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03
Oktober
Zweckoptimismen
Die ökonomischen Analysen von Reiseführern. Der Optimismus, der hier notwendig vorherrscht. In den letzten Jahren hat sich viel getan, aber Ackerbau und Fischfang sind neben dem Tourismus immer noch die Haupteinnahmequellen. Hobbygeographenökonomie.
01
Oktober
Hannover
Jedes Mal der Gedanke: Machen sich die Frauen in Hannover nur als Kompensation für ihre hässliche Stadt so hübsch? Warum gilt das nicht im Pott?
26
September
Fiebrig
Muss ich eigentlich immer krank werden, um Ruhe zu finden? Bei hohem Fieber wird alles so sanft, so wie in Watte.
16
September
Süß und sauer
Junge Philosophiestudentinnen haben im Idealfall etwas rührend ernstes. Leider stehen neben ihnen die männlichen Poser, die Jargon können und mir die Stimmung versauen. Zum Glück reden in der Philosophie die Besseren mit wenig Jargon, bei Medizinern kann das anders sein, aber in den meisten nicht-technischen Bereichen der Geisteswissenschaften stimmt es wohl: Jargon ist immer ein Verlust. Man redet so, um mitspielen zu dürfen. Man geht auch auf Konferenzen zum Mitspielen. Das kann man aber auch grandios machen: Klug, gewitzt, steile These, clevere Argumente, dann noch weiblich, süß und mit einem Anflug von bayerischem Dialekt. Da bin ich ein paar Minuten verliebt und mit dem Wissenschaftsbetrieb versöhnt.
[Klug mit Dialekt - das können nur die Besten.]
15
September
GAP.7
Tagungseröffnungen können auch richtig gut sein: Das Bremer Rathaus ist von innen und außen unschlagbar, die Reden war kurz und knackig, die Musik kurz und fetzig, der Vortrag interes- und amüsant. Beim Empfang zeigt sich allerdings die Armut Bremens und seine Unfähigkeit Laugengebäck wie in Süddeutschland herzustellen - aber zum Essen ist zum Glück niemand hergekommen.
[kein Eigenlob]
13
September
Bavariaphil
Weil ihr Vater ein bayernverliebter Amerikaner war, wäre aus Angela Stuart um ein Haar eine Waltraud-Edeltraud Stuart geworden. Zwar sind Iphone-Apps das neue Partythema, aber nur zum Einstieg und da ist ja alles willkommen, was besser als Handytarife ist. WG-Parties sind nett und man kann Sprüche klopfen, aber richtig spannend sind sie nur im ersten Semester.
Das Töchterchen schreibt dazu folgendes, was auch besser als Handytarife und Waltraud-Edeltraud ist: älllllllllll ggh,jjjjjjjjjjhm fffffffnnnnnnnnnnn hhhhhhhhhhhhhm.e9 ttttttttttttttttttttttttttttttttttt ggggggggggggggggggg c44444444444444333333333333333333333, cccccccccccccccccccccccccccccccccccccccccccc.
10
September
Slavophil
Bisher dachte ich, osteuropäische Sprachen oder streng genommen osteuropäische Akzente im Deutschen gefielen mir nicht. Jetzt weiß ich, dass dies nur für polnische Frauen gilt. Polnische Männer haben häufig einen herrlich melodischen Zögerlaut auf den Lippen und Russinnen klingen geradezu begehrenswert mir ihrer weichen Aussprache eines harten Akzents. Meine Minutenverliebtheit geht so weit, dass ich mir den Anrufbeantworter einer Aleksandra hier an der Uni mehrmals anhöre. Leider doch nicht aus Romantik und Schwärmerei, sondern ganz profan, weil sie nicht zu erreichen ist. Ich bin eben doch nüchterner als ich sein will.
08
September
Limetteneis
Die Eisdielen überschlagen sich ja seit einigen Jahren auch in Deutschland mit neuen Sorten. Nicht mehr Schokolade, Vanille und ein paar Fruchtsorten werden aus Metallboxen gekratzt, sondern man türmt Kunstwerke auf, verziert sie und gibt ihnen Namen wie Snickers, Kinderschokolade oder Bacio (in Wahrheit heißen sie noch viel wilder, doch wie fällt mir nicht mehr ein!). Gestern aß ich eine Eissorte, die noch gefehlt hat: Limette. Limetten sind ja in allem besser als Zitronen und trotzdem genauso erfrischend. Das gilt auch für Eis und daher hoffe ich auf einen Limetteneisboom im nächsten Jahr.
05
September
Dramen
Es ist ja doch so, dass man Dramen doch lieber dabei ist, als mittendrin. Dann doch lieber interessante Hobbies (s.u., der Link aus Printzeiten).
[doch]
31
August
Strandurlaubsnachlese
Zwei Wochen waren wir fast ausschließlich am Strand. Mit Eltern, Tochter und vielen Büchern. Da gibt es wenig zu erzählen, aber viel zu genießen. Mir fällt auf, dass mir überhaupt nicht auffällt, was in einer Ferienwohnung fehlt. Gutgut, eine fehlende Dusche würde mir auch auffallen. Aber fehlende Haken und Ablagen? Luxus! Unnötig! Was mir auffällt, ist der verzweifelte Versuch der Franzosen, den Sieg der italienischen Kaffeekultur zu ignorieren. Cappuccino wird beharrlich mit Sahne geliefert. Auch fällt mir eine sehr einsame Frau auf, die passenderweise nicht "Freundin", sondern "myself" liest. Außerdem ist die Rollkofferablehnung der Menschen, die etwas auf ihren Stil halten zu krass. Zwei Mal 30 kg möchte ich nicht ohne Rollen schleppen. Oder sind die Stilvollen so cool, dass sie niemals mehr als 8 kg Gepäck brauchen und für mehr als 500m einen Kofferträger haben. Wohl. Stil ist immer anstrengend. Nicht anstrengend ist es für unsere Tochter Neues zu lernen. Sie sagt jetzt permanent ihren Namen und lebt in einer Being-John-Malkovich-Welt. Alles ist Ada. Auch der fuchtelnde Steward, bei der unvermeidlichen Schwimmwesten-Demonstration. Ada hält das für ein Winken und winkt zurück.
Gestern im Speisewagen dann die launige Aufforderung: "Verspüren Sie ein Kribbeln in der Magengegend? Dann ist das Hunger! In Wagen Nr. 11 finden sie ein frisch gezapftes Pils."
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