letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


02
März
Hippie-Neid
Die Doors und Jim Morrisson. Sehr geil und voller Energie natürlich, aber leider oft auch dumm. Der Neid auf die naive Hippie-Emotionalität ist letztlich nichts als Kitsch. Der Neid auf die Begeisterungsfähigkeit Jim Morrissons für Plutarchs Biographie von Alexander dem Großen ist dagegen ok.

 
 
01
März
Erziehung
Das Gefühl, ich müsste was Besseres tun, was mich oft vom oft doch sehr geilen(TM) Filmschauen abhält.

 
 
26
Februar
Spaß
In Wahrheit will man doch immer am Liebsten das machen, was die Kinder damals auf den Kassetten getan haben: Abenteuer erleben, Geheimgänge entdecken und zwischendrin ausgiebig schmausen.

 
 
19
Februar
Landlust
Ein Standard in meiner Jugend war das Nachtbaden in Baggerseen. Ich ahnte, dass das nicht so bleiben würde und kostete diesen kurzen Möglichkeitsraum voll aus. Jetzt lese ich Michel-Bücher (vor) und träume gelegentlich vom Lande.

 
 
16
Februar
Sein/Halten
Dass diejenigen, die sich für komplex/anders/interessant halten es meist nicht sind und umgekehrt.

 
 
13
Februar
Probleme
Wie langweilig Babyprobleme doch sind, sie sind immer gleich und vorallem: Meist unlösbar. Man redet aus psychohygienischen Gründen über sie und es geht dabei nie um die Babys, sondern um die Eltern. Meistens reicht es aus, zu versichern, dass sich das alles gibt, solange die Eltern halbwegs anständig sind. Was alle sind, die ich kenne. Technikprobleme sind im Übrigen auch nicht spannender, allerdings lösbarer. Sie lösen sich meist nicht von alleine, auch nicht bei anständigen Eltern.

 
 
09
Februar
Glaube
Religiöse Menschen, besonders junge, werden gerne belächelt. Sie gelten als uncool. Warum? Weil sie mit anderen Mitteln, als mit denen in unserer Gesellschaft üblichen, glücklich werden. Religiös zu sein, gilt auch nicht als rebellischer Individual- Nonkonform-ismus, es ist ja eher etwas, was unsere Großeltern taten und das gilt ja generell eher als uncool. Vermutlich ist Glücklichsein grundsätzlich nicht so recht cool. Und Coolness ist ja seit den Achtzigern DAS Kriterium zur Bewertung von Menschen. Und es ist natürlich falsch.

 
 
17
Januar
Ratio:off
Was ich mittlerweile erstaunlich gut kann: Entscheiden, worüber ich nicht nachdenken möchte. (Wenn ich nicht davon besessen bin.)

[Illusion der Entscheidung]

 
 
16
Januar
Konform
Die Konformität der (eher stilistischen, als echten) Nonkonformisten vom Prenzlauer Berg ist mir immer noch lieber, als die Gleichgeschaltetheit der Hühnerhaus-Bewohner mit Anzug und Kurzhaarfrisur in der Rummelsburger Bucht. Allerdings, wenn ein Prenzlauer Berger, die Leute dort ablehnt, weil sie "nicht systemkritisch" seien, geht mir das zu weit. Reine Geschmacksfragen, übrigens. Haben muss man alte Schulfreunde, die jetzt in allen möglichen Welten unterwegs sind, was aber völlig egal ist.

[Gleichgeschaltetheit]

 
 
08
Januar
Verwahr
Jeden Morgen, wenn es draußen noch dunkel ist, öffne ich die Vorhänge und lasse sie abends, wenn es wieder dunkel ist herunter. Das bin ich mir und meiner Zivilisation schuldig. Irgendwie.

 
 
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