letzte Kommentare: / ... was ja dafür... damals / Schule wirkt nach pelicola delle rane / glaube nicht, dass... c17h19no3


17
Januar
Alkohol
Gestern wollte ich feiern und keinen Alkohol trinken. Es klappte hervorragend, Alkohol ist für gar nichts gut, wenn man nicht schüchtern ist.

 
 
15
Januar
Energie!

 
 
14
Januar
Menschen
Gestern zur Nacht traf ich Menschen, die ich seit vielen Jahren nicht gesehen hatte. Menschen ändern sich selten, meistens schärfen sie sich und damit auch meine Sympathien für sie. Und die liegen bei den Suchenden, Tastenden und wohl leider auch den Unzufriedenen.

 
 
11
Januar
Bescheidenheit
Wer, wie ich, eher auf der Suche nach den Untertönen ist und ein bescheidenes Leben dem gängigen Ideal des viel Erlebens vorzieht, sollte sich mehr darum bemühen, die Untertöne auch wirklich wahrzunehmen. Sonst hat er nachher weder Innerlich- noch Äußerlichkeit.

 
 
08
Januar
Sprache ist alles
Nach über fünf Jahren wird es Zeit für die ersten Wiederholungen in dieser Dauerwiederholungssendung. Sprache ist alles. Ich will wieder mehr italienisch reden und so werden, wie die Coolen zweiten Typs. Auf deutsch geht das nicht mehr, da ist mein Charakter schon fixiert.

 
 
05
Januar
Wende
Ich bin also ein andersartiger, metrosexueller korsischer Schafzüchter und Tangotänzer aus den zwanziger Jahren. Damit kann ich leben. Und ich bin auf Facebook. Und habe ein Handy. Mein echter Name ist übrigens Simon Deichsel und froschfilm ist der bescheuertste Nick ever.
Alles wird jetzt öffentlich, aber die Handynummer gibt's hier doch nicht!

[Entscheidungen. Extreme. Grenzen.]

 
 
04
Januar
Ausreden
Ich würde gerne Kunstfilme sehen und Proust lesen, aber jetzt habe ich ein Kind und viel zu tun. Nur taugt das als Ausrede eben nicht: Die Tollen, die all das Tolle konsumieren, machen viel mehr als ich und haben drei Kinder.

 
 
03
Januar
Meta
Meta ist nicht nur ein norddeutscher Vorname. Als Vorsilbe vor "Physik" gesetzt, bezeichnet es auch das, was nach der Physik kam. Heute bezeichnet Meta eher eine höhere Ebene. Das geht auch für Wünsche, oder auf schlau "Präferenzen". Nicht gut ist es, wenn sich die Präferenzen auch langfristig nicht mit den Metapräferenzen decken. Kurz, wenn man nicht will was man will. Bei mir ist das so: Ich bin besessen von Technik, aber ich will, dass sie mir egal ist. Ich liebe Exzesse und Extreme, finde aber eigentlich ein beschauliches Leben erstrebenswert. Ich will Kinder mögen, aber sie machen mich nicht glücklich. Ich finde es angemessen, in der Großstadt zu leben, will aber in die Ruhe und Sicherheit des Landlebens. Ich will französische Kunstfilme gut finden, schaue aber amerikanische Blockbuster. Ich sehne mich nach einem Leben ohne Besitz, finde diesen Wunsch aber schwach, kitischig und schwer zu rechtfertigen. Immerhin: Ich wollte Philosoph sein und habe in Philosophie promoviert.

[Verlust der Gegenwart oder Lächerliche Misologie.]

 
 
26
Dezember
Wild
Das wirklich verblüffende an paradoxen Aufforderungen ist, dass sie funktionieren können. "Sei spontan!" wäre nur Unfug, wenn Menschen rational wären. Lebe nicht unbedingt wild&gefährlich, aber entschlossen, Abiturient.

 
 
10
Dezember
Wedding
Auf der Fahrt durch den Wedding scheint mir dieser angenehm heruntergekommen. Ich denke, ich hätte mich dort wohl gefühlt. Die Idee, im cooleren Stadtteil besser Leute kennenzulernen, kommt mir immer falscher vor. Leute lernt man weder im Restaurant noch auf der Straße kennen. In Häusern vielleicht, aber wenn man im Wedding nicht in den (a)sozialen Wohnungsbau zieht, sind auch da nicht nur Asoziale. Die Geschmacklosigkeiten in der U-Bahn Wedding sind jedenfalls schon nach einer Woche interessanter als die interessant gestylten hier. Wahrscheinlich ist aber auch das alles falsch, wahrscheinlich fühle ich mich im Wedding überlegen oder zumindest nicht unterlegen und hier sind alle reich und schön und haben ihr Leben im Griff. Ich dagegen gehe aufs Arbeitsamt.

 
 
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Last update: 26. Feb, 13:20
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