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... neuere Stories
05
Januar
Wohlstandsblähungen
Ich glaube, ich wäre sehr glücklich, wenn mein Besitz sich in zwei Koffer packen ließe. In meiner Zeit in Bologna war dem so. Dennoch häuft sich gegen meinen Willen immer mehr an, man gewöhnt sich an den Luxus und es wäre dumm, Geschenke abzulehnen. Schnell sitzt man mit einer vollständigen Wohnung da, an deren Bequemlichkeiten man sich gewöhnt hat. Vielleicht sollte ich, wie mit Studium, Heirat und Kindszeugung auch die Flucht nach vorne antreten und einen Job finden, der mir eine Wohnung ermöglicht, die ihre Bezeichnung verdient. Allerdings reizt mich daran, im Gegensatz zu Heirat, Studium und Kindszeugung rein gar nichts.
01
Januar
Weg
Seit langem fasziniert mich, dass die Buchstabenfolge W-E-G sowohl einen Weg mit einer Richtung, als auch die Abkehr von etwas weg bedeuten kann. In Zukunft wende ich mich von der Philosophie weg oder eher ab. Das wird mir zu gefährlich ernst und professionell alles; sowas kann ich nicht. Wenn etwas professionell wird, muss man immer mit anderen urteilen, also bescheid wissen. Ich will aber wieder selber entscheiden und dafür muss ich weniger bescheid wissen*, also was Neues anfangen. Aber eigentlich erst nächstes Jahr, dieses Jahr warte ich nur ab, was angesichts der Prognosen gar nicht das Schlechteste ist.
*nur weniger, nicht gar nicht. So naiv, dass ich an ein unabhängiges Selbst glaube, bin nicht mal ich.
31
Dezember
Langfrist
Wäre es eigentlich sehr unsympathisch, wenn ich mir schon jetzt ein Kind gewünscht hätte, damit ich in drei Jahren Freude mit ihm haben kann? Ist langfristiges Denken, das vornehmlich abwägend und rational erfolgt generell unsympathisch? Ist spontane Gedankenlosigkeit netter?
30
Dezember
Verfügbarkeit
Ich bin borniert und habe immer noch kein Handy. Daniel Kehlmann sagt (am Ende dieses Interviews) warum sich das lohnt. Mehr Romantik!
25
Dezember
Niemals
Es darf mir nie passieren, dass Technik wichtiger wird als Menschen. Leider, leider besteht die Gefahr. Man kann etwas wollen, was man nicht will. Es gibt Metapräferenzen.
23
Dezember
Alles Quatsch
Ich höre Musik, genieße Massagen, esse Schokoriegel und sehe Filme. Dass ich kein Tee trinke sagt rein gar nichts. Höchstens, dass ich meine, es sagte etwas, sagt etwas.
[Elende Lifestylefragen]
22
Dezember
Teetrinker
Dass ich nur ca. zehn Mal im Jahr Tee trinke, sagt fast schon alles über mich: Kuschelige Gemütlichkeit ist nicht mein Hauptlebensziel. Und wenn sie mal ein Tagesziel ist, kann ich sie nicht durch äußere Faktoren wie Tee (auch nicht durch Kaffee oder Wein!) herstellen. Und wenn ich das könnte, wäre ich vielleicht trotzdem zu faul, mir einen Tee zu kochen. Der Stolz auf die emotionale Unabhängigkeit geht leider auch mit der Unfähigkeit einher, sich leicht "etwas Gutes" tun zu können. Bei mir muss es mindestens ein Nachmittag am See sein.
14
Dezember
Untertreibung
Gestern so untertrieben, dass es einer Korrektur bedarf: Nicht nur Herzklopfen habe ich mir geholt, heftig verliebt habe ich mich. So ist das. Und nicht "unbeschreiblich". Kennt jeder, das Gefühl!
12
Dezember
Eine Alternative weniger
Schon in der Schule tröstete ich mich: Sollte ich sehr unerfolgreich in meinem zukünftigen Beruf sein, dann hätte ich immernoch die Möglichkeit, das weibliche Pendant zum jodelnden Japaner zu werden. Und in der Volksmusik-Branche ließe sich dann richtig viel Kohle absahnen!
Leider wurde ich nun der Illusion dieser Alternative beraubt! Da sahnt nämlich schon eine andere asiatische Jasminblüte ab: http://www.youtube.com/watch?v=jTapOa9mENE
09
Dezember
Eigennamen
Obwohl die Postadressen so gut wie nie mehr benötigt werden und sich die Handynummer bei einem Umzug auch nicht ändert, ist es unter meinen Freunden üblich, einen neue Anschrift per Massenmail kurz bekannt zu geben. Die weniger technik-affinen Freunde verstecken dabei die Empfänger nicht, sodass ich all die beeindruckenden Namen der mir größtenteils unbekannten Freunde meiner Freunde lesen kann. Solche Namen sind etwas völlig anderes, als Namen in einem Telefonbuch, denn ich kenne die Menschen hinter ihnen ja fast. Wäre ich im StudiVZ, könnte ich auch Gesichter sehen - aber möchte ich wirklich Namen wie "Luce Bourgeois" durch alberne Partyfotos entzaubern? Nein, das möchte ich nicht. Ich weiß genug über meine Freunde, um anhand der Namen ihrer Freunde in den Genuss vager Ahnungen zu kommen.
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