letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


23
Januar
Project F
Ein Startup namens "Frankenstein" löst das Problem, Logos der Bundesdruckerei von Briefköpfen zu entfernen. Wenn man nur 1% der Briefe dieser Druckerei als Auftrag bekomme, seien schon Millionen gesichert. Und ein Logo entfernen sei keineswegs banal. Man denke nur an McDonalds. Wenn das ikonisch "M" einfach entfernt werde, bleibe oft dennoch ein rotes Quadrat. Auf den Briefen der Bundesdruckerei ist allerdings nur ein verschmiertes schwarz-weiß Logo in Fax-Qualität zu sehen. Ich verstehe das Problem und seine Lösung überhaupt nicht, aber das Startup schwimmt im Geld.

 
 
19
Januar
Abhänge
"Frauen, für die es wahnsinnig gut am Laufen ist, sagen, dass ein Buch auf dem Hintern einer Frau immer mindestens 45 Grad geneigt sein muss."

 
 
06
November
Die Bosheit der Frauen
Wir gingen vom Strand zum Ferienhaus, als ein Auto beim Rückwärtsausparken fast die Böschung herunterrutschte. Natürlich wollten wir helfen. Seile holen, Auto gemeinsam wieder raufziehen. Im Ferienhaus war das äußerst attraktive Mädchen, der ich versprochen hatte, mit ihr die französisch Aufgaben durchzugehen. Ich war gut in französisch. Doch jetzt galt es erstmal, das Auto aus dem Dreck zu ziehen. Dachte ich. Doch sie stellte mich vor die Wahl und spielte sehr beleidigt. Natürlich wollte ich unbedingt an sie ran, das wusste sie auch. Es ging mir darum, das Richtige zu tun. Autorausziehen und Französischnachhilfe verschieben wäre das Richtige, doch so einfach ließ sie mich nicht raus. Ihr divenhaftes Auftreten brachte mich schließlich dazu, den anderen, die schon zum Auto eilten, hinterherzurufen, sie sollten sich bei mir melden, wenn sie meine starke Unterstützung bräuchten. Ich wusste, dass ich schwach war und mein Einsatz nicht entscheidend sein würde. Doch der überaus attraktiven Schnepfe passte auch das nicht. Sie wollte mich für sich alleine, ohne Option auf einen Absprung. Es ging ihr nicht um Lösungen, es ging um ihre Gefühle oder auch um Macht.

 
 
30
Oktober
Kirchen-Channel
Das Problem: Die traditionellen Werbekanäle "konvertieren" nicht gut genug.
Die Lösung der Office-Managerin: Kirche geht immer.

 
 
07
Oktober
Milde Manie
Im Leben mehr Chaos zulassen, dafür vom Aufräumen träumen.

 
 
28
September
Raufasermuseum
Wir fahren mit dem Regionalexpress von Berlin nach Ingolstadt, ich wundere mich, wie nah das ist. Dort besuchen wir das Haus von Don Alfonso, alle Türen stehen offen, im dunklen Haupthaus schauen wir uns um, werfen dann aber unsere Sachen auf ein Bett im neueren, helleren Nebengebäude. Wir schauen nochmal tiefer ins Haupthaus, treffen dort Andrea Diener und den Don, der einen kumpelhaft bayerischen Zungenschlag hat und uns durch Haus und Garten führt. Über seinen Brunnenanlagen muss ich klettern, zu reizvoll ist das schwimmende Gestänge, welches er dort installiert hat. Das Nebenhaus sei ursprünglich sozialer Wohnungsbau aus den sechziger Jahren gewesen, die Stadt wolle jetzt ein Museum daraus machen und mit vier Flutlichtern die historische Raufasertapete beleuchten. Das er nicht lache, niemals werde er das zulassen.

 
 
22
September
Avocadoverarmung
Dass Avocado-Brot immer dick, krustig und gestohlen oder geschenkt ist. Kaufen würde ich das ja niemals.

 
 
17
September
Jugendwort "Nin"
Wir saßen in meinem alten Wohnheimszimmer, für das ich noch immer die 163 Euro Miete zahlte, um mir den Luxus einer Zweitwohnung zu gönnen. Die jungen Kollegen kamen von einem Badespaß, dessen Hauptattraktion daraus bestanden hatte, sich von einer ungewöhnlichen breiten und starken Fontäne meterweit in die Luft schleudern zu lassen. Dabei filmte man sich, naturgemäß, mit einer GoPro Kamera. Beim Betrachten der Filme lobte man sich kreischend: "Ey, voll Nin!"

 
 
14
August
Lübeck
Ich hatte mir in den Finger geschnitten und sollte in die Klinik, um eine Blutvergiftung zu verhindern, das Radio berichtete. Dr. Astrid Schneider hatte ihr Sprechzimmer im siebten Stock der Uniklinik Lübeck, dorthin konnte man nur mit einem gusseisernen Fahrstuhl gelangen, der frei in dem ehemaligen Treppenhaus schwang. Das siebte Stockwerk war eingerichtet wie ein Partykeller der siebziger Jahre. Voll mit schweren, dunklen Holzmöbeln, Rauch und grünlichen Wandteppichen. Im Wartezimmer saß ein Seniorenpaar und bat mich, seinen Tee noch trinken zu dürfen, bevor ich dran war. Statt der Mappe mit den Klinikunterlagen fand ich leider nur Weihnachtsgeschenke für meinen Onkel.

 
 
12
August
Zündeln
Ich bin mit Freunden bei einem Freund, wir probieren seine Virtual-Reality Brille aus. Bei dem Spiel muss ich als erstes sein Regal anzünden, finde auch ein Feuerzeug, aber nichts will richtig brennen. Den Zucker habe ich sinnlos verschmolzen, nichts konnte Feuer fangen. Das Salz brennt nicht. Die Tempotaschentücher sind zu feucht.
Danach schwebe ich federleicht über den Ulmer Münsterplatz und bewundere die Grafik.

 
 
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