| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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19
September
Trends
![]() Nach "Unwohlfühlen" ist jetzt Wohlfühlen der neue Megatrend. ![]() Möchte man wirklich ein Zentauren-Gesicht haben? Na gut, Zentrauen sind keine Zyklopen, vielleicht hatten sie sogar schöne Gesichter.
Hart vor 1995
Weil man Zahlen nennen muss, sage ich 1995. Alle, die vorher Abi gemacht haben, sind cooler als wir. Haben entweder keine Angst vor dem Arbeitsmarkt oder finden berechtigterweise, dass es falsch ist, Angst zu haben und aus Angst zu handeln. Da ich "berechtigerweise" schrieb, ahnt man, dass ich sowas gut finde. Besonders natürlich bei Frauen, die keine schulterzuckenden "wird schon werden"-Haltung haben, sondern für die gerechte Sache kämpfen und dabei auch Nachteile in Kauf zu nehmen bereit sind. Ideale haben. An der Regierung oder im Vorstand eines Unternehmens können gute Absichten schädlich sein, bei Menschen sind sie toll. Nichts ist schlimmer als gut gemeint. Doch. Böse gemeint. Oder lieblos hingeklotzt.
17
September
Fressen
"Zum Fressen gern haben", "den hab' ich gefressen", "oder daran hat er einen Narren gefressen."
16
September
Süß und sauer
Junge Philosophiestudentinnen haben im Idealfall etwas rührend ernstes. Leider stehen neben ihnen die männlichen Poser, die Jargon können und mir die Stimmung versauen. Zum Glück reden in der Philosophie die Besseren mit wenig Jargon, bei Medizinern kann das anders sein, aber in den meisten nicht-technischen Bereichen der Geisteswissenschaften stimmt es wohl: Jargon ist immer ein Verlust. Man redet so, um mitspielen zu dürfen. Man geht auch auf Konferenzen zum Mitspielen. Das kann man aber auch grandios machen: Klug, gewitzt, steile These, clevere Argumente, dann noch weiblich, süß und mit einem Anflug von bayerischem Dialekt. Da bin ich ein paar Minuten verliebt und mit dem Wissenschaftsbetrieb versöhnt.
[Klug mit Dialekt - das können nur die Besten.]
15
September
GAP.7
Tagungseröffnungen können auch richtig gut sein: Das Bremer Rathaus ist von innen und außen unschlagbar, die Reden war kurz und knackig, die Musik kurz und fetzig, der Vortrag interes- und amüsant. Beim Empfang zeigt sich allerdings die Armut Bremens und seine Unfähigkeit Laugengebäck wie in Süddeutschland herzustellen - aber zum Essen ist zum Glück niemand hergekommen.
[kein Eigenlob]
13
September
Bavariaphil
Weil ihr Vater ein bayernverliebter Amerikaner war, wäre aus Angela Stuart um ein Haar eine Waltraud-Edeltraud Stuart geworden. Zwar sind Iphone-Apps das neue Partythema, aber nur zum Einstieg und da ist ja alles willkommen, was besser als Handytarife ist. WG-Parties sind nett und man kann Sprüche klopfen, aber richtig spannend sind sie nur im ersten Semester.
Das Töchterchen schreibt dazu folgendes, was auch besser als Handytarife und Waltraud-Edeltraud ist: älllllllllll ggh,jjjjjjjjjjhm fffffffnnnnnnnnnnn hhhhhhhhhhhhhm.e9 ttttttttttttttttttttttttttttttttttt ggggggggggggggggggg c44444444444444333333333333333333333, cccccccccccccccccccccccccccccccccccccccccccc.
12
September
Kluge Dummheit
Wenn kluge Menschen bekennen, dass sie ein Problem oder auch seine Lösung nicht verstehen, erhöht dies unter Umständen gar noch den Nimbus ihrer Klugheit. Sie signalisieren damit, dass diejenigen, welche sich mit dem Problem befassen, etwas grundlegendes nicht verstanden haben. In der Philosophie kann man es mit dieser Strategie ziemlich weit treiben, wenn man irgendwie für klug gehalten wird. Dafür reicht eigentlich eine Brille.
[Update: Der Kluge hat den Vorteil, dass er sich dumm stellen kann. Umgekehrt ist das schon wesentlich schwieriger.]
10
September
Slavophil
Bisher dachte ich, osteuropäische Sprachen oder streng genommen osteuropäische Akzente im Deutschen gefielen mir nicht. Jetzt weiß ich, dass dies nur für polnische Frauen gilt. Polnische Männer haben häufig einen herrlich melodischen Zögerlaut auf den Lippen und Russinnen klingen geradezu begehrenswert mir ihrer weichen Aussprache eines harten Akzents. Meine Minutenverliebtheit geht so weit, dass ich mir den Anrufbeantworter einer Aleksandra hier an der Uni mehrmals anhöre. Leider doch nicht aus Romantik und Schwärmerei, sondern ganz profan, weil sie nicht zu erreichen ist. Ich bin eben doch nüchterner als ich sein will.
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