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... neuere Stories
13
April
Genüsse
Vielleicht sollte man lernen, käufliches Glück besser zu genießen. Nicht auf Sonne, Zeit, Freundschaft und Gespräche warten, sondern Klamotten kaufen. Hart arbeiten und dann "sich etwas gönnen". Vielleicht ist das besser, aber auch nicht leichter, diesen Denkfehler begehe man nicht.
12
April
Merken
Ärger und Freude alternieren, wenn ich an mein Gedächtnis denke: So viel taucht auf und so wenig lässt sich ausgraben. Technologie.
23
März
Iteration
Meine neuen Fans mögen anscheinend Einträge, die ich nicht so toll finde, also, Sklave meiner Leser der ich bin, noch einmal: Seltsamerweise gibt es keinen Zusammenhang zwischen Stil und Intelligenz, obwohl Stilempfinden vermutlich eine der komplexesten kognitiven Tätigkeiten ist. Allerdings sieht man dem Stil die Gründe nicht an, daher kann er leicht kopiert werden. Einen Zusammenhang zwischen Intelligenz und Selbstbewusstsein scheint es doch zu geben. Studenten leiden angeblich besonders häufig unter dem Impostor Syndrom, sie fühlen sich wie Schwindler. Wer klug ist, zweifelt an sich, auch wenn er weiß, dass das nicht besonders klug ist. Wie kann ein intelligenter Mensch aber von Mode begeistert und von seinem Geschmack überzeugt sein - so sehr, dass er sogar ein Modeblog über sich führt (oder überhaupt ein Weblog)? Weil er eine Sinnlichkeit besitzt, die nichts mit Rationalität zu tun hat. Er/Sie muss fähig sein, den Verstand auszuschalten und zu fühlen und zu genießen. Ein praktischer Meta-Verstand muss her, der nicht nur sagt, wann Verstand sinnvoll ist, sondern auch befähigt ihn an- und auszuschalten. (Vor Jahren hätte ich behauptet, über einen solchen zu verfügen). Kürzer: Man muss spielen können. Einfach ausprobieren. Aber: Man darf natürlich nicht wirklich naiv sein, oder tatsächlich denken, man hätte der Welt etwas zu sagen, wenn das andere besser machen. Deshalb muss man nett, intelligent und lustig sein, wenn man nichts anständiges kann. Bewusste Naivität sollte aber nicht für professionelle Zwecke missbraucht werden. Die sollen sich ergeben und dürfen nicht geplant sein. Sonst funktioniert das Abschalten des Verstandes nicht mehr. Also rettet die Welt, heiratet, kriegt Kinder, seid unvernünftig und vor allem: Legt den professionellen Jargon ab! Der nützt nur sich selbst. Studiert etwas, weil es euch interessiert, nicht, damit ihr "breit aufgestellt" seid! [Bescheidenheit ist Arroganz]
22
März
Wahn und Wirkungen
Was fehlt, sind Leute die klug reden können. Die, die klug schreiben können, stottern leider oft oder reden wirr. Erbost bin ich über sehr kluge Kommilitonen, die über meinen (wegen einer Auszeichnung bei den Medien beliebten) Studiengang im Radio sprechen. Sie stottern zwar nicht, aber sie dreschen Phrasen oder sagen langweilige Dinge. Sie sind nicht so, wie ich sein will. Ich will hauptsächlich nett, intelligent und lustig sein, dabei originell aber durchaus direkt und unverkünstelt. Also das, was alle wollen, sollte man meinen. Aber alle wollen die Welt erkunden, oder gar verbessern. Oder Firmen gründen. Sind größenwahnsinnig und scheitern natürlich, erreichen aber mehr als ich. Dafür haben sie keine Zeit mehr nett&klug&lustig zu sein, die kleinen&feinen Dinge zu genießen. Auch wenn mir das nur noch selten gelingt, bin ich doch überzeugt, dass das der richtige Weg ist. Nicht die große Pose. Eher die Rettung der Welt im Kleinen und dabei klug reden können.
[Bescheidenheit]
10
März
Föhne
Die beklemmende Vorstellung Fans zu haben.
04
März
Ungesund
Meine Sympathien für die Menschen mit einfachen Berufen und kompliziertem Leben. Die, denen Entscheidungen nicht leicht fallen. Die einen Job zum Leben brauchen, nicht weil sie "Personalverantwortung" übernehmen wollen (wie kann man so etwas ernsthaft wollen - über andere zu bestimmen?). Die Fremden im System. Auch die Eigenbrötler, die Suchenden. Auch die, die ihren Beruf lieben. Die überhaupt lieben. Immer wieder.
20
Februar
Sofakauf
Es weiß doch jeder aus den Lügen von Film, Literatur und Fernsehen, dass ein bürgerliches Leben nicht glücklich macht. Warum streben dann so viele danach und erheben ihren Irrtum sogar zur normativen Forderung? Und warum bringen sie erst ihren Kindern bei, dass dieser bürgerliche Besitz nicht wichtig ist, verlangen dann später aber, dass man ihn wichtig findet?
Diese Dinge kann man kaufen, wenn man alt ist, meint ein Freund. Aber selbst dann gibt es doch bestimmt Besseres zu tun.
12
Februar
Subtilitäten
Ich kann noch so plump sein, man legt es mir als subtil und hintersinnig aus. Plump ist wegen der Subtilität meines Umfeld das neue subtil und, wie schon so oft beklagt: Alt ist das neue neu.
05
Februar
Erkenntnis Zwei
Kinderhaben bringt nicht die Kindheit zurück, es macht erwachsen.
28
Januar
Erkenntnis
Der nicht nur vergebliche, sondern paradoxe Kampf um die eigene Unschuld.
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