| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
14
April
Isn't it Ironic
Als wir das Eis bezahlen, fängt es an zu regnen. Kurz bevor der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Worte "summa cum lauda" aussprechen kann, ist die Speicherkarte voll.
12
April
Frühlingsgefühle
Man war wieder unglaublich nett zu mir und deshalb habe ich in Hamburg wieder ein Fahrrad, was meinen persönlichen Glückslevel massiv anhebt. Seltsamerweise kam ich nie auf die Idee mir hier ein Rad zu kaufen - ja, ich vertrat sogar schon mir selbst gegenüber die These, der Nahverkehr sei hier sehr gut und man bräuchte kein Rad. Doch was sind solche theoretischen Erkenntnis gegen das Gefühl der Freiheit auf zwei Rädern?
11
April
Eudaimonia
Das ist es doch: Der spielerische Umgang mit der Welt. Die Dinge ernst, aber leicht nehmen. Die anderen eben möglichst nicht zu verachten, mit Menschen zu spielen, von denem man weiß, dass man sie nicht lieben wird und auch nicht will. Zu lernen. Auf Scooter-Konzerte zu gehen und Spaß zu haben!
10
April
Kulturlos
Ich habe ein Experiment hinter mir: Zwei Nächte wurden im Büro verbracht, um zu sehen, ob sich das aushalten ließe. Nun, es lässt sich. Und zwar sehr gut. Wenn ich telefoniere, lese oder schreibe, blende ich den Raum um mich herum völlig aus. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, ob mir ein schöner Raum 300 Euro im Monat wert sein soll, wenn ich ihn nur für acht Nächte benutze, dann entscheide ich mich dagegen. Manche halten gerade das für kulturlos und treffen mich damit natürlich an der empfindlichsten Stelle. Aushalten kann man drei Tage auch, ohne sich zu waschen - trotzdem sollte man das nicht anstreben. Falls ich mich also dazu entschlösse, tatsächlich für zwei Nächte auf ein Zimmer zu verzichten, um dann fünf Nächte eine umso schönere Wohnung zu haben, ist das auch kulturlos? Oder ist es gerade ein Dienst an der Wohnkultur? Das Argument mit der gesellschaflichen Normalität ist jedenfalls keines, besonders nicht, wenn es um Fragen der Kultur geht. Eher müsste man ein Argument bringen, dass Kultur auch über Mindeststandards definiert und außerdem gerade diese Art der Abwägung, wie ich sie betreibe verdammt.
02
April
Mehr noch:
Ich rede auch ungehemmt mit allen über sexuelle Dinge, so dass gelacht und getönt wird. Weiterhin ziehe ich bunte Klamotten an und esse ohne Ekel Krustentiere. Kurzum: Ich bin abgeklärt und suche mir meine Wildheiten einfach aus. Ich bin verheiratet.
01
April
Wild und ungehemmt
Ein Freund sagte neulich, mir ginge wohl der präfrontale Cortex ab. Dabei bin ich nur aus einem Fenster gestiegen, um zu zeigen, dass man es doch von außen wischen kann. Doch das ist nur eine Kleinigkeit am Rande. Es wird mir zunehmend bewusst wie verdruckst viele Menschen sind und wie ungehemmt ich bin, wenn einmal der Schalter umgelegt ist. Dann mache ich vor niemandem mehr halt, mag er Nobelpreisträger oder Rockstar sein - und ich fühle mich gut und unterhaltsam dabei. Besondere Freude macht natürlich die Unterhaltung von klugen Damen, bei denen ich mir einbilden kann, sie würden merken, dass ich nicht nur ein hohler Sprücheklopfer bin, sondern mir der Hohlheit des sprudelnden Entertainertums durchaus bewusst bin. Doch ist das möglicherweise eben nur Einbildung? Gehe ich in Wahrheit nicht sehr vielen auf die Nerven? Das sind Fragen, die wohl niemand, also auch nicht die größte Nervensäge, mit ja beantworten würde. Im Übrigen bin ich der originellen Meinung, dass die Philosophie zu meiner Enthemmtheit durchaus beiträgt: Wenn man täglich lernt, Konventionen zu hinterfragen, absurde Vorschläge ernst zu nehmen und sich von den Erscheinungen nicht beeindrucken zu lassen tut man das eben auch. Die meisten Philosophen eher schriftlich, ich aber auch mündlich und sonst so im Leben. Was bin ich nicht für ein toller Hecht, verdammt!
