letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


07
November
Far
Wie ich mich von Leuten entferne, allein dadurch Familie und Beruf zu haben und älter zu werden oder ein Mann zu sein. Aber die Leute sind schuld. Nicht ich - ich verstehe die Leute ja besser, als sie glauben. Ich bin wie sie.
Gegenthese: Sein wollen wie jemand und wirklich sein wie diese Person liegen ja meist weit auseinander. Ich bin eben genau nicht wie die Leute. Ich habe einen Beruf und Familie und werde älter. Ich bin nur wie das tatterige deutsche Feuilleton und verstehe genau das nicht, was ich anhimmle. Durchschauen ist ja nicht verstehen.

[Das deutsche Feuilleton]

 
 
05
November
Performanz und Wiederholung
Wenn man etwas show-artiges macht, gibt es das Problem der Wiederholung. Öfter als einmal pro Monat sollte man seine Show daher nicht darbieten, zu groß ist die Gefahr des Abspulens. Das sage ich, der ich in jüngerer Zeit zum Diskjockey-Performance-Künstler geworden bin, was ja ein bei begrenztem Musikvorrat und geringer Kompetenz eine hierfür besonders gefährdete Rolle ist. Aber einmal pro Monat (ca.) geht schon, man ist ja gottseidank vergesslich.

 
 
03
November
Affirmative!
Das notwendigerweise Affirmative in der Kindererziehung.

 
 
02
November
Reisen
Wie, traurigerweise, der Zauber von allem immer mehr verfliegt, je öfter man es tut. Reisen nach Frankreich oder Italien sind immer noch schön und jederzeit geboten. Schilder, Sprache, Architektur und Landschaft bleiben schön und anders, aber immer wieder aufs Neue verzaubern Sie leider nicht. Man kennt sich eben aus, mittlerweile. Immer weiter weg reisen ist nicht die Lösung, die ich suche. Eher: Den Zauber der Jugend nicht mehr erwarten, erwachsene Genüsse kultivieren.

 
 
18
Oktober
Konkrete Liebe
Wie ich gute (d.h. natürlich solche, die mir gefällt) Philosophie doch liebe und viel lieber ich mir gleichzeitig bin, wenn ich etwas Konkretes, also der Philosophie sehr Fernes, schaffe. Was für eine Qual die Arbeit an der Philosophie war, wie wenig sie mich stolz gemacht hat, egal von wie vielen Seiten die Anerkennung kam. Wie mich das Konkrete aber langfristig doch auch notwendigerweise langweilt, weil die Herausforderungen immer klein, immer greifbar sind.

 
 
16
Oktober
Ich hab Bock auf Saufen, welche Drogen nehmt ihr?
Ich lese gerade mit (erstaunlich!) großem Vergnügen das Buch "Deutschboden". Darin kommen viele Hartz4-Empfänger vor, die ständig in Kneipen gehen und "Molle" trinken. Ich verstehe das nicht. Ich verdiene jetzt ganz ordentlich, finde aber Kneipenbesuche immer noch teuer. Luxus. Und ich trinke nicht mal viel. Wie machen die Kneipentrinker das? Die müssen alle recht reich sein.

 
 
06
Oktober
Sand
Sand vom Meer sei etwas nostalgisch Schönes, wurde mir beigebracht. Wir nahmen von unseren Sommerurlauben sogar eine Flasche mit feinem Meersand mit (unsere Sandkästen waren eher mit Kies als mit feinem Sand gefüllt). Besonders Sand zwischen Bücherseiten galt als romantisch, im Backfisch-Sinne von Romantik. Vorbei! Seit mehr als einem Monat nistet der Sand so tief in meinen Hausschuhen, dass mir Freude darüber schlechterdings nicht mehr möglich ist.

[schlechterdings]

 
 
23
September
Genusslesen
Diejenigen, die tägliches Zeitung lesen genießen können, müssen entspannte Menschen sein. Für mich ist das meistens eher qualvoll getriebenes Durchhetzen. Am vergangenen Wochenende jedoch, knappe 10 Stunden im Zug, konnte ich zum ersten Mal seit langem mit Ruhe und Genuss Zeitung lesen. Ich weiß, dass ich damit konträr zur herrschenden Meinung stehe, aber es gibt für mich kaum entspannendere Orte als fahrende Züge. Hier steht die Zeit still.

 
 
23
September
Bedürfnisse
Leute, die sich über ihre Bedürfnisse im Klaren sind, können glücklich sein, wenn sie sich ihre Bedürfnisse erfüllen. Ich bin meist stolz, keine Bedürfnisse zu haben. Damit ist Glück schwieriger zu bekommen. Halt, ich habe doch welche: In Zügen vorwärts fahren. Glück kann so einfach sein, wenn es nicht ständig Sack/Kopfbahnhöfe gäbe!

 
 
27
August
Leid
Ich kann es eher nicht leiden, wenn Leute von sich sagen, sie könnten Ineffizienz nicht leiden. Das mag eine Mischung aus Neid und Verachtung von (fälschlich unterstellter) Seelenlosigkeit sein. Was ich jedoch wirklich nicht leiden mag, ist organisierte Ineffizienz.

 
 
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