letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


17
November
Bürsten
Nicht nur beim Eis essen mache ich keine gute Figur, beim Zähneputzen sieht es sehr ähnlich aus. Nie kam es mir in den Sinn, der Sinn des Zähneputzen sei es, möglichst tropfenfrei im Mund herumzustreicheln. Nein, es muss maximal knallen, mit harten Bürsten und viel Gesabber. Endlich verstehe ich auch, warum ich Freunden, welche beim Zähneputzen durch die Wohnung wandeln, sanft empfehle, sich über ein Becken zu beugen: Nicht, um die sowieso schmutzige Wohnung vor ein paar Spritzern zu schützen, nein, um ihnen den Genuss des Exzesses zu ermöglichen!

 
 
10
November
Schneller entspannen
Es gibt ja Leute, die hetzen sich nie, weil sie das angeblich stresst. Die Leute kommen dann aber immer erst um vier los und müssen gegen sechs die Kinder wieder ins Bett bringen, haben also nie Zeit, sich zu entspannen. Meine Hektik beruht ja nur auf der irrigen Überzeugung, nötige Dinge lieber schnell abzuhaken und mich dann zurücklehnen zu können. Manchmal klappt das sogar, meistens hat man aber, wenn man hetzt, einfach nur mehr zu tun.

[Omas Weisheiten]

 
 
10
November
U und E
Ich mache jetzt was für Flüchtlingen, zusammen mit Unternehmern. Menschen, die ich privat wohl nie kennengelernt hätte. Mit denen mich vermutlich wenig verbindet. Mit denen ich aber doch lieber etwas auf die Beine stellen will, weil sie unkomplizierter und pragmatischer sind als die, mit denen ich mich gerne unterhalte. Bei meinen Bekannten sind die Us also für den E zuständig. Wären Menschen Musik, die Gema würde implodieren.

 
 
29
Oktober
Form und Funktion
Immer wieder schön und erstaunlich: Dass Regenschirme so gut funktionieren. Diese wandernden Inseln der Trockenheit in Mitten wildester Regengüsse.

 
 
28
Oktober
Countersignalling
Der Punkt, an dem die Stimmung steigt, weil man nicht mehr nett zueinander ist.

 
 
23
Oktober
Flüchtlinge
Mutter oder Vater sein, die schönste und beste Fluchtmöglicht für Menschen, die mit ihrem Beruf unzufrieden sind.

 
 
22
Oktober
Die Verhaltenslehre der Kälte
Dass es so etwas gibt wie "professionelle Wärme" und dass sie funktioniert.

 
 
21
Oktober
Socialpolitik
Künstler sein (wollen) und extrem diszipliniert alle Kanäle der socialen Medien bespielen. What's the bad thing about social media? The social. And, well, the media.

 
 
14
Oktober
Der ewige Gentrifizierer
Was mir heute morgen bei der Fahrt durch die Torstraße, die mir in ihrem ruinenhaften Underground-Style bestens aus dem hübschen Buch "Berlin Wonderland" bekannt ist, erst so richtig klar wurde: Wie alle, die über Gentrifizierung reden, genau die sind, die sie betreiben. Dass sie genau das weggentrifizieren, das sie lieben, wo sie aber eben nie dazu gehören, das sie nicht sind, das sie mit Geld nicht kaufen können. Dann bauen sie Bars und kaufen Wohnungen, machen alles kaputt, nennen sich dann Gentrifizierer und schämen sich dafür. Oder sollte ich sagen: Ich?

 
 
08
Oktober
Kinder
Ich bin gar kein großer "Fan" von Kindern. Ich könnte auch den Satz "Ich liebe Kinder" kaum über die Lippen bringen, weil Kinder ja oft auch echt doof sind und nerven. Wer Kinder so unbedingt liebt, ist vielleicht selber eines geblieben, was ja schön ist, nur bei mir nicht immer ganz der Fall, fürchte und hoffe ich.
Allerdings: Mein Leben käme mir ohne Kinder verfehlt vor und deshalb bin ich, nicht jeden Tag, aber doch immer dankbar, welche zu haben.

 
 
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Last update: 23. Feb, 09:01
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