letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


09
Januar
Leidenschaft
Mal wieder heimlicher Neid auf Leute, denen die Philosophie so wichtig ist, dass sie als alleinerziehende Mutter mit Mitte dreißig eine unbezahlte Promotion anfangen und jahrelang von einem Thema nicht losgelassen werden. Ich mein, nichts gegen die Philosophie, schönes Fach, kluge Leute, aber diese Leidenschaft ist mir rätselhaft.

 
 
21
Dezember
Drogen
Am besten bin ich auf zwei Gläsern Sekt mit einer Tasse Kaffee. Dann bin ich lustig, intelligent und kann schnell und klug schreiben. Ich habe auch am nächsten Tag keinen Kater. Warum also will ich nicht immer auf diese Drogen setzen? Ich befürchte nicht, davon krank zu werden. Die Effekte wären ausnahmslos positiv. Aber irgendeine verquaste Idee aus Pflicht, Würde, Härte und anderem Nazi- und Kantkram inklusive diverser naturalistischer Fehlschlüsse hält mich davon ab und auf einem unbegründeten rechten Wege.

 
 
15
Dezember
Hamburg
Ich lerne die Großstadt zu lieben. Besonders wenn ich im Zug ankomme, den Hafen überquere, Schweißerarbeiten im Dunkeln flackern und sich Autoschlangen durch die Stadt schieben. So ein hartes, cooles Großstadtleben abseits von jeder Nettigkeit macht Spaß, weil ich mich langsam als echten Teil davon begreife und mir manche Kneipen, Clubs oder Stadteile, die von der Landbevölkerung bestaunt werden, langsam geläufig werden. Man muss schon mindestens drei Mal wo gewesen sein, bis sich dieser Effekt einstellt. Trotzdem weiß ich natürlich: Ich brauch das alles nicht. Das ist nicht meine Welt. Aber jetzt merke ich, dass es meine Welt werden könnte, wenn ich denn wollte.

 
 
13
Dezember
Die Eltern hatten recht
Ich sehe immer mehr, wie schüchtern und unsicher die sind, die gemeinhin wohl als cool gelten können. Es stimmt wirklich, dass man sich hinter Markenklamotten und der richtigen Musik verstecken kann. Die Je-Desto-FormelTM "Je besser angezogen, desto schüchterner" trifft es ziemlich gut. Und die Coolen, die nicht verbal schüchtern sind, sind meistens verklemmt in dem Sinne, dass sie sich für vielen Quatsch zu fein sind. Getanzt wird erst, wenn man betrunken ist und Karaoke singt man nie. Wie gut, dass ich nicht cool bin. Was ich nicht gesagt habe: Karohemd-Fetthaar-Nerdos sind spaßige Draufgänger. Ende des Vorhergehenden.

 
 
27
November
Look and Feel
Nach fast sieben Jahren und seit ein paar Tagen läuft mein Windows XP endlich im Teletubbie Look. Ich bin weich geworden. Es stört mich rein gar nichts mehr an der "Platz- und Ressourcenverschwendung", ich finde sogar die Farben frisch. Auch die Animationen und Menüschatten sind angeschaltet und bremsen überhaupt nicht, im Gegenteil, sie freuen mich mit jeder Bewegung. Früher wollte ich es grau und kantig, alles sollte auf maximale Leistung optimiert sein. Jetzt werde ich plötzlich liberaler. Im Leben will und schaffe ich das ja schon seit einiger Zeit, aber jetzt wird auch mein Rechner zum Lifestyleobjekt. Na gut, mit dem Windows-Standard-Look bin ich davon noch weit entfernt. Aber die Tendenz zählt, oder?
P.S.: Sogar das "neue" Startmenü ist aktiviert und ich mag es.

 
 
23
November
Noch mehr Glück
Aber diesmal mit sehr guten, aber zu geheimen Gründen!

 
 
21
November
Oder:
Ich hätte auch einfach schreiben können: Ich bin plötzlich und unverständlicherweise beschwingt und glücklich. Sowas hängt ja nie von den Umständen ab. Nichts konnte mir heute diese Stimmung kaputt machen, weder eine Straße, die zunächst nicht da ist , sondern erst beim zweiten Anlauf auftauchen will, noch ein Polizist, der meine vorhandenen Kopfhörer und das fehlende Licht bemängelt. Ich strahle ihn an, er sagt nichts von wegen Verwarnung, sondern bittet mich ebenfalls lächelnd, das Rad zu schieben. Ich schiebe fröhlich. Kommt sowieso gerade tolle Musik aus meinem mp3-Player. Natürlich fliegen mir auch interessierte Blick von gutaussehenden Frauen zu, obwohl mein sehr warmer Wintermantel zugegebenermaßen hart an der Nerdigkeitsgrenze ist. Diese Frauen sind übrigens echte "Frauen". Ein Status, den ich meiner Frau immer noch nicht so recht zugestehen will und auch nicht wollen will.
Wie man sieht, reicht das Glück sogar für einen zweiten Eintrag, heute.

 
 
So viel Liebe
Ich möchte allen Menschen helfen und Gutes tun. Oder einfach nur nett sein und aufmunternd. Alle haben es verdient, alle Menschen sind gut.

 
 
18
November
Schwarz
Jetzt ist es schon zu Zeiten, die mit der Ziffer "16" beginnen wieder stockdunkel. Früher, also nicht vor ein paar Monaten, da natürlich auch, aber hier ist eher gemeint, vor einigen Jahren, war das noch nicht so extrem und so früh schwarz. Finde ich. Und jetzt trage ich auch schwarze Hemden, nachdem sie monatelang im Schrank vergessen waren.

 
 
15
November
Sympathie
Das Schönste und Unglaublichste der Welt ist das Gefühl, jemanden zu verstehen - obwohl man sehr genau weiß wie wenig echtes Verstehen sogar seiner eigenen Person möglich ist. Es gibt aber dennoch dieses Gefühl der Sympathie, des Nichtnachdenkenmüssens, der Entspanntheit mit anderen. Das ist es doch, wofür wir leben, oder? Es muss nicht immer die große Liebe sein.

 
 
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Last update: 21. Dez, 15:08
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