| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
21
August
Umgang
Drei mal versuchte ich in heiteren Smalltalk-Runden meine These anzubringen, gute Beleidigungen seien die besseren Komplimente. Nie erntete ich Zustimmung. Dabei ist das doch ganz klar: Beleidigen kann man nur die, von denen man weiß, dass sie nicht beleidigt sein werden. Man unterstreicht also die Belastbarkeit der Freundschaft. Hohle Komplimente sagen dagegen gar nichts.
11
August
Pixar Wunder
Drei Sätze zu Toy Story 3: Der Film ist absolut perfekt und fehlerfrei. Bessere Filme kann man gar nicht machen. Die Welt wirkt nach einem 3d-Film seltsam flach.
30
Juli
Ernst
Man kann und soll sich zu mehr als zweit wohl nicht ernsthaft unterhalten. Man muss, wenn schon nicht Schenkel-, dann wohl aber Sprüche klopfen, wenn man sich abends nur auf ein paar Stunden trifft. Warum eigentlich klopfen?
24
Juli
Gespräche unter der Dusche
Stil ist eben nicht etwas, das man machen kann, wenn man Zeit dazu hat. Allerdings ist Stil auch das einzige Kriterium, das man an Menschen anlegen kann, bei dem die Erreichung eines Mindestmaßes genügt und eine Maximierung kontraproduktiv wirkt. Bei Intelligenz, Witz und vielleicht sogar Moral ist dem nicht so. Sicher wirken auch übermäßig intelligente, witzige und vor allem moralische auf ihre Mitmenschen meist nicht sympathisch. Das ist aber ein generelles Problem der Exzellenz. Nur bei Stil wird zu viel davon zu einem internen Problem. Oder auch: Zu cool ist gar nicht cool. Das habe ich neulich vom Existenzialismus gelernt: Wichtig ist, dass Entscheidungen authentisch von einer Person getroffen werden und das schließt Maximierungen wohl aus.
[In Nebensätzen mit dem Existenzialismus posen]
29
Mai
Dilemma, grundlegendes
Recht haben und ein cooler Typ sein geht nicht zusammen. Damit habe ich Unrecht. [updated]
18
Mai
Vernichten
02
Mai
Leben
Nido ist eine neue Zeitschrift, wie für uns gemacht: Für Eltern, die nicht ausschließlich Eltern sein wollen. Der FAZ gefällt das natürlich nicht. Nicht ewig-jugendlich soll man sein, Verantwortung übernehmen! Und - noch mal natürlich - stimmt beides: Man will nicht langweilig werden, in dem Sinne, dass sich alles nur noch ums Kind dreht, aber logischerweise sind Kinder keine Luxus-Accessoires für hippe Großstädter. Glücklicherweise zeigen die meisten Kinder den meisten Eltern das sehr schnell. Und auch glücklicherweise leben wir nicht mehr in den fünfziger Jahren. Trotzdem kann der Kreativ- und Selbstverwirklichungs-Slang von Neon und Nido nerven, besonders, da er sich so modern gibt und dabei so konservativ-affirmativ ist. Ich werde das nicht lesen, es ist böse und falsch, aber vielleicht etwas raffinierter als "Eltern" aus dem gleichen Verlag. Und böse ist möglicherweise sogar besser für die Kinder, als allzu viel Kümmern, Angst und Gehätschel.
26
April
Styler-Deppen
Noch einmal zu den Berlinern, über die alle immer so gerne lästern: Es stimmt schon: Sie sind da, sie wollen alle Künstler sein und fast keiner ist es. Aber: Es sind immer noch mehr, als in jeder anderen deutschen Stadt. Alle zehn Jahre ist bestimmt auch ein guter dabei. Mehr geht vermutlich gar nicht. Da muss man die Deppen, die sich dranhängen in Kauf nehmen. Die Deppen sind überall in der Mehrheit und trotzdem funktionieren Cluster anscheinend. Alles Illusion.
14
April
Gründe
Die Schwierigkeit, Gründe für Gefühle anzugeben. Überhaupt Gründe: Ständig werden sie verlangt, selten sind sie ernsthaft und genau anzugeben. Sagen alle Psychologen und kriegen die Fragerei nach Gründen doch nicht weg.
28
März
Polemik
Joschka Fischer beeindruckte mich vor vielen Jahren mit dem Satz "Polemik muss sein, bei diesem wichtigen Thema!". Damals wartete ich auf eine Erklärung, heute weiß ich, wie wichtig Witz in Argumentationen ist. Fast glaube ich, es dient der Sachlichkeit, polemisieren zu können.
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