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22
April
Innere Freude
Wenn wir angeblich unser inneres Kind nie verlieren, also niemand jemals wirklich erwachsen wird, so erwachsen wie die Erwachsenen aus Kinderperspektive schienen, warum werden wir dann langweilig? Spielen weniger, machen weniger Unsinn? Ist das innere Kind nur für die Ängste zuständig, aber nicht für den kindischen Spaß? Erwachsene Hobbies müssen irgendwann mit Ernsthaftigkeit betrieben werden, kindliche Freude über Jahrzehnte wirkt befremdlich. Vermutlich ist das alles gut so und hat seinen Sinn, aber es ist traurig und vielleicht der Grund, warum Menschen nicht gerne altern, zumindest die ehemals lustigen nicht.
21
April
Orga
Beobachtung: Tools, Automatisierungen, strikte Prozesse zur Arbeitsorganisation werden von genau den Leuten gepriesen und probehalber eingesetzt, die unorganisiert sind und öfter mal nicht antworten oder Dinge unter den Tisch fallen lassen.
Mit ihren neuen Systemen geht alles automatisch, sagen sie sich - und mir. Und trotzdem werden sie nicht zuverlässiger oder organisierter. Weil sie Organisation und Struktur nicht mögen, sich davon eher eingeschränkt als unterstützt fühlen? Genau deshalb ignorieren sie dann auch irgendwann ihre Systeme und Automatisierungen. Und vollständige Automatisierung gibt es noch nicht, erscheinen und endgültig entscheiden muss immer noch der echte Mensch.
20
April
Körper
Von Jens Friebe schon 2004 besungen: Körper sind unsere Zukunft, der Geist wandert in digitale Sphären, zumindest möglicherweise und in naher Zukunft. Wobei auch das nicht sicher ist: Die inhärente Tendenz zur Mitte der aktuellen künstlichen Intelligenzen könnte bewirken, dass sie immer seelenlose und mittelmäßige Denker bleiben werden - meint zumindest Erik Hoel in einem schönen Text.
Dennoch: Schon die aktuelle Propaganda gegen den menschlichen Geist bewirkt bei mir, dass ich weniger finanzielles Mitleid mit Menschen habe, die ihr Leben mit Tanz verdienen. Sie sind die Zukunft, denke ich jetzt.
17
April
Kränkungen
Wer sich sehr über sein Wissen oder seine Fähigkeit, intellektuelle Probleme zu lösen definiert hat, dürfte sich in seinem Ego spätestens jetzt angekratzt fühlen. Menschen, Körper, Seele, echte Empathie sind die Zauberwörter - das wusste ich schon vor 10 Jahren und lag damit aber 10 Jahre lang falsch. Gut, dass ich meinem Rat nicht gefolgt bin, als Masseur, Yogalehrer oder Therapeut würde es mir heute bestimmt nicht so gut gehen wie als IT Produkt-Manager.
16
April
Schönheit ist kein Lebenszweck
Toskana. Immer schön, immer schöner, fast extremer diese Lieblichkeit der Landschaft, der Dörfer, herausgeputzt bis zum Gehtnichtmehr. Der Sinn dieser Region scheint Genuss und Schönheit zu sein, eine Wellness Oase für die Sinne. Das kann man kaum besser machen, aber es zeigt auch sehr klar die Grenzen dieses Ansatzes auf. Irgendwann wollen Menschen wieder Reibung, Arbeit, Sinn. Denn Schönheit und Genuss sind kein Lebenszweck und machen nicht auf Dauer glücklich - daher führt die Donau doch vor der Toskana und muss jedes Jahr befahren werden.
15
April
Bauer oder Beobachter
Alle sollen jetzt wieder "Builder" sein, ja, ich verstehe das Argument, machen lernen, bauen - alles richtig. Nur war ich seit der Geburt eher der Beobachter. Mein großer Bruder hat Lego gebaut, Märklinbahnen, programmiert. Ich saß daneben und hab ihn vor Irrungen gewarnt. Auch dafür gibt es noch eine Rolle, vielleicht sogar umso mehr, wenn jetzt alle wieder zu wilden Buildern werden.
14
April
Jung geblieben
Der Beweis, dass man sich - oder wenigstens ich mich - innerlich auf ewig wie ein Teenager fühle: Normale Tätigkeiten wie Einkaufen oder Autofahren fühlen sich immer noch unglaublich erwachsen an.
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