letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


17
Februar
Kulturtechnik
Was man unbedingt lernen müsste: Telefongespräche elegant beenden. Nicht zehmal wiederholen, was abgemacht wurde. Nicht erklären warum man Schluss macht. Keine Zeitgründe vorschieben. Keine ironischen Sprüche. Sondern: Ein schönes Ende, bei dem man sich selbst wohlfühlt, das angenehm, ungezwungen und nicht hektisch daherkommt. Oder geht die letzte schöne Unsicherheit verloren, wenn man das kann?

 
 
13
Februar
Kreiseintritt
Warum muss ich immer Kreise bewundern, in die man sich nicht so leicht reinmogeln kann, wie in die der BWLer? Und warum muss ich immer so verdammtes Glück haben? So wird das nie was.

 
 
23
Januar
Kumpanei
Es wird wieder schwieriger, dazuzugehören. Im heimligen Schullandheimsambiente einer "Außenstation" der Universität dauert es einen Tag, bis ich mir Geschwätzigkeit und Kumpanei verzeihe. Muss das eigentlich sein, oder liegt es an den Leuten und gar nicht an mir?

[Seelenblähungen.]

 
 
18
Januar
Bin ich hart?
Vor einiger Zeit war ich in einer Diskothek und hatte Spaß. Rage against the machine sind immer ein guter Anlass sich den berühmten Tanz-Muskelkater zu holen. Ich ging also in die Vollen, doch meine Brille dabei zu Bruch. Jetzt trage ich seit fünf Tagen die selben Tageslinsen. Die Augenärzte rollen mit den Augen, die Augenoptiker (gibt's denn auch Ohrenoptiker, oder wie?) wollen mich verbieten. Aber es juckt nicht, es brennt nicht und ich sehe perfekt. Sogar besser als am ersten Tag. Entweder gibt es eine große Linsenlüge oder ich bin wirklich hart im Nehmen.

 
 
16
Januar
Selbsteinschätzung
Es liegt nur an den anderen, ob ich mir langweilig vorkomme.

 
 
11
Januar
Erlösung
Es muss bitte, bitte, bitte so etwas geben wie intellektuelles Desinteresse. Ich halte den Kleinkram nicht mehr aus!

[Bei der Klausurvorbereitung sollte man nicht bloggen.]

 
 
10
Januar
Verzerrter Tag
Pubertäre Sonderlingsgefühle bei der Ankunft auf dem Campus. Ein Gewaber von Menschen, was machen die alle? Grüßende Hände und Gesichter. Sie kennen mich. Ich rede, versuche unterhaltsam zu sein, bin hinter einer Nebelwand. Das ist alles nicht richtig. Was zum Teufel soll der Unsinn? Wissenschaft, Philosophie? Auch hier sind die Antworten immer zu simpel, müssen zu simpel sein. Also Neid auf die Forscher, die konkrete Aufgaben haben. Neid und Verlust der Fähigkeit, sich überlegen zu fühlen. Ich bin nur Beobachter. Wenigstens die Logik verspricht ein bisschen Sicherheit. Dann diese seltsame Radiosendung. Ein Mikro vor meinem Mund saugt den hanebüchensten Unsinn aus mir, den ich als Hörer verdammen und sofort abdrehen würde. Nicht mal lustig ist das. Ich will nur noch schlafen, um der Beklommenheit auszuweichen.

 
 
09
Januar
Küchensprache
In Italien fiel mir Philosophieren leichter als Kochen. In Deutschland ist das wohl genauso. Ich behaupte jetzt mal, das liegt nicht an meinem praktischem Geschick, (was natürlich eine Lüge ist!) sondern an der komplizierten Küchensprache. Die seltsamsten Instrumente und Zutaten haben Namen, die kein Mensch verstehen kann. Und wenn man weiß, was gemeint ist, versteht man nicht warum. Wieso heißen "Löffelbisquits" wie sie heißen?

 
 
05
Januar
Endlich gut.
Den perfekten Kosenamen gibt es nicht. Deshalb muss man die Klassiker höchst ironisch verwenden, denn ernsthaft darf man sich nie, nie, nie "Hasi" nennen. Auch darf man nie zu lange bei einem Kosenamen bleiben, sonst schwindet die Ironie durch Gewöhnung. Ist man jedoch zu faul sich permanent neue Kosenamen auszudenken, gibt es einen Ausweg, in dem die Ironie fest eingebaut ist. Meine Damen und Herren! mein all-time-favourite der Kosenamen lautet: Bösi.

 
 
02
Januar
Einsichten
Dialoge, die die Welt ab und zu braucht:

"Was macht ihr denn grade?"
"Wir schauen gegen die Wand."

Das neue Jahr beginnt also mit einem Kalauer und der Erkenntnis, dass Offenheit und Direktheit genauso kompliziert sein können, wie nicht geäußerte Wünsche und vorsichtige Höflichkeit. An Verständnis zu glauben ist wohl naiv. Ich will wenigstens in ein paar Bereichen noch naiv sein können.

 
 
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