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... neuere Stories
31
März
Befindlichkeiten
Jetzt duftet es schon im Nahverkehrszug nach schweren grünen, feuchten, deutschen Sommerwiesen.
"Despite his talent as a filmmaker, Eliseo Subiela is not big on subtlety."
20
März
Nebelmaschinen
Überall dampft oder raucht es hier aus den Gullis. Oft stehen auch übergroße Pylonen drauf, damit der Rauch noch geisterhafter abzieht. Und die Polizeiautos haben fünf Regler um ihren Sound der Situation anzupassen. Jedes Auto ist mit einem Fahrer und einem DJ besetzt.
18
März
Beach
In einem zimmergroßen Holzhaus am Meer quetschen sich 50 schreiende Collegekids, die seit kurzer Zeit Bier trinken dürfen. Musik hört man nicht, die Party ist Kinderfasching, aber der Holzsteg zum Meer entschädigt für alles. Nazi ist hier übrigens die Bezeichnung für Kontrollfreak, eine Freundin, die immer Musik auflegt ist folglich der "Music-Nazi". Am nächsten Tag eine Windows-Reinstallation für meine Schwester und am Abend ein Gospelgottesdienst mit lustigem Pfarrer: "I am afraid this sounds redundant, but I have to say it again, let's pray!"
15
Februar
Masse und Individuum
Immer klarer wird das Gefühl, am Hamburger Bahnhof anzukommen. Die fließenden Menschen dort sind ein, doch recht guter, Abglanz derjenigen in der Victoriastation von London. Immerhin, so las ich kürzlich, ist der Hamburger Bahnhof mit ca. 500.000 Gästen pro Tag der menschenumsatzstärkste in ganz Deutschland. Und er ist sehr unübersichtlich. Das las ich nicht nur, das weiß ich seit ich mich nicht mehr verlaufe. Vorher hätte ich gesagt, ich habe einen schlechten Orientierungssinn. Fließende, schiebende Menschenmassen sind toll, weil die Wahrnehmung zwischen Massenerlebnis und aufblitzenden Gesichtern, Gesten und Handlungen changieren kann. Und am schönsten dabei ist, mit von außen umerklich verringerter Geschwindigkeit durch den Menschenstrom zu laufen und Blicke, natürlich bevorzugt von schönen Frauen, aufzufangen und zurückzuwerfen. Am allerschönsten sind dabei natürlich die Blicke von Verliebten. Selbst, oder gerade wenn das Objekt ihrer Liebe bei ihnen ist - sie möglicherweise gerade vom Zug abgeholt hat - bekommt man ihre überglücklichen Blicke leicht geschenkt. Am Valentinstag haben sie dann noch große Rosen bei sich, die sie küssen können, was den Liebreiz dieser Anblicke nochmal steigern kann.
[Wo das Reden im Allgemeinen falsch ist]
26
Januar
Augen zu!
![]() Trotz verwaschener Bildqualität zu erkennen: Der oxymorale Charakter der Bildnebenschrift.
10
Dezember
Zeitungslektüre bildet
Es gibt ja doch manches, was man eher in gedruckten Zeitungen als im Web liest. Zur Zeit ist die FR abonniert (auch wegen ihres angenehmen Formats!) und da lerne ich, dass Frakturschriften mitnichten Nazi-Schriften sind. Goebbels und der Führer persönlich wollten Antiquatypen überall, damit sei auch die Propaganda im Ausland besser vermittelbar. Ein schwerer Schlag für mich, denn raten Sie mal welchen Font ich für die Arbeit gewählt habe, an der ich zur Zeit sitze. Und raten Sie auch noch, welche politische Gesinnung ich nicht habe!
08
November
Schleim
Es ist Herbst. Auf meinem langen Radweg zur Uni muss ich mich durch einen Kanal im Blätterschleim aus Ahorn schieben. Das kommt jetzt nicht aus den Vigilien, sondern ist wieder einer dieser Zufälle, an die ich nicht glauben will. Natürlich nicht der Blätterschleim an sich, sondern die Tatsache, dass dieses zutreffende Wort vor der Lektüre des verlinkten Eintrags in meinem Kopfe, ja sogar auf einem Zettel für den heutigen Blogeintrag, war. Allerdings, so ehrlich will ich sein, stand "Herbst-Schleim" auf dem Zettel, was vielleicht sogar besser ist als "Ahorn-Schleim", allerdings den Zufall auf wieder durchaus glaubwürdiges Niveau absenkt. Und vielleicht ist Ahorn-Schleim doch besser, wird damit doch, im Unterschied zu "Herbst-Schleim" die abstoßende Mittelmäßigkeit des Schleims ausgedrückt. Ginko-Schleim wäre ja auch Herbst-Schleim, aber vermutlich ziemlich leuchtender.
30
Oktober
Da hat jemand seinen Meister gefunden
Über Feyerabend: "Der Stil ist kaum fremdwortgeschwängert, wie dies bei genuin philosophischen Texten als erstes ins Auge sticht."
Auch gut: "In Bezug auf Sexismus war John Stuart Mill für seine Zeit bereits sehr fortgeschritten."
14
Oktober
Barcelona und seine Eigentümlichkeiten
In diesem Park dürfen Sie sich an von Hunden gelegten Eisen erfreuen
13
September
Mensch
Die Tatsache, dass man vieles eben doch nicht mit Statistik und Zahlen erfassen kann. Dass man eine feine Nase braucht. Die Unerklärlichkeit. Das Reden von Generationen und Völkern.
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