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... neuere Stories
23
Oktober
Nettigkeit
Ich glaube, ich habe alle meine Erfolg nur der Tatsache zu verdanken, dass ich so ein netter Typ bin. Bei der Konferenz habe ich nicht viel für die Technik getan und ein Laptop ging zu Bruch, aber alle bedanken sich bei mir fürs erfolgreiche Technik-Management. Jetzt bekomme ich die Höchstnote und zweifle selbst sehr. Man mag mich halt, das ist wohl auch eine Stärke.
19
Oktober
Nachbarschaften
Ich finde, man soll in schlechten Gegenden wohnen. Es soll nicht sein, dass die braven Bürger immer bei den braven Bürgern wohnen und die anderen woanders. Außerdem sind die "guten" Wohnungen so absehbar. Holzboden, Stuckdecke, viel Grün und Antiquariate. Das mögen alle.
Natürlich möchte auch nicht ausschließlich Nachbarn haben, zu denen ich keinen Draht finde. Also lande ich wieder bei den Bürgern. Schelling at work!
04
Oktober
Texas Jim
Die Ungreifbaren, Berührenden, Sensiblen, die aber trotzdem was machen, sind die Tollen. Die man noch nicht durchschaut hat. Vor denen man sich simpel vorkommt. Von denen will man lernen, obwohl man sie nicht beneidet.
24
September
Kleingeist
Ich hetze nur gegen Tarifgespräche, weil ich mein kleinliches Interesse an Preis/Leistungs-Kombinationen und Technik hasse. Darum habe ich auch kein Handy. Aus Angst vor mir selbst. Aus Schwäche. Jetzt sitze ich schon wieder am Computer anstatt mit meiner Tochter zu spielen, da haben Sie's.
23
September
Misologie
Denken macht ja Spaß. Wenn auch nicht immer, so möchte doch niemand, der sich für kompliziert hält mit einem Menschen, den er für eher schlicht hält, tauschen. Mit dem Menschen nicht, mit seinem Beruf aber vielleicht schon. Es scheint mir so, dass die Klugen zwischen 25 und 30 eher ausgebeutet werden als die Nicht-Ganz-So-Klugen. Die haben nämlich schon sichere Stellen, viel Freizeit und machen Weltreisen. Die Klugen machen sowas nicht, die machen sich Sorgen um ihre Zukunft.
20
September
Retro
Schon lange ist es hipp, alte Sachen zu mögen. Die Liebe zu alten Namen geht soweit, dass Kinder wieder "Ilse" heißen. Märklin Metall wird geliebt. Die Politik war früher besser und die Menschen hatten Stil, trugen Hüte und waren echte Agenten in fernen Ländern. Heute sind ferne Länder nah und viel zu Reisen ist kein Privileg, sondern anstrengend.
Ich kann den Retro-Trend verstehen, aber er geht mir zu weit. Neues ist doch immer interessanter als Altes! Mit dieser langweiligen These komme ich mir schon fast dumpf und ungebildet vor, soweit geht die Diktatur der Oma-Kleidung. Ich will mich aber nicht schämen für mein Interesse an neuem, so sehr ich den gebildeten Tonangebern auch sonst hinterheräffe. Update: Wer sehen will, was ich meine, sehe sich Charlotte Roches Frisur hier an.
07
September
Jugend, Sommer, Wahrheit, Stil
Die ewigen Sommer der Jugend sind möglicherweise endgültig vorbei. Das "möglicherweise" ist zwar schlechter Stil, erhöht aber den Wahrheitswert des voranstehenden Satzes. Doch seit wann schere ich mich um Wahrheit? Seit wann um Stil? Seit neun Jahren, aber immer mit Unterbrechungen - denn was ist hässlicher als konsequenter Stil?
14
August
Erkenntnisse eines Gymnasiasten
Unterstellen wir einmal es gäbe coole Leute, die wirklich cool sind. Die also nicht nur so tun, sondern ihre Coolness so verinnerlicht haben, dass sie immer cool sind. Nicht zu begeistern, nicht zu kränken, nicht zu berühren. Immer bei sich selbst, ein Ziel vor Augen, dieses verfolgend, von nichts abgelenkt. Ist das jetzt bewundernswert oder doch eher langweilig?
10
August
Jahre
Nur freuen, Nichts bereuen: Zwei Jahre sind wir heute verheiratet und es könnte nicht besser sein. Besonders die Entscheidung mit 26 zu heiraten. Damals war das gerade noch so rebellisch und cool. Jetzt machen es uns alle nach.
09
August
Erwachsen
Gestern waren wir in Ostfriesland. Es war ausgesprochen schön, fast filmkulissenartig, auch wenn dieser Vergleich nur sagt, dass mir die passenden Worte fehlen. Genauer also sah die Kulisse der Hochzeit aus, wie das Setting einer Beerdigungsszene einer britischen Komödie: Grauer Himmel, rote Backsteinbauten, ein Friedhof hinter der Kirche. Die Ostfriesen sprachen zwar seemännisch mit rollendem "R", waren aber so überaus freundlich, gebildet und aufgeschlossen, dass alle Provinzklischees widerlegt wurden. Die Hochzeitsfeier war entspannt und sehr nett und entsprach damit genau den Plänen des entspannten und fröhlichen Hochzeitspaars (nicht Brautpaars, warum immer Brautpaar? Hat jemand jemals zwei Bräute auf einer Hochzeit gesehen?).
Allerdings sind leider einige Ex-Kommilitionen, die ich lange nicht gesehen hatte, erwachsen geworden. Wie oft muss ich das denn noch erklären, dass man nicht aufhören darf zu spielen? Früher habt ihr doch auch suchend gescherzt? Warum jetzt Schweigen, Achselzucken oder Karriereplanen? Natürlich muss man von etwas leben können, natürlich studiert man nicht mehr. Aber soll man deshalb das Spielerische auch im Privaten aufgeben? Nein, niemals!
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