letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


10
Januar
Verzerrter Tag
Pubertäre Sonderlingsgefühle bei der Ankunft auf dem Campus. Ein Gewaber von Menschen, was machen die alle? Grüßende Hände und Gesichter. Sie kennen mich. Ich rede, versuche unterhaltsam zu sein, bin hinter einer Nebelwand. Das ist alles nicht richtig. Was zum Teufel soll der Unsinn? Wissenschaft, Philosophie? Auch hier sind die Antworten immer zu simpel, müssen zu simpel sein. Also Neid auf die Forscher, die konkrete Aufgaben haben. Neid und Verlust der Fähigkeit, sich überlegen zu fühlen. Ich bin nur Beobachter. Wenigstens die Logik verspricht ein bisschen Sicherheit. Dann diese seltsame Radiosendung. Ein Mikro vor meinem Mund saugt den hanebüchensten Unsinn aus mir, den ich als Hörer verdammen und sofort abdrehen würde. Nicht mal lustig ist das. Ich will nur noch schlafen, um der Beklommenheit auszuweichen.

 
 
09
Januar
Küchensprache
In Italien fiel mir Philosophieren leichter als Kochen. In Deutschland ist das wohl genauso. Ich behaupte jetzt mal, das liegt nicht an meinem praktischem Geschick, (was natürlich eine Lüge ist!) sondern an der komplizierten Küchensprache. Die seltsamsten Instrumente und Zutaten haben Namen, die kein Mensch verstehen kann. Und wenn man weiß, was gemeint ist, versteht man nicht warum. Wieso heißen "Löffelbisquits" wie sie heißen?

 
 
05
Januar
Endlich gut.
Den perfekten Kosenamen gibt es nicht. Deshalb muss man die Klassiker höchst ironisch verwenden, denn ernsthaft darf man sich nie, nie, nie "Hasi" nennen. Auch darf man nie zu lange bei einem Kosenamen bleiben, sonst schwindet die Ironie durch Gewöhnung. Ist man jedoch zu faul sich permanent neue Kosenamen auszudenken, gibt es einen Ausweg, in dem die Ironie fest eingebaut ist. Meine Damen und Herren! mein all-time-favourite der Kosenamen lautet: Bösi.

 
 
02
Januar
Einsichten
Dialoge, die die Welt ab und zu braucht:

"Was macht ihr denn grade?"
"Wir schauen gegen die Wand."

Das neue Jahr beginnt also mit einem Kalauer und der Erkenntnis, dass Offenheit und Direktheit genauso kompliziert sein können, wie nicht geäußerte Wünsche und vorsichtige Höflichkeit. An Verständnis zu glauben ist wohl naiv. Ich will wenigstens in ein paar Bereichen noch naiv sein können.

 
 
29
Dezember
Heissa!
Wenn man zu Hause ist und so ein Bilderbuch-Schnee liegt, kann man nicht erwachsen sein. Es muss gerauft werden, bis die Unterhose nass wird. Und wer beim Schanzen nicht den Rücken riskiert, ist eine Memme, kapiert?

 
 
Wie früher
Die Schlagfertigkeit kommt eben doch auf einen Schlag zurück. Gottseidank! Dann kann ich ja unbesorgt meine Stilübungen machen, verloren geht dabei anscheinend nichts.

 
 
27
Dezember
Verweichlichung
Nivea hat es tatsächlich geschafft: Der alte Satz "Aftershave muss beißen, sonst wirkt es nicht", gilt nicht mehr. Selbst gestandene Männer schmieren sich mittlerweile den Glibber von After-Shave-Balsam ins Gesicht und verzichten so auf den allmorgendlichen Männlichkeitsbeweis von purem Alkohol auf gereizter Haut.

 
 
24
Dezember
Das alte Lied
Zerrissenheit zwischen Neid auf naive Begeisterungsfähigkeit und Bewunderung überlegener Rationalität.

 
 
20
Dezember
Engländer müsste man sein
Deutsche Schauspieler können noch so viel an ihrem Akzent feilen, sie sollten niemals englische Stücke spielen. Diese Genialität und den leichtfüßigen Witz haben wir Teutonen einfach nicht. Also lassen wir's besser gleich sein und bekennen uns zu unseren Tugenden: Grüblerei und Romantik.

 
 
12
Dezember
Kommilitonen
Brav, schlau, fleißig, anständig, bescheiden. Alles Eigenschaften, die ich achte und achten möchte. Warum dann diese permanente Bewunderung von überheblichen Formulierungskünstlern?

 
 
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Last update: 21. Dez, 15:08
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