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... neuere Stories
21
Februar
Inder bei Pro7
Neulich traf ich mich mit einer Runde netter und recht harmloser Altersgenossen und saß mit ihnen auf dem Boden. Damit man etwas zu tun hatte, wurden Baguettes und Supermarktweichkäse gereicht. Damit man nicht denken musste, lief im Hintergrund Pro7. Damit man nicht informiert wurde, kamen dort Nachrichten. Der erste Beitrag handelte von einem x-beliebigen Autounfall, wie sie in Deutschland täglich vorkommen. Danach wurde ein Supermarktnavigationssystem vorgestellt. Der privatfernsehengeschädigte Tüttensuppenfan tippte "Maggi" auf den Touchscreen und dieser zeigte an, wo es "Maggi" gab. Danach stellte ein Herr in schlecht sitzendem Sakko eine Kombination aus Walk-Trainer und Einkaufswagen vor. Er zappelte dabei verkrampft und kam kaum vorwärts - außerdem war das Gerät mehr als 2 Meter lang. Ich wundere mich nicht mehr, warum der Einzelhandel stagniert, wenn das seine Ideen zum Weg aus der Krise sind.
Das bemerkenswerteste an den Pro7 Nachrichten aber war das Wetter. Oder eher dessen Unteritel: Dort war zu lesen, man könne sich für nur "10 Cent/Legion" rund um die Uhr über das Wetter informieren. Das fand ich nun wirklich einen netten Übersetzungsfehler.
04
Februar
VWLer, BWLer, Philosophen
Wie gerne schließe ich doch von der Physiognomie auf den Geist der Leute. Die VWLern aus der Vorlesung "Strukturpolitk" haben mich überrascht: Sie sehen "philosophischer" aus als unsere Halbphilosophen. Hager, mit blaßem Teint und schon leicht schütterem Haar schreiben sie wißbegierig mit Bleistift, tragen Kleidung aus den frühen neunziger Jahren und wirken dabei sehr klug. Die BWLer erfüllen wie immer brav männlicherseits das Prollo-Chef in Markenkleidung- oder auf weiblicher Seite das Blondchen-Schicksen-Stewardess-Klischee. Die Mischung aus Philosophen und Ökonomen dagegen, der ich im Übrigen angehöre, sieht für mich noch immer so durcheinander aus wie eine Abiklasse.
20
Januar
Deutsches Steuerrecht
Eben, Tagesschau: "Holger Pfahl hat 3,8 Millionen Mark Schmiergeld erhalten und nicht ordnungsgemäß versteuert." Ich bin da wirklich kein Experte, aber kann man Schmiergeld wirklich ordnungsgemäß versteuern?
19
Januar
Philosoffen
Ein Philosophieprofessor und sein Bruder, ein Juniorprofessor für angewandte Ethik und ein Assisstent des philosophischen Instituts treffen sich zufällig auf einer Party.
Ist es a) Die Zudröhn-Proll-Sauf-Chartmusik-Mensaparty oder b) Die 10-Jahresjubiläumsparty des AK "Kultur auf dem Campus - Glashaus e.v."?
14
Januar
Schwyzerei
NZZ, Donnerstag, 13.Januar, S.19
Interview mit dem Schweizer Bundesrat Joseph Deiss (...) - Sind Sie nicht ein bisschen unehrlich, wenn Sie für die Personenfreizügigkeit eintreten und dann mit den flankierenden Massnahmen vieles wieder zurücknehmen? - Ein Bundesrat ist nie unehrlich.
13
Januar
Eigentlich schön
eine Brise Humor. Netter jedenfalls als Weihnachtsgrippen.
07
Januar
![]() immer wieder amüsant. Hier aber wirklich unverständlich, oder?
25
Dezember
Schild:
Nach links: Fitness, Wellness. Nach rechts: Sinn-Welt.
14
Dezember
Der Blick der Kolchose
Es gibt hier einen Erstsemester, der dem deutschen Sprechgesang zugetan ist und aus Stuttgart kommt. Das Interessante an ihm: Man erkennt seine Herkunft nicht erst durch das seltsam großstädtische Schwäbeln. Nein, man kann sehen woher er kommt! Rapper-Mützen, Frisuren und Hosen sind landesweit gleichgeschaltet, daran erkennt man die Jungs aus dem Ländle also nicht. Es gibt aber tatsächlich eine spezifische Physiognomie der schwäbischen Hip Hopper: Es ist die Mischung aus einem naiven Blick und krampfhaft kritisch zusammengekniffenen Augen, die die Schwaben von den Nordrappern abhebt. So richtig trocken-coole Arroganz wird man bei "uns" nicht finden. Wir können alles, außer hochdeutsch und überheblich. Und ich finde, das sieht man.
12
Dezember
Seniler Bublath
Dass die Wissenschaftler (Joachim Bublath) und auch Nachrichtenmoderatoren (Alexander Niemetz, Wolf von Lojewski) nicht reden konnten, war immer ein sympathischer Zug des ZDF. Ist es aber auch noch sympathisch, wenn man die alten Herren (in diesem Falle Joachim Bublath) mit sehr bunten, aber ziemlich wirren Visionen der Weltraumbesiedelung auf die gutgläubigen Rentner loslässt?
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