letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


08
November
Wong Kar Wai
Das rebellische Künstler- oder Dandy-Leben scheint irgendwie notwendig, aber wenn man dem Künstlern, Dandys oder Rebellen glaubt, ist es aussichtslos und führt zu nichts als Verzweiflung und frühem Untergang. Das bürgerliche Leben dagegen ist zwar in sich falsch, aber dafür aussichtsreicher und erstrebenswerter. Eine Wahl hat man nie.

 
 
07
November
Far
Wie ich mich von Leuten entferne, allein dadurch Familie und Beruf zu haben und älter zu werden oder ein Mann zu sein. Aber die Leute sind schuld. Nicht ich - ich verstehe die Leute ja besser, als sie glauben. Ich bin wie sie.
Gegenthese: Sein wollen wie jemand und wirklich sein wie diese Person liegen ja meist weit auseinander. Ich bin eben genau nicht wie die Leute. Ich habe einen Beruf und Familie und werde älter. Ich bin nur wie das tatterige deutsche Feuilleton und verstehe genau das nicht, was ich anhimmle. Durchschauen ist ja nicht verstehen.

[Das deutsche Feuilleton]

 
 
06
November
Best
Ich war krank im Büro. Ich frug, ob ich wirklich so elend aussähe. Man sagte mir, "you have not your best face". Ich verstand, ich hätte ein "Dr. Best Face". Es war ungefähr das Gleiche. Was mich allerdings stutzig machte: Gibt es den besserwisserischen, leichengrauen Unsympath "Dr. Best" auch in anderen Ländern?

 
 
05
November
Performanz und Wiederholung
Wenn man etwas show-artiges macht, gibt es das Problem der Wiederholung. Öfter als einmal pro Monat sollte man seine Show daher nicht darbieten, zu groß ist die Gefahr des Abspulens. Das sage ich, der ich in jüngerer Zeit zum Diskjockey-Performance-Künstler geworden bin, was ja ein bei begrenztem Musikvorrat und geringer Kompetenz eine hierfür besonders gefährdete Rolle ist. Aber einmal pro Monat (ca.) geht schon, man ist ja gottseidank vergesslich.

 
 
05
November
Authenticate
Mal wieder ein Konzert, was professioneller, daher weniger "authentisch" und daher zwar noch gut, also eine große Freude, wie immer bei Musik, die man mag, aber eben doch nicht mehr genial war. Muss mal wieder bei Pollesch vorbeischauen, ihn endlich verstehen.

 
 
03
November
Affirmative!
Das notwendigerweise Affirmative in der Kindererziehung.

 
 
02
November
Reisen
Wie, traurigerweise, der Zauber von allem immer mehr verfliegt, je öfter man es tut. Reisen nach Frankreich oder Italien sind immer noch schön und jederzeit geboten. Schilder, Sprache, Architektur und Landschaft bleiben schön und anders, aber immer wieder aufs Neue verzaubern Sie leider nicht. Man kennt sich eben aus, mittlerweile. Immer weiter weg reisen ist nicht die Lösung, die ich suche. Eher: Den Zauber der Jugend nicht mehr erwarten, erwachsene Genüsse kultivieren.

 
 
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Last update: 29. Jan, 08:46
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