| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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11
Januar
Halblang
Eine Zauberkünstlerin steht auf der Straße vor uns, ruft: „Mach mal halblang!“ und teilt sich in der Mitte durch.
Ich wundere mich über diesen beeindruckenden Trick, aber auch darüber, dass sie sich ja quer und nicht der Länge nach geteilt hat.
09
Januar
Hamlet, nett
Lars Eidinger in Hamlet, Inszenierung von 2008, wollte ich mal sehen.
Genau so ist sie auch: Kann man sich mal ansehen. Ist gut gemacht. Ich hatte mir viel mehr tour de force erwartet, dass Eidinger sich die Gedärme aus dem Leib spielt. Stattdessen ist alles rasant, amüsant, leicht modernisiert, mit popkulturellen Bezügen bis in die Nullerjahre. Auch durchaus stimmig, Hamlet wirkt authentisch, dabei stören auch die Albernheiten nicht, sie machen ihn eher menschlicher und glaubwürdiger. Also: Dieser Hamlet ist ein Hamnett. Jetzt muss ich doch mal diesen Hamnet Film sehen.
08
Januar
Wegstaben verbuchseln
Meine Frau hat ein Shampoo namens "Bali Curls", ich kann anscheinend nur an mich denken, ohne es zu wollen lese ich immer "Curly Balls" und frage mich, wie das wohl aussehen würde.
07
Januar
Hobbylinguist
"Ich mach dich fertig!" meint etwas komplett anderes als "Ich mach mich fertig!". Es meint eher "Ich mach mich total fertig!" anstatt "Ich mach mich nur noch schnell fertig."
Fast so gut wie der Unterschied zwischen umfahren und umfahren.
06
Januar
Humorkritik - Fil vs. Heinz
Im Gegensatz zu Heinz bekommt er eine Eins. Hier ist nicht überschäumende Inhaltsproduktion, sondern überschäumende kreative Energie und dann sorgsame Auswahl der besten Ergebnisse, gekleidet in einen wohlabgewogenen Metahumor der auch schlechte Witze zünden lässt und holpernde Reime in geniale verwandelt. Ähnlich wie Strunk, nur ist Fil ganz klar Herr der Lage - aber dafür im Gegensatz zu Strunk erfolglos im Mainstream.
05
Januar
Strunk
Bei Heinz Strunk gewesen. Der Mann ist mal wirklich, was so oft fälschlich behauptet wird: Ein Phänomen. Am laufenden Band produziert er Bücher, Texte, Kinderbücher, Theaterstücke, es sprudelt aus ihm heraus, klassischer Fall von Logorrhoe.
Da ist manch gutes Stück dabei, das Feuilleton sieht ihn auch gerne als den den Thomas Mann unserer Zeit. Bei sehr vielen Texten fragt man sich allerdings auch: WARUM? Und Heinz fragt sich das vermutlich selbst, daher muss er oft irr kichern, in den Ansagen seiner lallenden Lesung. Offensichtlich ein Verückter, der allerdings vollständig mainstreamkompatibel scheint. Das ist das erstaunlichste Phänomen am Phänomen Heinz Strunk.
04
Januar
Verfluchte
Meine sonst eher distinguierte vegetarische Cousine flucht plötzlich über ihr Essen: "Die hamm uns was geficktes untergejubelt!" womit sie Fleisch meint, was mir logisch erscheint, wobei ich aber nicht bedenke, dass auch Babyfleisch wie zum Beispiel Kalb gegessen wird und Babys haben ja hoffentlich keinen Sex.
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