letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals


05
November
Man ist so alt wie man ist
Wenn Leute älter werden, tröstet man sie oft mit dem verlogenen Spruch, man sei so alt, wie man sich fühle. Das stimmt nicht. Man fühlt sich nämlich immer normal alt. Nein, nicht man, ich! Ich-Botschaften will ich senden. Die Entwicklung des Ich-Gefühls kann man doch kaum beobachten, man schaut halt aus seinem Körper heraus und der ist eben da. Man kann wohl auch schwer in sich hineinfühlen und dabei eine Altersinformation bekommen. Klar, irgendwann weiß man, dass man alt ist. Aber nicht, weil man sich so fühlt, sondern weil man seinen achtzigsten Geburtstag gefeiert hat. Und oft, so hört man von den Omen und Open, sie fühlten sich im Kopfe sehr jung. Vielleicht könnte man sagen, man sei so alt, wie man sich benimmt. Ja, da wäre etwas dran. Denn sechzehn-jährige können sich sehr erwachsen benehmen, während ältere Gesellen bisweilen einer kindischen Albernheit nicht abhold sind.

 
 
14
September
Geschmack
Ich, der Styling-Gott und Geschmacks-König meine, dass man, so man Wert darauf legt, einen artsy-Geschmack zur Schau zu tragen, wenigstens darauf achten sollte, dass er immer wieder Überraschungen nicht nur birgt, sondern gar ans Tageslicht bringt. Denn, aufgemerkt, wer interessant sein will, sollte nicht durchschaubar sein!

 
 
21
August
Umgang
Drei mal versuchte ich in heiteren Smalltalk-Runden meine These anzubringen, gute Beleidigungen seien die besseren Komplimente. Nie erntete ich Zustimmung. Dabei ist das doch ganz klar: Beleidigen kann man nur die, von denen man weiß, dass sie nicht beleidigt sein werden. Man unterstreicht also die Belastbarkeit der Freundschaft. Hohle Komplimente sagen dagegen gar nichts.

 
 
11
August
Pixar Wunder
Drei Sätze zu Toy Story 3: Der Film ist absolut perfekt und fehlerfrei. Bessere Filme kann man gar nicht machen. Die Welt wirkt nach einem 3d-Film seltsam flach.

 
 
30
Juli
Ernst
Man kann und soll sich zu mehr als zweit wohl nicht ernsthaft unterhalten. Man muss, wenn schon nicht Schenkel-, dann wohl aber Sprüche klopfen, wenn man sich abends nur auf ein paar Stunden trifft. Warum eigentlich klopfen?

 
 
24
Juli
Gespräche unter der Dusche
Stil ist eben nicht etwas, das man machen kann, wenn man Zeit dazu hat. Allerdings ist Stil auch das einzige Kriterium, das man an Menschen anlegen kann, bei dem die Erreichung eines Mindestmaßes genügt und eine Maximierung kontraproduktiv wirkt. Bei Intelligenz, Witz und vielleicht sogar Moral ist dem nicht so. Sicher wirken auch übermäßig intelligente, witzige und vor allem moralische auf ihre Mitmenschen meist nicht sympathisch. Das ist aber ein generelles Problem der Exzellenz. Nur bei Stil wird zu viel davon zu einem internen Problem. Oder auch: Zu cool ist gar nicht cool. Das habe ich neulich vom Existenzialismus gelernt: Wichtig ist, dass Entscheidungen authentisch von einer Person getroffen werden und das schließt Maximierungen wohl aus.

[In Nebensätzen mit dem Existenzialismus posen]

 
 
29
Mai
Dilemma, grundlegendes
Recht haben und ein cooler Typ sein geht nicht zusammen. Damit habe ich Unrecht. [updated]

 
 
18
Mai
Vernichten
Das!
http://goncourt.net/Blog/article/4914/

 
 
02
Mai
Leben
Nido ist eine neue Zeitschrift, wie für uns gemacht: Für Eltern, die nicht ausschließlich Eltern sein wollen. Der FAZ gefällt das natürlich nicht. Nicht ewig-jugendlich soll man sein, Verantwortung übernehmen! Und - noch mal natürlich - stimmt beides: Man will nicht langweilig werden, in dem Sinne, dass sich alles nur noch ums Kind dreht, aber logischerweise sind Kinder keine Luxus-Accessoires für hippe Großstädter. Glücklicherweise zeigen die meisten Kinder den meisten Eltern das sehr schnell. Und auch glücklicherweise leben wir nicht mehr in den fünfziger Jahren. Trotzdem kann der Kreativ- und Selbstverwirklichungs-Slang von Neon und Nido nerven, besonders, da er sich so modern gibt und dabei so konservativ-affirmativ ist. Ich werde das nicht lesen, es ist böse und falsch, aber vielleicht etwas raffinierter als "Eltern" aus dem gleichen Verlag. Und böse ist möglicherweise sogar besser für die Kinder, als allzu viel Kümmern, Angst und Gehätschel.

 
 
26
April
Styler-Deppen
Noch einmal zu den Berlinern, über die alle immer so gerne lästern: Es stimmt schon: Sie sind da, sie wollen alle Künstler sein und fast keiner ist es. Aber: Es sind immer noch mehr, als in jeder anderen deutschen Stadt. Alle zehn Jahre ist bestimmt auch ein guter dabei. Mehr geht vermutlich gar nicht. Da muss man die Deppen, die sich dranhängen in Kauf nehmen. Die Deppen sind überall in der Mehrheit und trotzdem funktionieren Cluster anscheinend. Alles Illusion.

 
 
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Last update: 2. Apr, 13:29
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