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... neuere Stories
29
August
Doch ein guter Abend
Die verbrüdernde Wirkung des Alkohols. Auch meine Zunge lockert sich tatsächlich. Und ich lade ein, biete an, ja, dränge auf, weil sich das so gehört und weil es tatsächlich Freude macht. Mir und den Bedrängten. Und es lockert, möglicherweise sogar ohne Alkohol. Da habe ich was von meinen Ahnen gelernt.
[Im Übrigen bin ich heute umgezogen]
26
August
Glück ist unproduktiv
Das Sehnen nach literarischem Geist, nach Empfindsamkeit, nach Ausdrucksvermögen desselben in anstrengenden Phasen, aus denen man Ausflucht sucht, ist noch da, aber fast besiegt. Das wäre nichts, das könnte ich nicht und das sollte man sowieso besser lassen. Man muss die Balance hinkriegen, die Finger von Dingen zu lassen, die man nicht kann und sich trotzdem Neues zutrauen.
04
August
Paradox, normal und schwer zu bewerten
Moralphilosophen verhalten sich in moralischen Fragen überlicherweise genauso unreflektiert und inkonsistent wie der Durchschnitt. Das ist verwundlich, ja man könnte es paradox nennen, es ist aber auch normal und menschlich. Und ich weiß nicht einmal, ob es gut oder schlecht ist. Stellen Sie sich mal jemanden vor, der tatsächlich Utilitarist oder Kantianer wäre und diese Überzeugung auch leben würde.
[etwas leben]
01
August
Das ist cool und wahr
Sagen die Spießer: Du, Mädchen, findst du das eigentlich wirklich schön, mit den grünen Haaren?
Sagt das Mädchen: Nein, aber meine Mutter will das so. Lügt die Mutter: Stimmt.
26
Juli
Namen
Jetzt, wo wir wirklich ein Kind erwarten, macht es keinen Spaß mehr über mögliche Namen nachzudenken. Die Kinderindustrie ist noch viel schlimmer als die Hochzeitsindustrie und zwingt einen, sich aus dem ganzen gekünstelten Drama rauszuhalten. Ähem. Für die Hochzeit kann ich das ja nicht ganz behaupten, fällt mir auf. Naja, jedenfalls heißt das Kind halt irgendwie und das ist alles nicht so wichtig.
24
Juli
Prokrastination
Ein milder Sommermorgen verlangt innere Ruhe und Friedlichkeit, Bob Marley im Ohr predigt Relaxen. Darum lenke ich mein Rad auf einen vermeintlich kleinen Umweg in den Bürgerpark, der sich aber, qua Gelassenheit und Orientierungslosigkeit zu einer kleinen morgentlichen Fahrradtour auswächst. Ich versuche zu genießen und sehe vor allem friedliche Menschen bei Urlaubstätigkeiten. Ein letzter, sehnender Blick auf den unverhofft aufblitzenden Stadtwaldsee und dann zeigen sich mahnend die ersten hohen Unigebäude und rufen zur Arbeit. Urlaub ist später.
[Ablenkungen ohne Internet]
22
Juli
Unoriginell
Natürlich gibt es einen einfachen, ja offensichtlichen Ausweg aus der falschen Dichotomie von extrem und klug. Originelle Ansichten. Die müssen nicht klug im Sinne von ausgewogen und durchdacht sein und ebenfalls in keiner Weise extrem. Sie müssen zunächst nur überraschen und das ist ganz einfach, wenn man sich traut Dinge zu sagen, die irgendwie außerhalb des Rahmens liegen und man irgendeinen Anschluss findet. Das ist nichts Neues. Daher ein weiterer Tipp für Leute, die sich toll fühlen wollen: Immer schön falsche Dichotomien aufbauen und anschließend einen Ausweg präsentieren.
21
Juli
Gegensätze
Intellektuelle Strenge steht einer sympathischen Emotionalität durchaus entgegen. Dennoch kann selbst die konsequenteste Lebensführung alberne, kindische und sogar dumme Verhaltensweise erlauben. Eben dann, wenn sie angebracht sind. Die Vorherschaft des Intellekts ist damit nicht gebrochen und irgendwelche postmodernen Brüche braucht man dafür auch nicht zu postulieren. Welche Albernheiten zu welchen Zeitpunkten erlaubt sind, ist damit natürlich nicht gesagt. Ich wage aber zu behaupten, dass Diddelmäuse im Büro vermutlich bei niemandem hängen werden, der meint, sich seine Kindereien intellektuell erlauben zu müssen.
[In die Tasche lügen]
19
Juli
Identitäten
In echt bin ich übrigens komplexer. Hoffe ich.
16
Juli
Abwägungen
Ich möchte klug und interessant sein. Klugheit verlangt häufig, von extremen Positionen Abstand zu halten. Interessant zu sein verlangt auf den ersten Blick das Gegenteil, sonst ist man ja nur ein lahmer Kompromissler. Also versuche ich extreme Positionen zu vertreten, ohne sie allzu ernst zu nehmen oder gar mit Pathos auf ihnen zu beharren. Das könnte wiederum den Vorwurf der Blutleere einbringen, was ich aber in Kauf nehme: Zwar sind wirklich hitzig vorgetragene Ansichten spannender als nur versuchsweise übernommene, jedoch geht einem Hitzkopf die in unseren Zeiten sehr angesehene Fähigkeit zur Selbstironie ab, die sowohl als klug als auch als interessant gilt.
[Bei aller Kompliziertheit plump]
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