letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane


18
Februar
Kritiker-Blase
Bei der Filmauswahl über Metakritik-Seiten ist man schnell in der Kritikerblase. Was macht man aber mit Streifen, die ca. 50% erreichen? Nicht gucken, man kann ja nicht alles sehen. Wie entkommt man der Blase? Gelegentlich Blockbuster schauen ohne die Bewertung zu checken, gelegentlich irres Zeug von genialischen Freunden schauen.

 
 
04
Februar
Jugend
Warum ist die Jugend interessant? Insbesondere: Warum sind junge Schriftstellerinnen interessant? Eine Standarderklärung besagt, dass sich alte Feuilletonisten an jungen Weibern aufgeilen. Es könnte aber auch nettere Argumente geben: Die Jugend ist vielleicht schon deshalb interessant, weil sie so kurz und unklar ist.
Kurz, weil man kurz vorher noch Kind ist und für "erwachsene" Kunst und Kultur nicht zu gebrauchen. Wenig später hat man alles schon mal gesehen und vorbei ist's mit der Jugend.
Unklar ist sie, weil sie einen Schwebezustand zwischen jung und alt beschreibt und die sind ja immer interessant, weil man über beide Ränder (Kindheit, Alter, die Unterschiede) etwas lernen kann.
Einen frischen Blick auf die Dinge hat die Jugend auch, leider ist der frische Blick selten ein neuer, eher entdecken viele Junge ständig das Gleiche neu.

 
 
18
Januar
Best of Feuilleton
Ich empfehle das gerne jedes Jahr wieder, es kann gar nicht oft genug empfohlen werden, also auch von mir, dem nicht-Empfehler, mit einiger Verspätung, wie sich das für ein langsames Medium wie Weblogs gehört: Best of Feuilleton 2013. Komischerweise wird gerade der letzte Text am höchsten gelobt und gefiel mir auch am besten.

 
 
06
Januar
Schwatz
Dass die Klugschwätzer oft mehr Eindruck machen, als die anständigen Könner, obwohl schnelle Einsicht und schöne Formulierung viel leichter zu haben sind, als kluge, gründliche, ehrliche Einsicht.

 
 
28
Dezember
Tschick
Es kommt ja nicht mehr so häufig vor, dass ich ein Buch in einem Rutsch durchlese. Bei Tschick war es so und der einzige Vorwurf, den ich dem Buch machen kann, ist, dass es eine leichte Beute macht. Aber das ist ja eigentlich kein Vorwurf, sondern nur eine Bemerkung. Man kann ja nicht ernsthaft immer schwere Kost fordern und außerdem sah man, gerade bei Büchern oder Filmen, auch leichte Beuten oft entwischen. Abseits davon drückt das Buch hervorragend die richtigen Knöpfe und tappt auch sprachlich nicht daneben. Knöpfe drücken, mit Klischees spielen, ins Herz treffen sind im Übrigen als synonym anzusehen. Vergleiche? Moonrise Kingdom und, Überraschung! Catcher in the Rye. Kein erzwungenes drittes Werk, um das Trikolon zu vollenden.

 
 
02
Oktober
Barrierefrei
Was könnte ein typisch deutsches Gericht sein, dass von Brasilianern als "meat between bread" umschrieben wird? Kein Hamburger, ein Wiener Schnitzel.

 
 
19
September
Time Timer
Ich war auf einer miefigen Fortbildung und bin jetzt für irgendwas zertifiziert. Ich wollte nie zertifiziert sein, aber einmal soll man sich ja alles anschauen (außer Massenmord). Konferenzen und Fortbildungen sind wohl einfach per se das miefigste, wo gibt. Und ich habe das einfach nicht verstanden und denke immer, man müsste lustig sein und Quatsch machen, wie damals in der Schule. Schon mitmachen, aber das Rumgestrebere brechen. Warum sich der Kurs doch gelohnt hat? Weil jemand ernsthaft von einem Time Timer gesprochen hat. Herrlicher Schwachfug!

 
 
09
September
Kaube

Seit 2007 finde ich Herrn Kaube gut. Hauptsächlich, weil er schreibt was ich denke und nicht was sowieso schon überall steht - das ist immer noch das beste Kriterium für Gutfinden, wenn es um Journalisten geht. Sagt's mal einer!"

 
 
28
August
Reflexe
Das Problem mit (politisch) linken Reflexen: Sie sind dumm, stehen aber moralisch immerhin auf der richtigen Seite. Schwierig wird es, wenn kluge Leute reflexhaft links argumentieren.
Die Reflexe sind sie so verflucht schwer anzugreifen, was aber getan werden muss, da sie ja dumm sind und die Leute klug.

 
 
26
Juli
Neugotisch
Der Glücksforscher Wilhelm Schmid kürte unlängst die Melancholie zur zeitgemäßen Haltung. Der Melancholieforscher Friedrich Müller hingegen erklärte, Fröhlichkeit sei viel zeitgemäßer.

 
 
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