24
März
Alleine durch die Nacht
Also doch. Nicht nur ein Familienurlaub mit zweifellos beeindruckenden Touristenattraktionen. Es beginnt mit einer Party auf der sich junge und erfolgreiche New Yorker treffen. Durchaus trendy, aber nicht die neueste Mode und auch nicht die neuesten Drogen. Auch nicht Manhattan sondern Roosevelt Island, was aber noch besser ist, weil man mit der Seilbahn anschwebt und auf Manhattan rüberschauen kann. Man lobt meinen Sixties-Style, was ich, wie immer, nicht zu verstehen vorgebe. Außerdem solle ich meinen Button des Metropolitan Museum of Art verbergen, sagt die wildeste der Frauen. Man zeige Mueseumsbesuche nicht so herum. Eine leicht betrunkene Kamerafahrt durch die Party und ich bin raus, alleine nachts in New York. Angst habe ich nicht, auch wenn die Stimmen deutlich mehr und deutlich besser nach Gangster klingen. In milden Rausch (einen starken würde ich niemals zugeben) fliege ich zurück nach Manhattan, dort wehen Zeitungsfetzen im eisigen Wind und ein paar Verlorene irren durch die Straßen. Solche Klischees gehen nur alleine. Und dass die Stadt nicht schläft, glaubt man bloß wegen der Lichter und der glitzernden Autolichterflüsse auf dem Freeway.
17
März
Protokoll
Zweimal wurde es wirklich knapp: Vor dem Tempel der Hippness höre ich das Klingen meines im Halbrausch abgefallenen Eherings auf dem Teerboden. Nach fünf panischen Minuten ist er aber gefunden, die Diskoschlange applaudiert.
Vogelgezwitscher, als wir nach Hause kommen und Wolken in einem gelblichen Kontrast, vom Großstadtlicht erzeugt, mich umgebend in der vollverglasten Wohnung. Nach gut drei Stunden Schlaf dann in die S-Bahn, natürlich falsch. Es wird knapp, wenn ich Zug&Flug noch erreichan will. Sehr knapp. An der Bornholmer fahren zwar viele Taxis, aber die sind dank BVG-Streik alle voll. Ich gehe soweit, gewöhnliche Autofahrer an der Ampel anzubetteln. Dann plötzlich zwei freie Taxen, die erste findet 10 Minuten zum Bahnhof unmöglich. New York kann ich vergessen. Die zweite will es wissen und fährt dreimal über rote Ampeln und kümmert sich um kein Überholverbot oder Tempolimit. Der Koffer ist auf der Sitzbank neben mir, ich hechte nach draußen und bin auf die Minute am Gleis. Uff.
14
März
Beschwerdeempfehlung
Der Nachtportier rät uns nachdrücklich zur Beschwerde, falls die Schülergruppe auf dem Gang laut werden sollte.
11
März
Genuss
Was das Kaffeetrinken angeht, so behaupte ich ja gerne, ich sei ein Genussmensch und tränke nur dann und wann Kaffee, wie mir eben der Sinn stünde. Dabei handle ich nie einfach so danach, wonach mir der Sinn steht. Kaffee trinke ich in Wahrheit, wenn ich ausgerechnet habe weniger als 6 Stunden im Bett gelegen zu sein. Trotzdem nimmt man mir den Genussmensch mittlerweile ab. Fast.
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