Publikation der englischen Fassung ins Haus flatterten, dachte ich oft mit Wehmut an meine Diskussionen mit Lakatos: Wie hätten wir beide doch gelacht, wäre es uns vergönnt gewesen, diese Kritiken zusammen zu studieren."

 
 
Turtelblog
Dieser Blog wurde (zu Recht!) schon der Turtelei bezichtigt. Aus gegebenem Anlass bitten wir also Sie, werter Leser, um ihre geschätzte Meinung zum Turteln in der Öffentlichkeit. Persönliche Kommentare sind natürlich noch schöner als ein Klick auf die Umfrage...
Nerven turtelnde Pärchen?
Ja! Das Umarme, Liebkose und Gestreichel in der Öffentlichkeit gehört verboten!
Nein! Entweder übersehe ich die Pärchen, oder sie stören mich nicht.

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Created by froschfilm on 20. Aug, 13:53.


 
 
18
August
Sommersonnesonnenschein
Selbstmitleid, olé! Draußen ist's schön und ich weiß nicht ob das Wetter hält. Das müsste doch genossen werden, oder? Sonnenschein hält mich immer vom Arbeit-Schreiben ab, besonders wenn die Sonne vergänglich scheint. (Prüfungs-Lernen geht auch im Freibad.) Ja, ich gebe es zu: Ich mag die Sonne und den Sommer. Nicht die Düsternis und den Tod. Ich mag auch Italiener und den Süden; Polen und der Osten sind mir eher unsympathisch. Ich bin so ein Primitivling mit so simplen Langweileransichten, der sich nicht an hartem kaltem Stahl, sondern an rauschenden Blumenwiesen erfreut. Man schämt sich ja schon dafür (und wohl zurecht, denn mit den Faulen, Esos, Ökos und Normalen will man sich ja nicht gemein machen). Hier sind die "richtigen" Ansichten dazu:
http://www.struppig.de/vigilien/entry.php?id=00073&KONTENTSID=56e561622fe01961d93cc133be13618f#comments (Das Neofolktreffen unterstütze ich!)

Dass aber selbst der Spalanzani nicht durchhält beruhigt mich (man beachte die Wolken):
http://www.struppig.de/vigilien/entry.php?id=00080

Jetzt zwinge ich mich aber in die Bib und will mal wieder hart sein. Jetzt aber los! Wenn Sie in dieser und der kommenden Woche auch nur einen einzigen selbstmitleidigen Jammer-Eintrag sehen, dürfen und sollen sie mich zu Tode kommentieren. Coccinella hat ganz recht.

 
 
Spießerneid und Spießigkeit
Wie so oft, wenn ich morgens etwas zu spät den Heimweg antrete, überkommt mich tiefer, warmer Neid auf ein einfaches Leben. Warum muss ich mich mit meiner Bachelor-Arbeit quälen, warum kann ich nicht einfach kochen, einkaufen, den Garten pflegen und belanglose Schwätzchen vor dem Supermarkt halten?
Vorbei an dem Lachen der Einkäuferinnen und dem Duft aus Rasenmäherbenzin und frischem Gras betrete ich mein Haus. Dort fördert Spalanzani meine faule Sentimentalität und zeigt mir, was wirklich wichtig ist. Mein Gequäle mit Wissenschaftstheorie und Fortschritt ist egal. Warme Liebe zu den richtigen Frauen, das zählt. Wie kann ich mir nur meine Softskill-Verachtung austreiben? Warum will ich immer hart sein, hart hart, obwohl ich es doch längst nicht mehr bin? Wohl genau deshalb.

 
 
17
August
Esstechnikstreit
Wie isst man Grapefruits oder sagt man Pampelmusen?
Man stochert halt rum.
Man hebt jede Fruchtfleischtasche sauber sezierend aus.

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Created by froschfilm on 17. Aug, 01:45.


 
 
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Last update: 16. Jan, 09:56
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