letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


19
Januar
Verschlingen
Mein hektisches Verschlingen von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften ist eher ein Wegschaffen, als ein Genuss. Musik und Film sind gut, weil sie die Geschwindigkeit vorgeben.

 
 
25
Dezember
Selektive Wahrnehmung
Wenn ich meine Kommilitonen und ihre Karrieren bei internationalen NGOs, im diplomatischen Dienst und bei Top-Beratungen ansehe, scheint es fast das größere Kunssttück zu sein, eine Familie zu gründen, die eigene Karriere etwas zurückzustellen und einfach das nötige Geld zu verdienen.

 
 
18
Dezember
Zauber der Jugend
Ich glaube ganz bescheiden bescheiden zu können, dass die Party ein Erfolg war. Es war voll, es wurde ausgelassen getanzt, es bildeten sich unwahrscheinliche Pärchen, die letzten gingen um sechs und ich kann nur noch krächzen. Die Stimmung war hervorragend. Doch wo war der Zauber? Hätte der nicht auch vorbeikommen können? Kommt der nur noch zu Hochzeiten, oder wenn alte Jugendfreunde sich einmal im Jahr treffen und sich in den Armen liegen? Vielleicht stören Gastgeberpflichten und Mäßigung beim Alkoholkonsum. Ich will nicht denken, das Alter sei schuld. Das hält sich auf anderen Parties auch zurück. (Obwohl, wie lange ist das her, dass ich morgens auf Sofas lag, C. spielt "Nightswimming" am Klavier und man kann sich ein bisschen an die Mädchen randrücken.) Es ist der Kampf gegen die Nüchternheit, den man nicht gewinnen kann. Auch deshalb kriegt man Kinder.

[Dank an alle Gäste und Nachbarn.]

 
 
15
Dezember
Erfolg ohne Kakteen
Ekeln mich die Erfolgsfotos auf Erfolgslebensläufen nur wegen meines derzeitigen relativen Misserfolges? Oder mag ich wirklich das Fehlerhafte, Schlechtere , Menschlichere lieber? Wahrscheinlich ist Erfolg die falsche Kategorie, genauso wie Intelligenz. Beides ist, im Gegensatz zur verbreiteten Meinung, stark mit Nettigkeit korreliert. Als Tischnachbarn sind weltgewandte, intelligente, erfolgreiche Menschen fast immer besser. Wenn Sie dann aber auf Homepages auftauchen, alles gemacht haben und in Facebook "great pieces of art" loben, dann wirken sogar Zitate, die sie ihrer Dissertation voranstellen und die besagen, ihre Mütter hätten sie das Zweifeln gelehrt, so, als ob sie keine wahren Zweifel kennten und sich ihrer Sache immer sicher seien. Und das macht sie zwar nicht unsympathisch im landläufigen Sinn, mir aber eher fern.

[weltäufig, weltgewandt, landläufig]

 
 
05
Dezember
Ernst des Lebens
Ständig stören einen die Kinder beim Spielen.

 
 
25
November
Nebenwelt
Die besten Menschen(™) sind die Künstler, die keine Geisteswissenschaftler sind, sondern was hartes studieren/studiert haben und sich dann in der Kunst ausleben können. Und nicht dauernd Angst haben müssen, wie prekäre Geisteswissenschaftler oder nur halberfolgreiche Profikünstler.

 
 
22
November
Faszination 2010
Schön und dumm oder dumm und geschmackvoll. Das geht. Aber wie?

 
 
09
November
Crank!
Für Freunde von je-desto-Formeln gilt, von den Extremwerten abgesehen: Je kränker ich bin, desto gesünder sehe ich aus. Ich sollte mich seltener rasieren.

 
 
01
November
Hilfe
Nicht nur hänge ich immer noch meiner präzisierungsbedürftigen These nach, Beleidigungen seien die besseren Komplimente. Nein, ich steigere diese These sogar, indem ich behaupte, Bitten um Hilfe seien der größere Freundschaftsbeweis als Hilfsangebote.

 
 
29
Oktober
Schlüsse
Ich kann beim Telefonieren nicht Schluss machen, deshalb höre ich immer so schnell wie möglich auf. Dank Film&Fernsehen weiß ich aber, dass diese Verklemmtheit nicht schlimm ist. Man findet sie möglicherweise sogar "süß". Und zwar auf eine Weise süß, die auch für Männer durchaus ok ist.

 
 
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Last update: 25. Feb, 09:04
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