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... neuere Stories
23
Januar
Charme
Ich finde immer mehr Gefallen an meinem Beruf. Und wie ich immer vermutet habe, ist es doch das Arbeitsumfeld, oder besser, die Leute, die die richtigen sind. Insbesondere bin ich umgeben von schönen, klugen und kultivierten Damen aus aller Herren Länder, denen es Freude macht, wenn ich ihnen fröhlich die Verblüffung aufs Gesicht zaubere. Ich fürchte, das gibt es in "der Industrie" so nicht.
22
Januar
Rebellion
Irgendetwas ist falsch daran, die rebellische Lederhose mit seinen Eltern zu kaufen. Wahrscheinlich ist sie einfach nicht mehr rebellisch, die Lederhose. Dann ist der Satz nur noch deskriptiv falsch. Wenigstens, uff.
17
Januar
Möglichkeiten
Ein Freund war in Boston, weil er dort arbeiten will. Als er zurückkommt, hat er nur Klischees gesehen. Das ist normal und Vorurteile wollen schließlich gut gepflegt sein. Ich war noch nie in den USA und war deshalb über manches, was er berichtete doch erstaunt. Es gibt da anscheinend Leute, die absichtlich die Preisschilder an ihrer Kleidung lassen. Ich hielt das für ziemlich cool, konsumkritisch und so. Der Freund meinte aber, das wäre nicht kritisch gemeint. Man wolle zeigen, was man habe. Bei uns Deutschen herrscht ja immer soviel Neid, wir haben nicht so ein unverkrampftes Verhältnis zum Geld, wissen sie, da können wir von den Amerikanern noch viel lernen.
(Wie deutet man in einem Blog-Eintrag angemessen an, dass man etwas nicht ganz ernst meint? Emoticons verbieten sich. Ein "Ironie"-Tag auch. Weil Ironie ist das ja auch irgendwie nicht.)
11
Januar
Hart, nicht Medium!
Ich bin es wirklich. Hart, hart, hart! Und mindestens 80% meiner Mitkonsumenten sind Waschlappen und wollen lasche extra-sensitive Zahbürsten. Mir können sie nicht hart und kratzig genug sein. Bis tief in das Blut hinein muss man putzen, sonst wirkt es nicht! (Die Zahnpflege scheint hier tatsächlich zum Thema zu werden, Teufel auch!)
10
Januar
Silvester
Es war wieder großartig dieses Jahr, aber nicht so reich an erzählbaren Geschichten wie 2007. Ich will auf Parties jetzt immer mehr tanzen und weniger reden. Das ist während der Party toll, aber danach merkt man, dass man nichts mitgekriegt hat. Achja: Reise nach Jerusalem heißt auf englisch schlicht "Musical Chairs" und ist das beste Partyspiel neben Zwei-Minuten-Mumien aus Klopapier basteln, was auf englisch sicher einfach bumf-mummies heißt.
09
Januar
Leidenschaft
Mal wieder heimlicher Neid auf Leute, denen die Philosophie so wichtig ist, dass sie als alleinerziehende Mutter mit Mitte dreißig eine unbezahlte Promotion anfangen und jahrelang von einem Thema nicht losgelassen werden. Ich mein, nichts gegen die Philosophie, schönes Fach, kluge Leute, aber diese Leidenschaft ist mir rätselhaft.
21
Dezember
Drogen
Am besten bin ich auf zwei Gläsern Sekt mit einer Tasse Kaffee. Dann bin ich lustig, intelligent und kann schnell und klug schreiben. Ich habe auch am nächsten Tag keinen Kater. Warum also will ich nicht immer auf diese Drogen setzen? Ich befürchte nicht, davon krank zu werden. Die Effekte wären ausnahmslos positiv. Aber irgendeine verquaste Idee aus Pflicht, Würde, Härte und anderem Nazi- und Kantkram inklusive diverser naturalistischer Fehlschlüsse hält mich davon ab und auf einem unbegründeten rechten Wege.
15
Dezember
Hamburg
Ich lerne die Großstadt zu lieben. Besonders wenn ich im Zug ankomme, den Hafen überquere, Schweißerarbeiten im Dunkeln flackern und sich Autoschlangen durch die Stadt schieben. So ein hartes, cooles Großstadtleben abseits von jeder Nettigkeit macht Spaß, weil ich mich langsam als echten Teil davon begreife und mir manche Kneipen, Clubs oder Stadteile, die von der Landbevölkerung bestaunt werden, langsam geläufig werden. Man muss schon mindestens drei Mal wo gewesen sein, bis sich dieser Effekt einstellt. Trotzdem weiß ich natürlich: Ich brauch das alles nicht. Das ist nicht meine Welt. Aber jetzt merke ich, dass es meine Welt werden könnte, wenn ich denn wollte.
13
Dezember
Die Eltern hatten recht
Ich sehe immer mehr, wie schüchtern und unsicher die sind, die gemeinhin wohl als cool gelten können. Es stimmt wirklich, dass man sich hinter Markenklamotten und der richtigen Musik verstecken kann. Die Je-Desto-FormelTM "Je besser angezogen, desto schüchterner" trifft es ziemlich gut. Und die Coolen, die nicht verbal schüchtern sind, sind meistens verklemmt in dem Sinne, dass sie sich für vielen Quatsch zu fein sind. Getanzt wird erst, wenn man betrunken ist und Karaoke singt man nie. Wie gut, dass ich nicht cool bin. Was ich nicht gesagt habe: Karohemd-Fetthaar-Nerdos sind spaßige Draufgänger. Ende des Vorhergehenden.
27
November
Look and Feel
Nach fast sieben Jahren und seit ein paar Tagen läuft mein Windows XP endlich im Teletubbie Look. Ich bin weich geworden. Es stört mich rein gar nichts mehr an der "Platz- und Ressourcenverschwendung", ich finde sogar die Farben frisch. Auch die Animationen und Menüschatten sind angeschaltet und bremsen überhaupt nicht, im Gegenteil, sie freuen mich mit jeder Bewegung. Früher wollte ich es grau und kantig, alles sollte auf maximale Leistung optimiert sein. Jetzt werde ich plötzlich liberaler. Im Leben will und schaffe ich das ja schon seit einiger Zeit, aber jetzt wird auch mein Rechner zum Lifestyleobjekt. Na gut, mit dem Windows-Standard-Look bin ich davon noch weit entfernt. Aber die Tendenz zählt, oder?
P.S.: Sogar das "neue" Startmenü ist aktiviert und ich mag es.
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