| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
22
August
Laden
Wie ich beim Essengehen immer für eine Sekunde den Impuls habe, alle einzuladen, wie mir das Eingeständnis, die anderen solle hübsch selber zahlen, unangenehm ist, wie ich nicht derjenige sein will, der es ausspricht, da ich aber oft derjenige bin, der Dinge zuerst ausspricht, entsteht dieser Impuls der Großzügigkeit, der natürlich sofort wieder von den gesellschaftlichen Gepflogenheiten zurückgepfiffen wird, was glücklicherweise meinem Kontostand ebenfalls zuträglich ist.
19
August
Sym
Und am nächsten Tag ist alles ganz anders, da sind sympathische Leute und ich bin geflashed vom Faktum Sympathie, das sich eben doch nicht erklären und erst recht nicht von notwendigen Elternrollen zerstören lässt.
Offene Frage: Wie oft versaue ich mögliche Sympathien mit den falschen ersten Sätzen und Blicken? Ich behaupte: Gar nicht, weil sich sowieso nur die abschrecken lassen, mit denen ich nichts anfangen kann. Aber weiß ich's?
01
August
Aussprache
Wer jedes Fremdwort perfekt ausspricht, ist unsympathisch, wer aber noch Gnotschi sagt und Stracciatella nicht ausprechen kann gilt als Depp. Man muss schon genau richtig falsch ausprechen um sozial akzeptiert zu sein.
31
Juli
Aufwand
Bahnen sich Besuche bei an, betonen höfliche Gäste, dass sie keinerlei Umstände machen wollen. Machen sie nicht, Gäste sind immer eine Abwechslung und Bereicherung, Deppen holt man sich ja nicht ins Haus. Der Hauptaufwand liegt tatsächlich im Bettwäschewaschen. Das macht man ja nur für die, beim Kochen und etwas besser essen hat man selber noch was davon. Beim Abwasch helfen die Gäste mit. Mit den Kindern spielen sie und nur wenige besetzen Dusche und WC dauerhaft. Bleibt die Bettwäsche, die muss, so gebietet es unsere Kultur, schon nach einer Nacht der Fremdnutzung gewaschen werden.
28
Juli
Finderlohn
Wie jeder so zwar nicht völlig grundlos aber doch unergründlich Dinge mag, nicht mag, findet. Wie man sich davon ein Leben lang erzählen kann und sich und andere immer wieder überrascht.
17
Juli
Dös
Beim Dösen in der Sonne ist übrigens jeder Smalltalk ok. Vielleicht sind andere Leute beim Kaffeetrinken ja auch so drauf und nur ich will im Sitzen Inhalte?
13
Juli
Der Talk
Der Small-Talk übers Wetter, wo man herkommt, Dialekte, wie die Fahrt war, eine Zeit lang war ich froh ihn zu beherrschen und hatte daher Freude daran, naja, eher an mir selbst. Je älter ich werde und je länger ich so talke, desto hohler scheint er mir, ich werde da anscheinend langsam zum Teenie, der die Oberflächlichkeit der Erwachsenenwelt nicht leiden kann. Doch nein, ich will gar nicht in jedermanns Tiefe dringen, ich will mich gut unterhalten! Was will ich also? Folgende Möglichkeiten: Neue Informationen (nicht alte News schlecht wiedergekäut), klug begründete Meinungen, auch möglich: völlig danebene Meinungen, die mich zum Widerspruch einladen und es mir erlauben meine Position argumentativ zu schärfen, oder, das geht immer: Überzogene Albernheit. Aber bitte nicht mehr diese lahmen Standardthemen. Wenn die kommen beschäftige ich mich einfach mit meinen Kindern.
03
Juli
Das Sein hängt nicht vom Wollen ab
Was man eher doch nicht sein möchte: Der nervende Vater sein, der nichts mehr checkt.
01
Juli
Fug
Dass sich die Evolution den Status des "Jugendlichen", also nur theoretisch erwachsenen, schon zeugungsfähigen, aber noch wilden, sich probierenden Unfugtreibers ausgedacht hat - nicht nur beim Menschen, das ist auch mal wieder was Schönes. Liest man irgendwo davon, dass "Jugendliche" etwas getan haben, kann man davon ausgehen, dass es verzeihbarer Unfug war.
29
Juni
Unter
Wie wir mit unserer rücksichtsvollen Zurückhaltung, mit der Vermeidung von Themen, mit der Reduktion auf freundschaftlichen Smalltalk, mit Musik und Aktivitäten dafür sorgen, dass wir unter unseren diskursiven Möglichkeiten bleiben. Wie recht wir damit vermutlich haben.
[Freundschaft, Freundschaft über alles]
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