letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


19
November
Mittelmaß
Wie ich bei allem, was ich als Hobby betreibe, bewusst oder unbewusst im (hoffentlich ordentlichen) Mittelmaß hängenbleibe: Photographie, Film, die Texte die ich schreibe, die Tänze, die ich tanze. Wie mir mehr Anspruch immer als zu angestrengt oder anstrengend vorkommt, wie ich immer hoffe, mich im Laufe der Jahre noch zu bessern, aber ohne jeweils die nötige Energie aufzubringen, um die letzten 20% zu erreichen, die für Exzellenz nötig wären - weil ich das schon im Ansatz gar nicht möchte. Ich müsste mir bessere Objektive für meine Kamera kaufen, dann wären die Photos schon besser. (Aber richtige Photokünstler können mit ihren Telefonen Kunstwerke schaffen, denke ich.) Ich könnte vor dem Schreiben einen Plot arrangieren, oder Witze suchen, die wirklich zünden. Will ich aber nicht, muss ich auch nicht. Wie Angestrengtheit als das größte zu vermeidende Übel scheint, weshalb ich vermutlich im Powerpoint-Karaoke so gut performe.

 
 
17
November
Die Art der Franken
Als Schwabe behaupte ich jetzt mal dreist, dass die Männer aus Franken mit ihren hohen Stimmen, ihrer spitznäsigen Hemdsärmeligkeit und den selbstverdunkelnden Brillen noch unerotischer als wir Schwaben sind. Über Sachsen reden wir mal besser gar nicht.

 
 
16
November
Alles. Immer.
Es gibt so Leute die sagen, sie wollten alles vom Leben. Meistens machen sie dann irgendwas und sind sprunghaft. Kontinuität und Ruhe haben sie schon mal nicht. Oft wirken sie auch nicht zufrieden, was ja auch klar ist, wer immer alles will, kann ja gar nicht zufrieden sein. Ich habe noch viel mehr als diese Leute. Ich habe eine Familie und damit Erdung und Kontinuität. Ich kann aber alles andere, was sie so machen in Häppchen auch genießen. Ungekehrt können sie keine Familie in Häppchen haben. The grass is always greener on my side.

 
 
15
November
Spendenmoral
Sparsam zu Leben und nach seinem Tod einen Großteil des Vermögens zu spenden ist vermutlich sowohl folgen- als auch gesinnungsethisch besser, als jedes Jahr den gleichen Anteil direkt zu spenden. Man könnte, bei guter Geldanlage, mehr bewirken und man wäre weniger in Gefahr, sich in seiner eigenen Wohltätigkeit zu sonnen. Dennoch wirkt der schnelle Spender großzügiger, vermutlich weil die Einschränkungen seines sparsamen Lebens direkter mit der Spende in Zusammenhang gebracht werden.

 
 
15
November
Tage wie dieser
Drei Menschen lächelten mich auf dem Fahrrad an und zwar ohne dass ich Ihnen irgendwie seltsam im Weg war. Sie scheinen etwas zu wissen oder mich zu verstehen, mit mir etwas lächerlich zu finden, heute.

 
 
12
November
Mädchenwunder
Wie Ronja von Rönne das erste Mädchenwunder ist, das mir gefällt. Ihren Erfolg und ihre Selbstvermarktung, ihre billigen Provokationen, ihre Omnipräsenz, ihre konstruierten Witze, ihr Zurschaustellen von Unfähigkeit bei gleichzeitiger offensichtlicher extrem hoher Funktionalität - all das wäre extrem unsympathisch, wenn ich sie nur nicht so lustig, rotzig, clever, wild, adelig, zart, cool und wohldosiert seltsam fände. Dazu noch dieser herrliche Name. Ihre "Brand" ist einfach perfekt für mich. Wie groß oder wie originell das alles ist, was sie macht, ist mir völlig egal. Es ist wie bei Mando Diao: Das war vermutlich auch kein historischer Moment der Rockgeschichte, sie waren auch mal überheblich, aber sie haben für ein paar Jahre geknallt.

 
 
11
November
Tanten und Onkel
Dass "tantig" so etwas wie betulich bedeutet und mit "onkelhaft" ein lüsternes Verhalten gemeint ist, obwohl Tanten sehr oft junge Hüpfer sind und Onkel Ausbünde an Anstand.

 
 
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Last update: 20. Jan, 09:41
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