letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


13
Juli
Küche als Ort der Wahrheit
Ich liebe reflektierte Küchenpsychologie, also nicht das Äquivalent zur Stammtischdiskussion, sondern die wohlabgewogene Spekulation über Ursachen und Gründe von Verhalten. Zwei Fragen tun sich dabei auf:
1.
Warum "Küchen" Psychologie? Wird in der Küche besonders gerne psychologisiert? Unterstellt man Frauen, besonders gerne in der Küche zu sein und dort zu psychologisieren?
2.
Werden küchenpsychologische Hypothesen gründlich empirisch erforscht, also abseits psychoanalytischer Denkschulen? Hier könnte man sich leicht ein ganzes Forschungsprogramm vorstellen, das es vermutlich schon gibt.

 
 
08
Juli
Great Scott!
Ich habe hier je keine strikten Themen, diskutiere aber eigentlich niemals ernsthaft Thesen. Privat tue ich das gerne, insbesondere im letzten Jahr über Lockdowns.

Wer immer mit irgendjemand darüber reden will, ob Lockdowns effektiv sind, sollte vorher diesen Artikel gelesen habe. So gründlich und amüsant habe ich noch nie über das Thema gelesen. Und es geht ja nicht nur um Gesundheit, es geht um die Leitlinien staatlichen Handelns:

https://astralcodexten.substack.com/p/lockdown-effectiveness-much-more

 
 
03
Juli
Ali
Und die Zugfahrt an den Stränden entlang bekommt den Ali Mitgutsch Gedächtnispreis: Man sieht im Sekundentakt Menschengruppen, die packen, lachen, schwimmen, ballspielen, sich umziehen, fischen und immer wieder rennt ein nackter Jungspopo durchs Bild.

 
 
02
Juli
Italophil
Das einzige, was gegen Italien als Reiseland zu sprechen scheint, wäre, dass man ?mal was anderes? wöllte.
Ansonsten, wenn man in diesen Kategorien denken möchte, hat man von allem das Beste: Meer, Berge, Kultur, Musil, Landschaft, Fußball, Kulinarik, Wein, Klang der Sprache, Freundlichkeit, Netzabdeckung, Eisenbahnnetz, Supersportwagen, Erreichbarkeit, Verhältnis aus kultureller Nähe und Ferne, Kinderfreundlichkeit und sogar das neue Morretti Bier ist sehr süffig.
Gerne immer mal was anderes probieren, aber am Ende gewinnt doch immer der Liepnitzsee, äh, Italien.

 
 
01
Juli
Kein Reisebericht
Je größer die Gruppe, mit der ich reise, desto weniger nehme ich wahr. Je älter ich werde, desto gilt das Gleiche. Man muss sich deswegen nicht zwanghaft in neue Erlebnisse stürzen, man kann die Beobachtungsruhe auch genießen. Oder die immergleichen Beobachtungen immer wieder aufschreiben, so wie man jeden Sonnenuntergang fotografiert. Heute also: Die Verwunderung über die typischen Eisdielenservietten. Dort, wo man derer gute durchaus gebrauchen könnte, sind sie von minderster Saugfähigkeit.

 
 
19
Juni
Gottergebenheit
Wenn mir eines in meiner Jugend gelehrt wurde, dann ist das eine Art gottergebene Bescheidenheit. Eingriffe in die Natur galten als gefährliche Hybris, sozialtechnische Eingriffe in die Schicksale von Menschen waren zum Misslingen verdammt, Steuerung galt per se als nicht möglich. Vermutlich ist da viel dran, allerdings wird mir erst jetzt der Fatalismus dieser Weltsicht klar. Im Valley (natürlich, wo sonst?) herrscht da ein völlig anderer Geist - genau der, vor dem bei uns immer gewarnt wurde, aber de facto auch der, der Verbesserungen überhaupt möglich macht.

 
 
18
Juni
Spaltung oder Debatte
Große Erkenntnis: Die Leute(TM) wissen nicht, was sie wollen. Früher beschwerten sie sich über das "Fehlen der großen gesellschaftlichen Debatten", alle seien sich zu einig, das führe zu Politikverdrossenheit. Heute gefällt ihnen die "Spaltung der Gesellschaft" nicht.

 
 
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Last update: 16. Jan, 09:56
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