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... neuere Stories
01
April
Wild und ungehemmt
Ein Freund sagte neulich, mir ginge wohl der präfrontale Cortex ab. Dabei bin ich nur aus einem Fenster gestiegen, um zu zeigen, dass man es doch von außen wischen kann. Doch das ist nur eine Kleinigkeit am Rande. Es wird mir zunehmend bewusst wie verdruckst viele Menschen sind und wie ungehemmt ich bin, wenn einmal der Schalter umgelegt ist. Dann mache ich vor niemandem mehr halt, mag er Nobelpreisträger oder Rockstar sein - und ich fühle mich gut und unterhaltsam dabei. Besondere Freude macht natürlich die Unterhaltung von klugen Damen, bei denen ich mir einbilden kann, sie würden merken, dass ich nicht nur ein hohler Sprücheklopfer bin, sondern mir der Hohlheit des sprudelnden Entertainertums durchaus bewusst bin. Doch ist das möglicherweise eben nur Einbildung? Gehe ich in Wahrheit nicht sehr vielen auf die Nerven? Das sind Fragen, die wohl niemand, also auch nicht die größte Nervensäge, mit ja beantworten würde. Im Übrigen bin ich der originellen Meinung, dass die Philosophie zu meiner Enthemmtheit durchaus beiträgt: Wenn man täglich lernt, Konventionen zu hinterfragen, absurde Vorschläge ernst zu nehmen und sich von den Erscheinungen nicht beeindrucken zu lassen tut man das eben auch. Die meisten Philosophen eher schriftlich, ich aber auch mündlich und sonst so im Leben. Was bin ich nicht für ein toller Hecht, verdammt!
31
März
Befindlichkeiten
Jetzt duftet es schon im Nahverkehrszug nach schweren grünen, feuchten, deutschen Sommerwiesen.
"Despite his talent as a filmmaker, Eliseo Subiela is not big on subtlety."
24
März
Alleine durch die Nacht
Also doch. Nicht nur ein Familienurlaub mit zweifellos beeindruckenden Touristenattraktionen. Es beginnt mit einer Party auf der sich junge und erfolgreiche New Yorker treffen. Durchaus trendy, aber nicht die neueste Mode und auch nicht die neuesten Drogen. Auch nicht Manhattan sondern Roosevelt Island, was aber noch besser ist, weil man mit der Seilbahn anschwebt und auf Manhattan rüberschauen kann. Man lobt meinen Sixties-Style, was ich, wie immer, nicht zu verstehen vorgebe. Außerdem solle ich meinen Button des Metropolitan Museum of Art verbergen, sagt die wildeste der Frauen. Man zeige Mueseumsbesuche nicht so herum. Eine leicht betrunkene Kamerafahrt durch die Party und ich bin raus, alleine nachts in New York. Angst habe ich nicht, auch wenn die Stimmen deutlich mehr und deutlich besser nach Gangster klingen. In milden Rausch (einen starken würde ich niemals zugeben) fliege ich zurück nach Manhattan, dort wehen Zeitungsfetzen im eisigen Wind und ein paar Verlorene irren durch die Straßen. Solche Klischees gehen nur alleine. Und dass die Stadt nicht schläft, glaubt man bloß wegen der Lichter und der glitzernden Autolichterflüsse auf dem Freeway.
20
März
Nebelmaschinen
Überall dampft oder raucht es hier aus den Gullis. Oft stehen auch übergroße Pylonen drauf, damit der Rauch noch geisterhafter abzieht. Und die Polizeiautos haben fünf Regler um ihren Sound der Situation anzupassen. Jedes Auto ist mit einem Fahrer und einem DJ besetzt.
18
März
Beach
In einem zimmergroßen Holzhaus am Meer quetschen sich 50 schreiende Collegekids, die seit kurzer Zeit Bier trinken dürfen. Musik hört man nicht, die Party ist Kinderfasching, aber der Holzsteg zum Meer entschädigt für alles. Nazi ist hier übrigens die Bezeichnung für Kontrollfreak, eine Freundin, die immer Musik auflegt ist folglich der "Music-Nazi". Am nächsten Tag eine Windows-Reinstallation für meine Schwester und am Abend ein Gospelgottesdienst mit lustigem Pfarrer: "I am afraid this sounds redundant, but I have to say it again, let's pray!"
17
März
Protokoll
Zweimal wurde es wirklich knapp: Vor dem Tempel der Hippness höre ich das Klingen meines im Halbrausch abgefallenen Eherings auf dem Teerboden. Nach fünf panischen Minuten ist er aber gefunden, die Diskoschlange applaudiert.
Vogelgezwitscher, als wir nach Hause kommen und Wolken in einem gelblichen Kontrast, vom Großstadtlicht erzeugt, mich umgebend in der vollverglasten Wohnung. Nach gut drei Stunden Schlaf dann in die S-Bahn, natürlich falsch. Es wird knapp, wenn ich Zug&Flug noch erreichan will. Sehr knapp. An der Bornholmer fahren zwar viele Taxis, aber die sind dank BVG-Streik alle voll. Ich gehe soweit, gewöhnliche Autofahrer an der Ampel anzubetteln. Dann plötzlich zwei freie Taxen, die erste findet 10 Minuten zum Bahnhof unmöglich. New York kann ich vergessen. Die zweite will es wissen und fährt dreimal über rote Ampeln und kümmert sich um kein Überholverbot oder Tempolimit. Der Koffer ist auf der Sitzbank neben mir, ich hechte nach draußen und bin auf die Minute am Gleis. Uff.
14
März
Beschwerdeempfehlung
Der Nachtportier rät uns nachdrücklich zur Beschwerde, falls die Schülergruppe auf dem Gang laut werden sollte.
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