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01
Februar
Arro
Ich bin immer noch Handyverweigerer. Wenn das StudiVZ so weiterwächst, kann ich mich bald auch StudiVZ-Verweigerer nennen. Moralisch ist gegen das Netzwerk selbstverständlich nichts einzuwenden. Ästhetisch aber ungefähr genauso viel wie gegen Handyklingeltöne. Privatleben und Freunde manage ich eben doch lieber manuell. Natürlich könnte es passieren, dass ich ein arroganter Zeitgeistmuffel werde. Oder ich bin das schon. Der Vorwurf der Arroganz mehrt sich in letzter Zeit von verschiedenen Seiten. Nicht wegen meiner Verweigerung einiger Medien, sondern wegen mancher Geschmacksurteile, die nicht dem Massengeschmack entsprechen. Mein Gott! Ich! Ich bin doch der mit dem Mainstreamgeschmack! Ich will doch nur keinen völligen Mist, ansonsten bin ich doch für alles zu haben!
Muss man wirklich immer mitsaufen, seinen Intellekt verbergen und schlechten Argumenten beipflichten? Darf man mit sechsundzwanzig Jahren nicht sagen, dass man möglichst keine materiellen Geschenke will, die nur rumstehen? Wenn dem wirklich so ist, bin ich tatsächlich arrogant und will es dann aber auch bleiben. Wie jeder Arrogante eben. Wahrscheinlicher ist, dass ich mal wieder zwischen den Stühlen des Mainstreams und der Avantgarde sitze. Auch wie jeder. Zweite.
27
Januar
Marixsten: Vor allem humorlos.
Ich bin ja immer noch bei den Marxisten. Die Kälte hat sich gelegt und die Diskussionen sind spannend geworden. Aber auch hier nimmt man etwas ernst und ist daher, insbesondere was den Herrn Marx betrifft, eher humorlos. Für die Solgerexegeten gilt dies nicht, die laufen außer Konkurrenz, da sie hier nur aus einer Französin bestehen. Dennoch ist es schon soweit gekommen, dass ich einen zunehmenden Hass auf das Schild "Philosophie" entwickle, das mir jeden Morgen klarmacht, dass ich jetzt zu den Philosophen gehöre. Und das sind an der Bremer Uni vielfach auch gläubige Jünger einer Denkschule, die sich begierig auf Worte ihres Meisters stürzen.
[Der Lokführer dreht mal wieder durch und platzt bei jeder Ansage vor Freude, als sei er die Karikatur eines Motivationstrainers.]
25
Januar
Zu weit
Meine Damen und Herren! Jeder weiß, dass man einen Lebenslauf zu seinen Gunsten zurechtbiegen darf. Aber das letzte bisschen Anstand hieß doch, wenigstens öffentlich darüber zu schweigen! Auch dieser Damm ist gebrochen und zwar wie:
"Wir möchten Dich gerne dabei beraten, wie sich Dein soziales Engagement gegen die Mitbewerber einsetzen lässt." Ich hoffe immer noch, das nicht ernst gemeint zu sein (für den ACI im Deutschen!). Ansonsten ist der Kapitalismus doch falsch.
05
Januar
As far as names are concerned
Plural is the new singular.
19
Dezember
So sein
Ich möchte mich gern verrennen. Nutzlose Philologie betreiben. Oder Archäologie. Verschrobener Forscher sein. Oder Student, der aus wildwucherndem Interesse zwar viele Scheine, aber sein Studium nicht fertig kriegt. So muss das sein! Stattdessen: Effiziente Planung und emsiges Zielerreichen. Zeit für mehr Chaos im Leben!
Entscheidungshilfe
Heiraten sollte man dann, wenn man seiner Geliebten ohne sie zu beleidigen erklären kann, dass sie der beste Kompromiss unter allen Frauen dieser Welt ist.
12
Dezember
Das ist Deutschland
Ob du wirklich Deutschland bist, findest du am besten hier heraus. Ich bin es anscheinend. Aber ich bin ja auch Skorpion. Man ist, was man liest.
05
Dezember
Weiterdenken
29
November
Rat und Tat
Zehntausend unsinnge Verordnungen! Aufgeblähte Verwaltungen, sinnlose Regelungen bis ins Detail! So klingen heute die wahren Gesinnungs-Bürokraten, die nicht den Witz besitzen, die unsinnigen Verordnungen als das zu sehen, was sie sind: ein harmloser Spaß.
22
November
GW vs. NW III
Wenn es weniger harte Kriterien gibt, muss man natürlich umso gewitzter, charmanter und gebildeter sein. Deshalb sind Tischgespräche unter Geisteswissenschaftlern zwar prinzipiell interessant, könnten aber auch unangenehm anstrengend werden.
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