| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
19
November
Bescheid
Bescheidwissen oder Staunen? Nein, beides!
14
November
Anspruch
Stolz darauf, anspruchsvoll (wissen, was gut ist) und anspruchslos (keine Abhängigkeit von den Dingen) zugleich zu sein.
13
November
Spiel 2
Ähnlich auch: Wie Museumsbesuche das Spielerische verloren haben, wie sie notgedrungen immer mehr zu einem Abchecken und Einordnen werden (wie alles). Mit Kindern ist das natürlich anders - man entdeckt neu, erklärt, vereinfacht, spielt mehr, nimmt sich aber eben auch hier zumindest teilweise die Möglichkeit ein gewisses Kompetenzniveau zu überschreiten, was einige Freuden dann überhaupt erst möglich macht. Diese erkenne ich an und beneide ich, sie passen aber wohl doch nicht zu meinem stets um Kindlichkeit bemühten Gemüt.
12
November
Die Möglichkeiten zu Spielen
Wie die Möglichkeiten zu Spielen schwinden, wie alles notgedrungen ernst wird. Selbst der Spaß, man ist dann halt professioneller Clown. Oder man hat ein Hobby und wird zum Experte in irgendwas. Selbst Mottoparties gehen kaum noch, es sind dann eher Einladungen, für die man sich ernsthaft hübsch oder auch irgendwie übertrieben herrichtet. Dieser Ernst hat natürlich auch seinen Reiz, mit bloßem Spiel kommt man über ein gewisses Level an Intensität ja nie hinaus. Doch die Leichtigkeit und Offenheit, sie ist dahin, dahin.
03
November
Bewusstseins-Industrie
Ich glaube nicht an die heilige christliche Kirche, sondern an die Macht der Worte über das Bewusstsein. Man sollte sich so einige Begriffe und Denkweisen verbieten, wenn man mit seinem Leben zufrieden sein will.
16
Oktober
Plain
Wie man von sich sagen kann, dass man sein Leben mit Excel plant und dabei strahlt.
16
Oktober
Urerfahrung
Es gibt wohl keinen dööferen Ort für Kriminelle oder Tunichtgute als dunkle, einsame Wälder. Trotzdem existiert für jeden von uns die Urerfahrung der Angst alleine nachts im Wald. Hinter jedem Schatten, jedem Busch, jedem Baumstamm lauert ein Angriff.
[Intensitäten]
09
Oktober
Lame
Wie wir alle so verdammt professionell nett zueinander sind. Gar kein Hass mehr, kein Ausgrenzen, kein Mobben. Wie langweilig!
08
Oktober
Rechter Weg
Falls ich jemals auch nur milde Zweifel gehegt hätte, ein Bildungsbürger zu sein, dann würden sie durch die Tatsache zerstreut, dass ich in jungen Jahren schon beim der vorsichtigen Annäherung an ein Mädchen, dessen Erfahrungsschatz in geschlechtlichen Dingen bedeutend größer als der Meinige war, einen bekannten Satz des alten Goethe nicht aus dem Kopf bekam:
"Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange, Ist sich des rechten Weges wohl bewußt." Ich dachte dies sehr ernsthaft, wunderte mich zwar über mich selbst, war dann aber umso mehr von der Richtigkeit dieses Satzes überzeugt und entsprechend vorsichtig/schüchtern/zurückhalten/dämlich.
30
September
Motiv
Warum strengt man sich eigentlich für Dinge an, die weder Spaß machen noch sinnvoll sind? Das ist ja noch schwerer zu beantworten, als Kants grundlegendes Problem in der Ethik, zu kären "wie reine Vernunft praktisch sein könne". Zum Beispiel Texte großer Anstrengung und wenig Freude zu schreiben, die niemand ließt und die auch nichts "wollen". Dazu müsste man dem Texten schon sehr viel Wert "an sich" beimessen oder vage Hoffen, dass wenn sie schon nichts bewirken, die Erstellung wenigstens irgendwann Spaß macht. Oder sich sowohl gegen Freude oder Nutzen als "Sinn" des Lebens stemmen und eher ein Emporquälen wählen. Es gibt Metapräferenzen, das höre ich wohl nie mehr auf zu betonen.
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