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21
Februar
Grande
Die Grandezza des österreichischen Akzents (und die Grandezza des Wortes "Grandezza"). Andere Sprachfärbungen klingen einschränkend, Banales wirkt noch banaler - im Österreichischen dagegen hört man in Dumpfheiten große Gedanken auf ihren wesentlichen Gehalt reduziert, die Größe flackert auf im Klang der lapidaren Sätze. Das Bayerische kann andeutungsweise mithalten, wenn es aus dem Mund von klugen Münchnern stammt. Italienisch hat seinen Zauber verloren, Berlusconi wütet auch hier. Und ganz am Schluss das Schwäbische, wo selbst weise Gedachtes engstirnig wirkt. Der Schwabenhass aller Exilschwaben.
17
Februar
Verfall
Jemand schrieb, Infrastruktur sei nur zu ertragen, wenn sie verfalle. Damals wollte ich widersprechen, doch je öfter ich ins saubere, unverfallene, glatte München komme, desto mehr muss ich zustimmen.
16
Februar
Ändern
Menschen ändern sich nicht. Sie können nach Afrika reisen, sie können 80 Stunden arbeiten, das alles berührt den Wesenskern fast gar nicht mehr. Unter 20 passiert noch viel, danach liegen die Pfade. Sollte man daher auch Versuche, sein Leben zu ändern, aufgeben? Nein, Leben kann man ändern, Wesen nicht, das weiß ich aus wissenschaftlichen Studien, die den Terminus Wesen exakt definiert haben und für alle konfundierenden Variablen genau kontrollieren.
10
Februar
Typus
Dass es den langweiligen Beamten-Schauspieler überhaupt gibt. Wer Profischauspieler wird, hat üblicherweise eher das Gegenteil von einer Beamtenmentalität. Ja, man kann sich einen Schnurrbart wachsen lassen und schlechte Anzüge tragen. Aber das Gesicht kriegt man so doch nicht weg, auch leuchtende Augen kann man nicht ausschalten. Es spricht für den Chauvinismus im Filmbetrieb, dass es kaum langweilige Amtsfrauen gibt. Obwohl, bei Stromberg tauchen die durchaus auf. Sind das alles Profis? Wenn man den Idealtypus des Beamtenschauspielers in rauen (warum eigentlich rauen?) Mengen sehen will, schaue man "Mensch Kotschie". Aus der Betrachtung dieses Films rührt wohl auch meine Fehleinschätzung bezüglich der Amtsfrauen in Filmen her (herrühren, tolles Wort): Die Frauen sind hier nur auf bieder geschminkt und wirken verkleidet.
03
Februar
Vorabendbrot
Warum sehen wir deutsche Fernsehefilme so ungern? Weil sie immer so billig aussehen? Weil die Schauspieler so aufgesagte Fersehesätze sprechen? Weil die Musik aus den Demo-Liedern vom Synthesizer besteht?
Möglicherweise auch, weil uns die Klischeebeladenheit von Filmen besonders auffällt, wenn sie in bekanntem Umfeld spielen. Da können wir genauer wahrnehmen, da erkennen wir die Fehler. Natürlich besonders dann, wenn sich die Filme realistisch geben und Dinge zeigen, die vermutlich sogar auf einen Großteil der Bevölkerung tatsächlich zutreffen, ohne dabei bis zur Lächerlichkeit zu überspitzen (dann ist die Gefahr der Lächerlichkeit besonders groß). Wir wollen unsere Umwelt nicht als Klischee erkennen, wir wollen, dass Filme der Komplexität entsprechen, die wir uns für unsere Umwelt wünschen. Wenn das nicht geht, dann lieber wilder Quatsch, wilde Action oder schräges Zeug!
02
Februar
Überlegenheit II
Die mögliche Überlegenheit witzloser Menschen gegen über den den coolen Hunden und den armen Säuen, aber das war schon vorher klar.
22
Januar
Fehler
Auf Musik emotional reagieren und beim Kitzeln lachen - das sind doch ganz klar zwei Fehler der Evolution. Zwei sehr schöne Fehler.
08
Januar
Radio
Über das Radio wird viel geschimpft. Immer nur die gleiche Musik würde es spielen, nichts Neues. Ich habe allerdings Verständnis für das Radio, zumindest, wenn es privat betrieben ist. Es muss Hörer anlocken und kann sie nicht erziehen. Neulich gab es in unserem Hause eine Feier. Ich bin nun der Meinung, dass die Güte eines Festes sich auch daran ablesen lässt, ob die Tanzfläche gefüllt ist. Folglich müssen sogenannte Klassiker gespielt werden, also Musikstücke, die jeder kennt und mag. Nicht mal PeterLicht kann man spielen, obwohl der in enger gezogeneren Kreisen schon wieder als abgeschmackt und "durch" gilt. Erzogen werden kann hier kaum und wenn, dann höchstens dadurch, dass bestimmte Sachen nicht gespielt werden. Dauert das Fest an und verlangen einige Gäste kontinuierlich nach Tanzmusik, wollen also nicht ans langsame Ausklingen denken, kommt man ins Schwitzen, da der Vorrat an Klassikern zur Neige geht und die Gäste murren, spielt man Unbekanntes. Zu bekannt und abgeschmackt darf die Musikauswahl ja auch nicht sein, "Self Esteem" und "Killing in the Name of" gehen nur gerade noch so. Rettende Entdeckungen zu später Stunde waren die Ska-Version von Come on Eileen und It's the End of the World and we Know it.
21
Dezember
Reisebusse/Busreisen
Schienenersatzverkehr mag niemand, da nützt auch ein Komfortreisebus nichts. Mit dem Reisebus werden ja meistens nur Rentner, wie man sagt, "rumgekarrt". In schöneren Fällen aber Schulklassen. Was spielt sich nicht alles in Reisebussen ab! Welche Initiationsriten werden auf den hinteren Bänken durchgeführt, während vorne die Lehrer sitzen und so tun, als ob sie nichts merkten! Auch ganz abgesehen davon: Großgruppenreisen mit knapp 30 Personen, die man alle sehr gut kennt, gibt's dann wirklich erst wieder im Seniorenalter, das sollte der lieben Jugend bewusst sein. Bestimmt haben die Senioren genauso viel Spaß, auch wenn der Zeitgeist das nur für die schöne Jugend vermutet. Schönheit hat mit Spaß nichts tun!
26
November
Güteerzeuger
Guter Quatsch entsteht nur, wenn sich die richtigen Leute zur richtigen Zeit treffen und zu viel Zeit haben. Man kann das nicht erzwingen, man kann höchstens Gelegenheiten beim Schopf ergreifen.
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