letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


08
Dezember
Glanz der Elite
Gelegentliche Logins auf der Homepage meines alten Studiengangs zeigen mir Lebensläufe, die sich um Korea, Singapur, Brasilien sowieo NGOs und Ethikberatung drehen. Sehr beeindruckend, besonders auf mich. Ich hätte das alles haben können, aber ich konnte nicht wollen. Hätte ich etwas Anständiges gelernt, könnte ich Statistiker oder Schreiner werden. Jetzt muss ich mich dagegen durchschlagen und darauf vertrauen, dass es irgendwie laufen wird. Wenn ich mich gut fühle, klappt das auch. Dazu hilft es sehr, wenn die Leute, deren Lebensläufe mir Angst einjagen, anwesend sind. Denn dann sind sie entweder nett und klug, oder schnell entzaubert. Hoffentlich sehen das die Personalchefs genauso.

[Einfach wissen, was man tun soll.]

[Alte Leier, sorry.]

 
 
01
Dezember
Freiheit durch Verzicht
Gestern habe ich 90 GB von meiner Platte geputzt und dachte, dies würde mir ein erhebendes Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit verschaffen. Ist aber nicht so. Ordnungs- und Kontrollwahn führen nie zu solch erhebenden Gefühlen, sondern nur zu mehr Arbeit. Vielleicht auch zu Erfolg, aber Erfolg ist eine Kategorie für Drohnen.

[Freiheit ist immer Freiheit zu etwas. Nicht von.]

 
 
26
November
Freudenanspruch
Ob wir schon aufgeregt seien und uns auf das Kind freuten, werden wir jetzt immer öfter gefragt. Es scheint mir ungewöhnlich, dass ich darauf nicht klar antworten kann. Aufgrund meiner völligen Unerfahrenheit mit eigenen Kindern ist es eher so, dass ich überhaupt nicht weiß, wie es mit Kind sein wird. Ich weiß zwar, dass meine Familie toll ist und ich langfristig auch so etwas will. Natürlich finde ich auch, dass kleine Babys süß sind - wer tut das nicht? Aber wie es ist, ein eigenes Baby zu haben, das weiß ich nicht und deshalb kann ich mich nicht geradeheraus darauf freuen. Dennoch bin ich mir sicher, dass es in keinem Fall besser gewesen wäre, noch länger zu warten. Wenn man etwas will und handeln kann, ist warten nie besser.

 
 
21
November
Befindlichkeiten der Hippness
Gestern dachte ich, man könne nur hipp sein, wenn man sich gut fühlt. Heute morgen fühlte ich mich bestätigt, denn es war schlechtes Wetter. Erster Schnee zwar, aber er war so feucht und unwirtlich, dass selbst die coolsten Hipster zu geduckten und durchnässten Würmern werden mussten. Dann hörte ich PeterLicht und dachte, hmm, der ist auch hipp, aber er fühlt sich nicht gut. Geht also doch.

 
 
18
November
Quellen des Wissens
Erfuhr ich neulich, Bezeugungen gälten als Quellen des Wissens. Dachte ich mir: Auf dieser Wissensquelle basieren meine gesamten Lebensplanungen.

 
 
14
November
Aus Spaß wurde Ernst - Ernst ist jetzt 5 Jahre alt
Es ist mitnichten so, dass es sich leichter lebt, wenn man das Leben nicht so ernst nimmt. Es kann dann nämlich passieren, dass man sich nach Ernst sehnt und sehr über seine Unfähigkeit zu Nämlichen grämt.

[Vielleicht: PeterLicht.]

 
 
04
November
Sowas geht
Man kann tatsächlich in Deutschland Firmen gründen und es direkt mit den Großen aufnehmen. txtr.com will besser sein als google, amazon und Sony. Kluge Leute ohne Angst wagen das Experiment, überzeugen Investoren, kriegen Geld und legen los. Bevor man so etwas wagt, muss man die Angst besiegen. Man muss glauben, dass selbst die Stars nur mit Wasser kochen. Ich persönlich weiß das zwar, schaffe es aber nicht daran zu glauben. Dies ist kein Paradoxon: jeder, der eine beliebige mündliche Prüfung durchgemacht hat, kennt das Problem. Also nieder mit den Stars, lang lebe txtr.com!

 
 
24
Oktober
Theorie und Praxis
Es gibt chaotische Kantianer, es gibt fröhliche Heideggerfans und es gibt mich, der immer noch glaubt, man müsse zu seinen Überzeugungen stehen und Philosophie müsse eine Auswirkung haben auf die Art wie man lebt.

 
 
23
Oktober
Möglichkeiten
Verstörend ist die Tatsache, dass man mit völlig fremden Menschen Gespräche anfangen kann. Man kann das tun, man weiß aber nicht wie. Manche Leute, so erzählt man, gehen sogar in Bars und fangen dort Gespräche an. Das wäre noch verstörender, wenn dort nicht meist die enthemmende Wirkung des Alkohols im Spiel wäre. Man kann sogar neue Leben anfangen.

 
 
13
Oktober
Zwangsspaß
Bemerkenswerterweise sind Gespräche, die sich für mich extrem gezwungen anfühlen von außen betrachtet wahrscheinlich amüsanter und intelligenter, als diejenigen, bei denen ich mich wohlfühle. Erzwungene Originalität ist möglich und gelenkte Spontaneität kein Paradoxon.

 
 
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Last update: 26. Feb, 13:20
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