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22
Januar
Laienkunst
Me, pondering:
Ewiges Thema Laienkunst. Hat viele Vorteile, vor allem den der Anbindung an andere Lebenswelten und den der geringeren Verzweiflung. Allerdings: Nur mit Profikunst kommt man in die Profikreise und da dort alle erfolglos sind und Geld nicht der Maßstab sein soll, baut man sich andere Referenzsysteme auf, der inhaltliche Diskurs wird härter, kritischer, auch wenn sich an der Oberfläche alle lieben müssen. Dieser härtere Diskurs und Wettbewerb um inhaltliche Qualität kann Kriterien erschaffen, für die Laien gar keine Zeit, keine Augen, kein Durchhaltevermögen haben und daher kann in der Profikunst Neues entstehen, was seinen eigenen, potenziell interessanten Kriterien genügt. Es kann natürlich auch selbstreferentieller Bollock entstehen, der außer Distinktion nichts enthält. Unklar, wie nur Kunst es ist. [Der deutsche Singular von Bollocks]
18
Januar
Ich
Vielleicht sind die Fantas ja auch sehr gut und ich tue ihnen Unrecht, nur weil Deichkind so exakt das ist, was ich will: Diese Mischung aus extrem antreibender Musik und nöliger Meta-Ebene, die in jedem Detail, jeder Fanfare, jeder Phrase, jedem Songthema, jedem Reim, jeder Intonation steckt! Diese Musik kombiniert mit einer ironisch-überdrehten artsy-fartsy Show, die aber aber nicht Klemmi-intellektuell sondern mit dem Holzhammer daher kommt, den Holzhammer aber auch noch doppelbödig meint und daher von keiner Szene gemocht wird, im Mainstream aber Erfolg hat: Das bin ich (und diese Handtasche!).
14
Januar
Fanta Sie
Die Fantas. S gibt schlechtere.
10
Januar
Fips
Wie ich alle halbe Jahr denke, Fips Assmussen sei so schlecht, dass er schon wieder gut sei und mir wenigstens einen Auftritt in mein Archiv holen will, dann aber immer merke, dass er doch zu schlecht ist. Nicht mal: Leider geil.
03
Dezember
Blitz
Mildes Überblitzen statt romatisch-blitzfreier Wärme scheint der Look of the season, seit ein paar Jahren. Blitzen kann auf Instagram nämlich noch (fast) niemand.
16
November
Sub
Der Unsinn, den ich vom mainstream und Kunst erzählt habe! Heute ist doch alles ausdifferenziert und ab 1000 Fans gibt es eine eigene Sparte und darin natürlich Kriterien was gut ist und was nicht, also gibt es ganz schnell Erfolg innerhalb von Subgruppen.
Vergess ich jedes Mal, weil ich eben doch überall im Mainstream hänge, oder das zumindest glaube. (Kann nicht ganz stimmen, denn andere halten mich oft für schräg.) Captain Obvious: Totaler Misserfolg kann natürlich nicht gut sein, beziehungsweise bleibt die Güte dann bloße Behauptung.
13
November
Garde
Oder man hat halt einfach Pech. Oder "schlechtes Marketing", wie es dann oft heißt. Das gilt alles genauso für Produkte, wie für Kunst.
12
November
Avant
Die Beurteilung avantgardistischer Kunst ist ohne jede Nähe zum Mainstream und seinem Erfolg nur verspätet möglich. Und auch dann nur, wenn der eingeschlagene Weg irgendwann später zum Erfolg wurde. Zum Zeitpunkt t=0 bleibt die Überlegenheit bloße Behauptung, wenn sich kein Erfolg einstellt - denn bei wirklicher Avantgarde-Kunst müssen auch die kunstinternen Kriterien versagen. Es bleibt simpel: Irgendwie neu und irgendwie anschlussfähig muss Kunst sein. Wenn sie beides nicht schafft, ist sie nicht gut.
20
Oktober
Psycho
Immer weniger mag ich selbstmitleidige Psychologie in der Kunst, immer mehr neue Formen, neue Effekte, die Eröffnung neuer Welten.
Nur eins klappt außerdem immer gut: Neue Identifikationsmöglichkeiten stiften. Aber bitte nicht jammern dabei.
03
Oktober
V
Ich mag keine Comic-Verfilmungen mehr, dachte ich. Nicht weil ich älter werde, sondern weil ich schon zu viele gesehen habe. Ok, das hängt zusammen. Jetzt sah ich "V wie Vendetta" und wusste gar nicht, dass es eine Comic-Verfilmung war. Es war gut, weil verstörend anders, auch: schlecht. Der extrem billige Look bei den Szenen im TV-Studio, die völlig schlampig gestaltete Zukunft, bei der man sich nicht mal ansatzweise Mühe gegeben hat, irgendetwas irgendwie zukünftig aussehen zu lassen, die deplatzierte Matrix-Kampf-Szene nur am Schluss, die Parteinahme für Terrorismus, die realistischen Demostrations-Szenen.
War also doch richtig, dass der Film lange auf meiner Liste war.
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