| letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3 | |
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... neuere Stories
08
Januar
Sprache ist alles
Nach über fünf Jahren wird es Zeit für die ersten Wiederholungen in dieser Dauerwiederholungssendung. Sprache ist alles. Ich will wieder mehr italienisch reden und so werden, wie die Coolen zweiten Typs. Auf deutsch geht das nicht mehr, da ist mein Charakter schon fixiert.
07
Januar
Zwei Typen der Coolness
Die einen suchen immerfort nach neuen Geschäftsideen und erwägen dabei tatsächlich ein "Last.FM für Witze". Sie tragen schicke Anzüge, haben ein smartes Lächeln und kennen sich mit Wein aus.
Die anderen sind italienisch, alternativ angehaucht, machen Musik, treffen sich über Weihnachten in Isreal, lesen Kafka, sind DJs und sehen auf ihren Fotos aus wie Neon-Models, nur etwas weniger weichgespült und mit noch mehr Stil. Mit den übrigen, den etwas weniger Coolen, kann man tatsächlich reden. Sie sind die Sieger.
06
Januar
Lesen
Ein schöner Trost ist die Vorstellung, dass man manch Buch nur lesen wollen muss, damit sie ihre Wirkung entfalten. Vielleicht kommt man sogar irgendwann dazu, sie zu lesen. Die tatsächliche Lektüre ist aber irrelevant. Ein anderer Trost ist die Vorstellung, das Bücher vielleicht gar nichts bedeuten. Man kann "das Richtige(TM)" lesen und ein verstockter, zwanghafter, unzufriedener Mensch sein. Und umgekehrt: Manch kluger Mensch mit feinem Urteil liest gar nicht.
[Nach der verlorenen Zeit]
05
Januar
Wende
Ich bin also ein andersartiger, metrosexueller korsischer Schafzüchter und Tangotänzer aus den zwanziger Jahren. Damit kann ich leben. Und ich bin auf Facebook. Und habe ein Handy. Mein echter Name ist übrigens Simon Deichsel und froschfilm ist der bescheuertste Nick ever.
Alles wird jetzt öffentlich, aber die Handynummer gibt's hier doch nicht! [Entscheidungen. Extreme. Grenzen.]
04
Januar
Ausreden
Ich würde gerne Kunstfilme sehen und Proust lesen, aber jetzt habe ich ein Kind und viel zu tun. Nur taugt das als Ausrede eben nicht: Die Tollen, die all das Tolle konsumieren, machen viel mehr als ich und haben drei Kinder.
03
Januar
Meta
Meta ist nicht nur ein norddeutscher Vorname. Als Vorsilbe vor "Physik" gesetzt, bezeichnet es auch das, was nach der Physik kam. Heute bezeichnet Meta eher eine höhere Ebene. Das geht auch für Wünsche, oder auf schlau "Präferenzen". Nicht gut ist es, wenn sich die Präferenzen auch langfristig nicht mit den Metapräferenzen decken. Kurz, wenn man nicht will was man will. Bei mir ist das so: Ich bin besessen von Technik, aber ich will, dass sie mir egal ist. Ich liebe Exzesse und Extreme, finde aber eigentlich ein beschauliches Leben erstrebenswert. Ich will Kinder mögen, aber sie machen mich nicht glücklich. Ich finde es angemessen, in der Großstadt zu leben, will aber in die Ruhe und Sicherheit des Landlebens. Ich will französische Kunstfilme gut finden, schaue aber amerikanische Blockbuster. Ich sehne mich nach einem Leben ohne Besitz, finde diesen Wunsch aber schwach, kitischig und schwer zu rechtfertigen. Immerhin: Ich wollte Philosoph sein und habe in Philosophie promoviert.
[Verlust der Gegenwart oder Lächerliche Misologie.]
02
Januar
Stunden
Meine neuen Hemden sagen, sie seien 24h knitterfrei. Gestern lief ich am einem 23h Kasino vorbei. Der Besitzer braucht vermutlich eine Stunde Pause um zu Bügeln.
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