letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


12
Oktober
Anderswo
Die Wahl des Arztberufs ist leicht zu erklären. Niemand wundert sich, wenn jemand Arzt wird. Mir ist sind Ärzte unheimlich und unverständlich (Allerdings nur theoretisch, praktisch sind sie meistens klug und sympathisch!). Ärzte sind Menschen, die sehr genau wissen, was sie wollen (Menschen helfen) und dafür bereit sind Höllenqualen an stupider Auswendiglernerei sowie Duckmäusertum vor rigiden Hierarchien auf sich zu nehmen, um mit schlechter Perspektive unter ungünstigen Bedingungen einen intellektuell eher anspruchslosen Job auszuüben, für den man allerdings die besten Abiturnoten benötigt. Das ist verstörend und beneidenswert.
Ähnlich könnte man allerdings bei der Kinderfrage argumentieren: Kinder sind teuer, extrem anstrengend und die Perspektive ist vollkommen ungewiss. Verstörend, dass doch so viele Menschen Kinder möchten.

 
 
05
Oktober
Häußlichkeit
Sich einrichten und es dann verabscheuen. Die bürgerliche Aufgabe "Wohnen" meistern. Immerhin hat die geliebte Coccinella die gleichen Probleme, viel schwieriger wäre die neue Häuslichkeit, wenn einer von uns total begeistert wäre. Und, natürlich, wichtig ist das alles nicht.

 
 
27
September
Aus
Genug geschlafen hat man, wenn die Umdrehmöglichkeiten nicht unbequem, sondern langweilig werden.

 
 
26
September
Maßstäbe
Intelligenz gepaart mit Freundlichkeit entschädigt für alles. Stil, Charme und Witz haben nur die weniger Intelligenten nötig und natürlich versuchen sie, diese Eigenschaften zu den wirklich wichtigen zu erklären.

 
 
23
September
Ordnung als Kulturgut
Ich lebe zur Zeit in Unordnung und Schmutz und finde, man kann alles aushalten, solange sich ein Ende absehen lässt. Die Unordnung hat sogar charakterbildende Wirkung: Ich lerne, dass Ordnung auch bei mir ein Kulturgut und nicht Produkt einer gestörten Persönlichkeit ist. Ich kann ja auch ohne Ordnung leben, ich schätze aber ihre Ästhetik. Ein Nachteil der Unordnung zeigt sich höchstens im Traum, in dem mir scheint meine Decken seien beim Umzug allesamt durch Hundefutter gezogen worden.

 
 
21
September
Sommer adé
Jahreszeiten sind immer ein Thema. Jedes Jahr. Und sie werden auch nicht langweilig, im Gegensatz zu Handytarifen, Benzinpreisen und der Inflation. Sie berühren nämlich etwas, schwingen die zarten Saiten der Seele an.


 
 
15
September
Doppeltes Taxieren
Akademisches Taxieren ist nicht nett - wenn man's aber überwunden hat, kann man doch entspannen. Klüger ist es ohnehin, solche Dinge zu ignorieren, indem man über ihnen steht und lernt, akademische Brillanz für so unwichtig zu halten, wie sie ist. Witz, Charme, Bildung, aber auch Bescheidenheit, Ehrlichkeit und Anstand zählen mehr und hängen - ist das nun offensichtlich oder erstaunlich? - gar nicht mit dem akademischen Können zusammen.
Wozu es Konferenzen überhaupt gibt, fragt man sich natürlich auch immer. Diskutieren kann man viel besser mit ein, zwei interessierten Leuten, zu denen man nicht fliegen muss und die mehr als 30 Minuten Zeit haben. Mehr lernen würde man vermutlich, wenn man lesen würde. Bleibt das Networking und das kann, wenn man es endlich geschafft hat die Zynikerbrille abzulegen, oder eher wenn man nach den Anfangsekeln doch noch sympathische Leute getroffen hat, gut funktionieren und sehr nett sein (Stichwort "Die Brüche aushalten"!). Lebensentwürfe kennen zu lernen ist spannender und relevanter als ökonomische Methodologie.

Insgesamt: Mein Vortrag lief gut, auch vor den Großen muss ich keine Angst haben. Trotzdem muss ich raus - ein Arbeitsumfeld mit so geringem Frauenanteil ist nichts für mich. Das sage ich und halte mich für emanzipiert.

 
 
04
September
Umzüge
Zwischen drei Wohnungen und drei PCs gleichzeitig umziehen ist doch ein bisschen viel. Wobei mich, Überraschung, der PC-Umzug mehr belastet - seine Wohnung kann man ja auch mal zu Hause lassen.

[Immer alles gleichzeitig]

 
 
03
September
Bewerber
Zum ersten Mal sah ich, wie sich Menschen um eine Wohnung bewerben. Und natürlich weise ich gleich auf den Hauptnachteil der Wohnung hin. Die Italiener haben einfach immer den ersten genommen, der kam. Nix WG-Rat, oder so.

 
 
29
August
Raus kommen
Gut am Umziehen ist ja auch, dass man mal wieder rauskommt und die Stadt an Wochentagen sieht. Menschen sieht, die andere Dinge tun, andere Leben leben. Es findet viel Schönes statt während ich selbtsgeschaffene Probleme wälze.

 
 
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Last update: 26. Feb, 13:20
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